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Sommer! Sonne! Sonnenbrand? - Der Irrtum mit Sonnencremes

12.08.11
Quelle: Dr. Michael Spitzbart

Wissenswertes über den „guten“ und den „bösen“ Hautkrebs

 

Hierzulande ziert sich die Sonne zwar, aber sie brennt in den klassischen Urlaubsländern.  Doch ein Sonnenbrand muss dennoch nicht sein. Dr. Michael Spitzbart, Arzt und Erfolgsautor, erklärt: Wie sinnvoll ist Sonnenschutz?

Mit jährlich 200 000 Neuerkrankungen nimmt der Hautkrebs in Deutschland leider drastisch zu. 24.000 Menschen davon erkranken am gefährlichen, schwarzen Hautkrebs, dem metastasierenden Melanom. Hier entarten Muttermale – häufig solche, die intensiver Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Der Hautarzt kann durch regelmäßige Kontrolluntersuchungen aller Muttermale potentielle Krebsentstehungen im Frühstadium erkennen. 176 000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich am weißen Hautkrebs, dem Basaliom. Den schneidet man heraus und der Mensch ist wieder gesund. Denn der metastasiert nicht.

Hautkrebs wird in erster Linie von der gefährlichen UVB-Strahlung verursacht – vor allem dann, wenn es durch die Strahlung bis zur Rötung  kommt, dem Sonnenbrand. Jeder hat schon einmal im Urlaub die „roten“ Engländer gesehen, die selten Sonnencremes verwenden. Wir sind da vernünftiger und cremen uns ein – dank Sonnenmilch mit immer stärkeren Lichtschutzfaktoren. Aber: Sonnenmilch kann auch selbst Hautkrebs verursachen! Die drei enthaltenen UV-Filter (Anm. d. Red.: Octylmethoxycinnamat, Benzophenon-3 und Octocrylen) können in der Tiefe der Haut hochreaktive Sauerstoffverbindungen produzieren, die genau wie die Sonnenstrahlen selbst das Erbgut der Zellen schädigen können.


Kleidung ist der beste Schutz


Deshalb: Praller Mittagssonne sollte man sich nie aussetzen. Von 11 bis 3 sonnenfrei – so lautet die Faustformel der Dermatologen. Wer im Sommer durch die Berge wandert, sollte lichte, sonnenschützende Bekleidung und eine Kopfbedeckung mitnehmen. Und auch in den Tropen gilt: Selbst wenn man im Schatten liegt, können exponierte Hautstellung eine Überdosis UV-Strahlung abbekommen. Generell sollte man sich im Urlaub immer ein Beispiel an der einheimischen Bevölkerung nehmen. Einen Tuareg werden Sie z. B. selten in der Badehose auf seinem Kamel durch die Wüste reiten sehen. Die wissen nämlich, was gesund ist...


Der Sonnenschutz von „innen“


Zusätzlich kann man sich von innen schützen, z.B. durch Betacarotin, reichlich vorhanden in Mohrrüben. Dieser Farbstoff wandert direkt in die Haut und entschärft von vorneherein 40% der schädlichen UVB-Strahlung. In ausreichender Dosis bietet auch Selen zusätzlichen Schutz. 

Man darf aber nicht vergessen, dass wir Sonnenstrahlen dringend zum Leben brauchen. Bei vielen Patienten messe ich während der Wintermonate einen erheblich Mangel an Vitamin D, welches ohne Sonneneinstrahlung nicht in unserer Haut gebildet werden kann. Bei absoluten Sonnenmuffeln misst man diese Defizite sogar im Sommer! Und das begünstigt nicht nur die Osteoporose, sondern auch die koronare Herzkrankheit, Rheuma, Diabetes bis hin zu Depressionen und Krebserkrankungen.

Wie immer im Leben macht die Dosis das Gift, und ein leichter Urlaubs-Teint darf durchaus sein!

Anm. d. Red.: Dr. Michael Spitzbart ist praktizierender Arzt in Bad Aibling und Autor mehrerer Sachbücher ( www.drspitzbart.de)

 
 

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