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Trailrunner und Marathonläufer mit Durchblick

20.06.14
Quelle: Klaus Duwe

Die Zeiten für Brillenträger sind besser geworden. Mit „Brillenschlange“ oder „Blindschleiche“ wird niemand mehr beschimpft. Und an den Macho-Spruch „Mein letzter Wille, eine Frau mit Brille“ erinnert sich außer mir wohl kaum noch jemand.

Ich erinnere mich auch noch an meine Großmutter, die nur „Mama“ genannt werden wollte und mit 85 noch gucken konnte wie ein Adler. Die warnte mich: „Wer mit 20 schon eine Brille braucht, sieht mit 60 gar nichts mehr.“ Sie wollte keine Schwiegerenkelin mit Brille, hat sie aber gekriegt.

Wie gesagt, die Zeiten sind besser geworden. Spätestens als die Modedesigner entdeckten, dass man mit Brillen ein ähnlich gutes Geschäft wie mit Parfüm machen kann, sind sie längst nicht Sehhilfe allein, sondern modisches Accessoire, auf das manche auch ohne medizinische Notwendigkeit nicht verzichten. Und jetzt, wo die Sonnenstunden wieder mehr werden, ist „oben ohne“ sowieso out. Ohne Sonnenbrille auf der Nase oder im Haar geht keine Frau mehr auf die Straße.


Das Problem


Nicht ganz so einfach ist die Entscheidung für Läuferinnen und Läufer. Natürlich, es gibt tausende schicke Sportbillen und das auch noch in jeder Preislage. Schwieriger wird die Sache erst, wenn es eine Sportbrille in Sehstärke sein soll.

Mein erstes derartiges Exemplar hatte einen eingeschliffenen Clip, den man hinter die dunklen Gläser klemmte. Als ich den beim Berlin Marathon an einer Verpflegungsstelle reinigen wollte, wurde ich angerempelt, der Clip fiel runter und drei Läufer liefen drüber. Den Rest der Strecke habe ich als „Blindschleiche“ erledigt.

Bei meiner zweiten Sportbrille war das umgekehrt. Die (klaren) Gläser waren eingeschliffen und von vorne konnte man in verschiedenen Farben Kunststoffgläser anbringen. Als es bei einem Lauf in die Abendstunden ging und ich auch ohne dunkle Gläser kaum noch was sah, musste ich mit meinen angeschwollenen Fingern die Dinger runter fummeln und verstauen. Ziemlich unpraktisch. Ich lief eine ganze Zeit mit einer „normalen“ Brille und suchte immer wieder nach „meiner idealen Sportbrille“: Gleitsicht, selbsttönend, schick und zweckmäßig.

Der interessierte Nichtbrillenträger wird sich vielleicht fragen, weshalb ich keine Kontaktlinsen in Betracht ziehe. Nun, mit Kontaktlinsen können nicht alle Sehschwächen ausgeglichen werden, so z. B.  nicht die meinigen. Unabhängig davon sind Kontaktlinsen aber bei allen Ausdauersportarten problematisch. Es kann zu Entzündungen kommen, weil die Augen zu trocken werden und/oder Schweiß in die Augen kommt. Dazu kommt, dass man zumindest bei intensivem Sonnenlicht eine Sonnenbrille tragen sollte. Kontaktlinsen und Sonnenbrille also? Dann lieber ein komplettes Teil.

 
„Meine ideale Sportbrille“: Gleitsicht, selbsttönend, schick und zweckmäßig.
© Gloryfy


Die Lösung


Letztes Jahr in Würzburg, ich schlendere über die Marathon-Messe und trete ausgerechnet vor dem Stand eines Optikers beinahe auf eine am Boden liegende Sonnenbrille. Ich will sie aufheben, denn der nächste Besucher tritt ganz bestimmt drauf. „Soll er doch“, sagt der Optiker. Naja, so kann man auch Geschäfte machen. Aber die Brille hatte mein Interesse geweckt. Dazu war sie in Orange, was ja meine Firmenfarbe ist.

Dietmar Werner heißt der Optiker. Der Mann textet mich zu, erzählt was von absolut unzerbrechlicher Fassung und ebensolchen Gläsern, tritt begeistert auf die Brille und hebt sie unversehrt auf. Ich sehe es ihm an, er will Applaus. Nix da. „Ok, ich brauche aber keine Sonnenbrille, sondern eine Sportbrille in meiner Sehstärke.“ Der Mann ist nicht zu erschüttern. „Kein Problem“. „Aber Gleitsicht!“ „Kein Problem“. „Und selbsttönend?“ „Kein Problem“. „Gekauft“, sage ich. Nach dem Preis frage ich nicht. Als Fehler erweist sich das nicht,  ich hatte mit mehr gerechnet. 

 „Gloryfy“ heißt das Brillenwunder und kommt aus Österreich und Dietmar Walter sitzt mit seiner Firma Klingentor-Optik in Ochsenfurt. "Klein Problem", sage diesmal ich und vereinbare auf der Stelle einen Termin. Denn der neue Optiker meines Vertrauens erweist sich als Spezialist für Sportbrillen und Kontaktlinsen mit Kundschaft im ganzen Land, darunter auch prominente Spitzensportlerinnen und –sportler.


Der Tipp


Nun weiß ich ja aus einer Umfrage, dass 74 % der M4Y-Leserinnen und Leser eine Sehhilfe benötigen. Bestimmt sind welche darunter, die für’s Laufen noch nicht ihre ideale Lösung gefunden haben. Ich habe meine „Gloryfy“ mit allen Schikanen nun fast ein Jahr und bin noch immer so begeistert, dass ich es wage, nicht nur das Produkt, sondern auch gleich noch den Optiker zu empfehlen.

 

Link zu Klingentor-Optik


Link zu Gloryfy

 

 
 

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