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Die asics - Story

16.03.05
Quelle: asics
 
Kihachiro Onitsuka
© asics 11 Bilder

Über allem steht: anima sana in corpore sano = asics

 

1949

 

Alles beginnt im Jahr 1949 – Kihachiro Onitsuka (siehe Foto) gründet im japanischen Kobe eine Firma für Sportschuhe. Gleicht sie in den Anfängen eher einer kleinen Schuhmacherei, wird schon ein Jahr später daraus das Unternehmen ONITSUKA TIGER. Angetrieben wird Onitsuka von einer begeisterten Idee, die ihn nicht mehr loslassen will: Dem Sport und vor allem der Jugend durch seine Schuhe neue Perspektiven und Horizonte aufzuzeigen, aufzumuntern, zu motivieren. Am Ende des zweiten Weltkriegs erscheint ihm vor allem der Sport ein geeignetes Medium, um Depression und Mangel aufzufangen und einen neuen Weg Richtung Zukunft zu weisen.

 

Die 50er Jahre

 

Anfang der 50er Jahre beginnt ONITSUKA TIGER, sich auf dem US-Markt zuetablieren. Einer der ersten Händler in den USA ist Phil Knight, der zuvor die Firma Blue Ribbon Sports gründete heute bekannt als NIKE.

 

Der erste große Erfolg stellt sich 1951 ein, als der Boston Marathon von einem Athleten gewonnen wird, der TIGER-Laufschuhe trägt. Und auch der Indoor- Bereich verzeichnet in Form des ersten ONITSUKA-Basketball-Schuhs einen spektakulären Durchbruch. Sohlenprofile mit Saugnapf-Funktion, die für mehr Bodenkontakt sorgen – so etwas hatte die Welt bis dato noch nicht gesehen. Der Erfinder erinnert sich: „Es war Sommer und meine Mutter hatte einen japanischen Gurkensalat gemacht. Plötzlich sah ich darin etwas Schwarzes. ,Was ist denn das?’, fragte ich mich. Das schwarze Etwas war ein Tintenfisch-Fuß. Als ich die Saugnäpfe sah, fiel der Groschen.“

 

Als 1956 die Olympischen Spiele in Melbourne stattfinden, nimmt Kihachiro Onitsuka diesen Anlass, um seine Firmenphilosophie zu formulieren, die seitdem unverändert Gültigkeit hat: All seine Schuhe sollen im Dialog mit den Sportlern entstehen. Bis heute ist es Onitsukas größtes Anliegen, die Sportwelt mit den bestmöglichen Produkten zu versorgen, die die sportlichen Leistungen verbessern und zur Gesunderhaltung von Körper und Geist beitragen.


Die 60er Jahre

 

Der Lohn dieser Einstellung: revolutionäre, technische Innovationen wie neue Gummikomponenten für Laufschuhe, die erstmals für Dämpfungseigenschaften sorgen. Oder: der erste Laufschuh mit „Luftkühlsystem“ – der MAGIC RUNNER – der 1960 konzipiert wird. Hatte die Sporttechnologie bis dahin auf die Bewegungseinschränkung im Fußbereich gesetzt, ist der Ansatz, den natürlichen Bewegungsablauf bestmöglich zu unterstützen, eine grundlegend neue Herangehensweise.

 

1964 gewinnt Marathon-Legende Abebe Bikila in einem TIGER-Modell Gold. Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom lief er ebenfalls als Erster über die Zielgerade – vollkommen barfuß. „Als ich den Äthiopier zum ersten Mal sah, lief er barfuß. Barfuß! Ich dachte, wenn es jeder Sportler Abebe nachmacht, dann können sich alle Schuhhersteller dieser Welt einen neuen Beruf suchen. So entschloss ich mich, Abebe dazu zu bringen, Schuhe zu tragen. Nicht so einfach, wie die an- schließende Diskussion mit dem Laufmythos zeigen sollte. Ich ver- sprach ihm, einen Schuh anzufertigen, bei dem er das Gefühl hat, barfuß zu laufen. Und dieses Versprechen habe ich gehalten.“

 

Zu diesem Zeitpunkt finden in Kobe bereits Fußvermessungen an 20.000 (siehe Foto) Sportlern statt, um bessere Leisten zu entwickeln, die die Passform der Schuhe optimieren sollen. Im Jahr 1964 gehen bei den Olympischen Spielen in Tokyo 46 Medaillen an TIGER-Athleten.

 

Drei Jahre später stellt der Australier Derek Clayton einen spektakulären Marathon-Weltrekord in 2:09:36 Stunden auf. Seine Schuhe sind bis dahin einmalig aus Nylon-Obermaterial gefertigt. Im gleichen Jahr erscheint der erste Schuhtest in RUNNER’S WORLD, dem heute größten Laufmagazin der Welt. TIGER stellt mit fünf Modellen die meisten Laufschuhe.

 

Die 70er Jahre

 

1970 wird TIGER zum ersten Mal die populärste Laufschuhmarke in den USA, der 70 Prozent der ambitionierten Läufer vertrauen. Seit den Olympischen Spielen in München 1972, wo 80 Prozent aller Volleyballer TIGER-Schuhe tragen, ist die Marke auch in Europa vertreten.

