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Trail- oder Straßenlaufschuhe?

13.03.14
Quelle: Franky Freerunner

Was unterscheidet Trailrunningschuhe von Straßenlaufschuhen und warum braucht man überhaupt unterschiedliche Laufschuhe? Ganz einfach: Weil auch ein Rennwagen mit Slicks auf die Rennstrecke geht und ein Geländewagen mit Profilrädern im Gelände unterwegs ist.

Beim Trailrunning bewegt man sich in der Natur auf  Forstwegen und schmalen Pfaden mit unterschiedlichem Untergrund. Dort kann es nass, schlammig, steinig und verwurzelt sein. Eben und flach ist es nie. Der Schuh muss dem Läufer daher einen sehr guten Halt und Stabilität geben. Dies geschieht mit einer profilierten Sohle. Diese ist grob mit tieferen Einschnitten als beim Straßenlaufschuh und ähnelt dem Stollenprofil eines Winterreifen.

 
Straßenlauf
© marathon4you.de

Die Gummimischung ist speziell auf die Anforderungen im Gelände abgestimmt und stammt neuerdings sogar von namhaften Reifenherstellern (z. B. Goodyear, Continental).  Man hat so eine bessere Kontaktfläche zum Boden und das Profil "greift" besser in den Untergrund. Sie ist zudem weicher als bei Straßenlaufschuhen. Bodenteile wie Schlamm oder Matsch können sich durch die Profilierung nicht so leicht in der Sohle festsetzen.

Die Dämpfung in der Zwischensohle ist anders ausgebaut als bei einem Straßenlaufschuh. Man soll den Untergrund mit den Füßen "fühlen", um besser laufen zu können. Der Trailschuh muss trotz den Anforderungen an die Sohle flexibel sein, um dem Fuß die nötige Unterstützung beim Laufen zu geben. Eine zu große Dämpfung und somit ein höherer Schuhaufbau macht das Laufen eher schwammig auf losem Boden.

 
Trailrunning
© marathon4you.de

Ein Trailschuh ist stabiler als ein Straßenlaufschuh gebaut. Es werden keine leichten Meshstoffe verwendet sondern eher dichteres und meist wasserabweisendes oder wasserdichtes Material. Im Voderbereich sind oft spezielle Kappen zum Schutz der Zehen eingearbeitet. Sehr oft ist auch die Schnürung des Schuhs den erhöhten Anforderungen beim Trailrunning angepasst. Die Schnürsenkel verschwinden z. B. in einer integrierten Tasche auf der "Zunge" um das einfädeln bei Sträuchern oder Gebüschen zu verhindern.

Man hat mit einem Trailrunningschuh kein Leichtgewicht an den Füßen. Der Schuh soll dem Läufer vielmehr Halt und Schutz im unwegsamen Gelände bieten. Die Laufbewegungen sind nicht so monoton wie beim Straßenlauf. Ein Trailrunner muß ständig seine Schrittlänge variieren, Unebenheiten ausgleichen. Beim Auf- und Abwärtslaufen darf der Fuß im Schuh nicht rutschen. Er braucht eine sichere und feste Verbindung mit dem Boden, um die Kräfte besser zu nutzen oder abzufangen.

Es ist also aus vielerlei Gründen zu empfehlen, bei anspruchsvollen Landschafts- oder Bergmarathons, vor allem aber auf Trails mit speziellen Schuhen zu laufen. Zur eigenen Sicherheit und für ungetrübten Laufgenuss. 

 
 

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