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Laufberichte

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Rund um die Sachsenmühle

 

Kurz nach der Brückenüberquerung der Wiesent höre ich die Dampfbahn mit einem Pfeifen entgegenkommen. Sie kommt aus Behringersmühle herunter und mir später gut vor die Linse. Die Felsformationen rücken nun dicht an die Straße heran, vereinzelt sind Schutzzäune angebracht, die verhindern sollen, dass loses Gestein auf die Straße fällt.

Der entgegenkommende laufende Verkehr nimmt nun deutlich zu, die Spitze ist längst durch. Etwa bei Kilometer 28 kommt eine größere Truppe, an deren Schluss der Antreiber Erwin das Tempo kontrolliert. „Wir sind genau auf 3.29-Kurs,“ höre ich beim Vorbeilaufen.

Dann kündigt sich die Wende bei der Sachsenmühle an. Noch 500, noch 300, noch 100 Meter, dann ist die Wende in meinem Blickfeld. Die Moderation und Musik von dort ist schon deutlich früher zu hören. Der Moderator versucht alle namentlich aufzurufen. Viele Zuschauer haben sich am Wendepunkt eingefunden. Ich drehe um, es geht zurück.

Noch 13 Kilometer, dann ist der lange Kanten geschafft. Doch auf den ersten Metern auf dem Rückweg bemerke nicht nur ich, wir haben jetzt leichten Gegenwind im engen Tal. Der Kurs ist zwar tendenziell fallend, doch vor dem Ziel warten noch zwei Gegenanstiege. Ich will die letzten Kilometer schneller laufen, denn die Bilder sind fast alle gemacht.

 

Es geht nach Hause

 

Kilometer 30, es geht nun nach Hause. Auf der anderen Straßenseite kommen nun die Zeitläufer mit ihren Gruppen entgegen. Der Alex Morschhäuser hat Glück, denn um ein Haar hätte ich ihn mit vollen Backen erwischt. Das letzte Bananenstück kann er gerade noch kurz vor dem Fotoschuss hinunterwürgen.

In Streitberg würden jetzt beide Tänzerinnen auf ein Posing mit den Fotografen warten, aber der zieht nach dem erfolgreichen Zielen mit der Kamera weiter. Das Marathonfest vor dem Festgelände ist im vollen Gange. Freie Bänke und Tische sind Mangelware. Damit auch die volle Distanz zurückgelegt wird, drehen wir eine kleine Ortsrunde in Streitberg. Im Ortskern kann ich einen Blick auf die Streitburg werfen, nur, ich muss meinen Kopf weit zurücklegen, denn die Burg liegt weit oberhalb des Ortes. Noch vier Kilometer.

Ein, zwei Teamläufer kommen von hinten, mehr sind es nicht. Es macht Spaß am Ende loszulegen. Die letzten zwei Gegenanstiege ziehen sich noch hin. Dazwischen kann man an der letzten V-Stelle bei Kilometer 40 auftanken. Das Super (Bier) ist da nicht vorhanden, so dass ich ohne Stopp mein Tempo hoch halte und es fast in Schussfahrt Richtung Ebermannstadt rollen lasse. Und dann geht es durch das Ziel, ich bin voll zufrieden, denn ich erkenne eine 3.37 Stunden. Das passt.

 

Zielimpressionen

 

Jochen Brosin, der Querläufer, wartet schon mit einem Weizen in der Hand auf mich. Iso, Cola, Riegel und Obst warten im Zielbereich auf die Abnehmer. Was sagt mein Zeiteisen? 3.37.29, die zweite Hälfte bin ich gut fünf Minuten schneller gerannt als die erste. Perfekte Bedingungen: Temperaturen um 15 Grad, zum Ende hin mit mehr Sonne. Einzig der Wind störte ein wenig nach der Wende.

Die Massage und das Sortiment leckerer Sachen zur Siegerehrung sind vorbildlich. Verbessern kann man sich bei den Duschgelegenheiten bei den Männern, denn das Wasser in der Schule war, ich zitiere einen Einheimischen, zwischen „eiskalt und arschkalt warm“. Wenn ich mich noch verbessern kann, dann muss ich bei Alex in die Lehre gehen, denn dem wurde mehrmals Bier angeboten.

Eine kurze Analyse von mir erbringt mit 271 Marathonis, 443 16-Kilometer-Läufern und 208 Marathonteams steigende Zahlen im Vergleich zu 2012. Und mehrere Streckenrekorde. Der eingeschlagene Weg ist richtig im Frangnland.

 
Marathonsieger


Männer

1 Tamas Nagy 2.26.44
2 Etkolo Ashenafi 2.28.05
3 Marek Wasilewski 2.34.49

Frauen

1 Hkerstin Steg LAC Quelle Fürth 3.00.07
2 Judit Foldingne Nagy 3.03.30
3 Bärbel Hempel ESV Lok Döbeln 3.10.17

271 Finisher

123
 
 

Informationen: Fränkische Schweiz Marathon
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