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Umsetzungs-Kompetenz

17.04.12
Quelle: Andreas Butz

In meiner Verwandtschaft habe ich eine Frau, sie liebt es mit mir über gesunde Ernährung zu diskutieren. Sie hat eine Auswahl an Kochbüchern, die es mit mancher Stadtbibliothek aufnehmen kann.

Aber nicht nur das, sie schneidet sich auch aus allen Frauenzeitungen und Magazinen die Rezepte raus und legt sie ordentlich im Ringordnern ab. Thematisch sortiert nach Vegetarische Küche, Asiatische Küche, Mediterrane Küche und was weiß ich. Sie weiß vieles über gesättigte und ungesättigte Fettsäuren, über tierische und pflanzliche Eiweiße, über kurz- und langkettige Kohlenhydrate. Sie liebt es mit mir darüber zu sprechen. Und erstaunlicherweise sind wir uns in fast allen Punkten einig. Doch alles wissen nutzt ihr nichts, denn hier fehlt eine entscheidende Qualifikation: die Umsetzungskompetenz. Sie hat einen BMI von 31. Ab 30 gilt man als fettleibig, adipös. Sie kann das Wissen im Kopf nicht in Taten an der Ladentheke umsetzen.

 
© marathon4you.de

Bereits beim Einkaufen scheitert sie und kauft genau die Dinge, von denen sie weiß, dass sie ihr nicht gut tun. Und wie soll man gesunde Speisen zubereiten, wenn man nur ungesunde Zutaten in der Speisekammer findet? Aber nicht nur das, sie kauft auch diese süßen, salzigen und supermegafetten Naschereien ein, vor denen sie am Vorabend noch gewarnt hat. Was dieser herzallerliebsten Dame fehlt ist schlichtweg eines: Umsetzungskompetenz.

Von meinem Lauftreff weiß ich ganz ähnliche Geschichten zu erzählen. Es gibt nichts Herrlicheres beim Lauftreff, als über sein Hobby ausgiebig zu plaudern. Auf welchem Wettkampf warst du? Wie ist es dir dort ergangen? Welche neuen Laufschuhe trägst du? Was gestaltetest du eigentlich dein Training? Wie wird man schneller, ausdauernder, schlanker?

Beim Lauftreff sind alle mit mir einig, dass abwechslungsreiches Training der wichtigste Schlüssel zum Erfolg ist. Das heißt, wenn man schon mindestens dreimal in der Woche trainiert, dann sollte man auch dreimal einen anderen Reiz setzen. Zum Beispiel einmal pro Woche lang und sehr langsam laufen, einmal zügig laufen und beim dritten wöchentlichen Training ein Tempowechselspiel machen. So bekommt der Körper dreimal einen anderen Reiz, auf die er jeweils mit Anpassung reagieren kann. Und diese Anpassung bedeutet nichts anderes als Leistungsverbesserung. Dreimal den gleichen Reiz hingegen führt irgendwann nur noch zu Stagnation. Dreimal schnell pro Woche kann sogar für Übertraining und Verletzungen sorgen.

Dennoch schaffen es viele meiner Lauffreundinnen und Lauffreunde nicht, dieses Wissen auch im Training umzusetzen. Ja, sie laufen dreimal pro Woche. Aber immer in ihren so genannten „Wohlfühltempo“. Langsamer Laufen macht ihnen keinen Spaß. Schneller Laufen ist ihnen zu hart. Aber beim nächsten Lauftreff, übrigens jeden Mittwoch mit mir ab 18:30 Uhr in Euskirchen kostenfrei möglich, sind wir uns alle wieder einig, wie wichtig Abwechslung für den Trainingserfolg ist.

Was nützt es wenn man das Wissen über Training und Ernährung im Regal stehen hat, hier bei marathon4you.de nachliest, aber es nicht schafft das so gewonnene Know-how in eigene Taten umzusetzen? Wenn auch Du dich in diesen Zeilen wieder erkennst, dann mache es ab sofort besser. Hole dir nicht nur neue Impulse, sondern setze sie auch um.

In diesem Sinne wünsche ich weiterhin viel Freude und Erfolg beim Laufen,
Andreas Butz

www.laufcampus.com

 
 

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