 

Bei den Olympischen Spielen 1976 läuft der Finne Lasse Viren in ONITSUKA TIGER zum Sieg. Während der Ehrenrunde, die er barfuß absolviert, hält er seine Schuhe in Siegerpose einem Millionenpublikum entgegen. Onitsuka: „Ich kann nicht in Worte fassen, wie glücklich ich war. Die ganze Nacht zuvor hatten wir noch Verbesserungen an seinen Schuhen vorgenommen – fünf Millimeter niedriger wollte er sie haben. Ich sagte: kein Problem. Unsere Arbeit war ein voller Erfolg.“ Ein Jahr später, also 1977, entsteht schließlich das Unternehmen in seiner heutigen Form aus der Fusion der Firmen ONITSUKA TIGER, GTO Sport Nets und Jelenk Sportswear. Die ONITSUKA-Philosophie lebt im Namen ASICS weiter.

 

ANIMA SANA IN CORPORE SANO – gesunder Geist in gesundem Körper. Onitsukas Begeisterung und Zielsetzung hat einen neuen Namen.

 

In den 70er Jahren entwickelt ASICS erstmals Sportschuhe, die sich speziell an den Bedürfnissen von Frauen orientieren. Zahlreiche Weltklasse-Sportlerinnen finden somit in ASICS Ausrüster und Wettkampfpartner.

 

Die 80er Jahre

 

Ab 1979 wird die ASICS Forschungsabteilung in Kobe zu einem Foschungslabor ausgebaut, das sich speziell mit der Analyse von Sportschuhen befasst. 1985 wird es das offizielle ASICS Forschungs- und Entwicklungszentrum (siehe Foto). Es folgen Richtung weisende Entwicklungen in der Sportschuhtechnologie, die heute zu absoluten Standards avanciert sind. Vom ASICS-GEL-Dämpfungs- system bis zu neuen Außensohledesigns, von Pronationsstützen bis zur Verwendung von druckgeschäumtem EVA und vielen anderen Details, die heute vom Thema Sportschuh nicht mehr zu trennen sind.

 

Die 90er Jahre

 

Die ASICS-Erfolgsgeschichte erlebt 1992 bei den Olympischen Spielen in Barcelona einen weiteren Höhepunkt, denn ASICS wird der erste offizielle Sportschuhsponsor in der Geschichte der Olympischen Spiele überhaupt.

 

Im Jahr 1994 stellt ASICS den Schuh vor, der eine Erfolgsgeschichte sondergleichen vor sich haben wird: den GEL-Kayano. Noch heute ist der Kayano der Running-Schuh, der die Maßstäbe in seiner Klasse immer wieder neu definiert.

 

1999 zeigt sich dann als weiteres Jahr der technischen Innovationen: SPEVA und das Impact Guidance System (kurz I.G.S.™) werden entwickelt und realisiert.

 

2000

 

Im neuen Jahrtausend werden die ASICS-Ziele keineswegs kleiner: Bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000 gewinnt Naoko Takahashi (siehe Foto) in ASICS beim Marathon die Goldmedaille. Bereits ein Jahr später stellt sie beim Berlin Marathon eine neue Weltbestzeit auf. Ein neues Weiten-System sorgt für noch bessere Passform in allen Schuhkategorien und die Umweltverantwortung wird klare Unternehmensrichtlinie. Alle ASICS-Produkte werden von nun an PVC-frei sein. Auch das ist einer Innovative I.G.S.™ Technologie der vielen Gründe dafür, dass ASICS heute ist, was es ist: der fünftgrößte Sportartikelhersteller der Welt mit über 300.000 Produkten im Programm und nach wie vor Schrittmacher und treibende Kraft in der weltweiten Sportschuh-Technologie, die durch unbezahlbare Erfahrung, technisches Können und die nahe Zusammenarbeit mit den Sportlern auch heute noch Geschichte schreibt.

 

2004

 

2004 feiert ASICS den zehnten Geburtstag des Schuhs, der nach wie vor Maßstäbe im Bereich Running-Schuhe setzt: des GEL-Kayano X. Außerdem vollzieht ASICS im Schuh- und Textilbereich mit dem neuartigen Konzept BIOMORPHIC einen Quantensprung. Das BIOMORPHIC-Konzept steht für eine innovative, absolut körpergerechte Produkt-Generation, bei der im Textilbereich vierdimensionale Schnitte zum Einsatz kommen, die Körperform, Bewegungsabläufe und die Elastizitätszonen der Haut berücksichtigen.

 

Als neues Technologie-Highlight wird das BIOMORPHIC-Konzept auch im Schuhbereich durch die Einarbeitung spezieller, hoch-flexibler Materialien umgesetzt, die die Druckbelastung und Hautirritation an besonders beanspruchten Stellen reduzieren und die Passform im Vergleich um 30 Prozent verbessern.

 

Beim olympischen Marathon in Athen sind ASICS-Athleten sowohl bei Männern als auch bei den Frauen siegreich. Mizuki Noguchi (Japan) und Stefano Baldini (Italien) schreiben Olympiageschichte und gewinnen Gold über die historischen 42,195 Kilometer von Marathon nach Athen.

 
 

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