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Laufberichte

Perfektes Timing

17.10.10
Autor: Olaf Ulmer

Auf leicht welligen, aber stets gut zu laufendem Terrain erreichten wir Gronau, wo wir von einem Moderator in der Bütt lautstark begrüßt wurden. Auch hier war die Stimmung am Überkochen. Wir liefen auf einem Feldweg vorbei an Schmidhausen zum vorerst nördlichsten Punkt der Strecke. Eine kleine Schleife führte uns wieder südwärts nach Schmidhausen.

Kurz vor Gronau machte die Strecke eine Rechtskurve und brachte uns wieder Richtung Norden nach Beilstein, wo wir wenig später zum endgültig nördlichsten Punkt der Strecke kamen. Da hier für ein kurzes Stück Begegnungsverkehr herrschte, konnte ich einige Läufer, die mir entgegenkamen, ablichten.
Wieder auf dem Weg in Richtung Süden liefen wir durch Beilstein hindurch und erreichten kurz darauf wieder Oberstenfeld.

Schon zu diesem frühen Zeitpunkt konnte der eine oder andere Läufer unser gleichmäßiges Tempo nicht mehr mitgehen und musste abreißen lassen.
Für die Halbmarathonis brachen die letzten drei Kilometer an, als wir Oberstenfeld verließen und in Richtung Großbottwar liefen. 500 Meter vor dem Ziel stieß die Süd- auf die Nordschleife. Wir erreichten den Zielbereich, die Halbmarathonis hatten es bereits geschafft. Wir hingegen hatten noch weitere 21,1 Kilometer auf der Südschleife vor uns.

Ein kurzer Schwenk durch die schöne Altstadt von Großbottwar und am Rathaus vorbei brachte uns auf eine Begegnungsstrecke nach Kleinbottwar. Der etwas winklige Verlauf der Strecke schadete unserem Tempo und unserer Stimmung nicht. Von vielen Zuschauern am Streckenrand angefeuert, verließen wir kurze Zeit später Kleinbottwar.

Auf der Straße nach Steinheim begegnete uns bereits die spätere Siegerin Nicole Benning. In Steinheim war dann auch der Wendepunkt für die Dreiviertel-Marathonis, die seither mit uns die Strecke teilten. Nach einem Rechtsschwenk verließen wir die Begegnungsstrecke.

Nach und nach sammelten wir immer mehr Läufer ein und trotz aufmunternder Worte waren nur noch wenige in der Lage, unserem Tempo zu folgen. Wir ließen Steinheim hinter uns und machten einen kurzen Abstecher nach Murr. Es ging am Ortsrand entlang und beim Sonnenhof zum westlichsten Teil der Strecke. Kurz zuvor nahm sich Peter eine kurze Auszeit und ich übernahm vorübergehend die Pace. An der Verpflegungsstelle bei Kilometer 30 merkte ich, dass das kleine Grüppchen, welches immer noch mithielt, auseinanderfiel. Nur zwei/drei tapfere Läufer konnten noch mitgehen. Ich versuchte, etwas langsamer laufend, die anderen zu ermutigen, doch noch aufzuschließen und mitzugehen. Vergeblich.

In einer großen Schleife kamen wir anschließend wieder nach Murr, wo die Zuschauer noch immer begeistert feierten. Auf dem Rückweg begegneten wir den Nordic Walkern, die dieses Jahr später auf die Strecke gelassen wurden. Durch diese Maßnahme gab es im Gegensatz zum letztjährigen Marathon keinen Engpass in Steinheim und Kleinbottwar.

Während Peter natürlich stur sein anvisiertes Tempo lief und versuchte, den einen und anderen Läufer einzusammeln und noch zum Mitlaufen zu motivieren, gab ich die letzten zwei Kilometer noch einmal Vollgas.

Im Ziel angekommen, beglückwünschte mich auch gleich der Moderator und ließ es sich nicht nehmen, ein Finisher-Bild von mir zu schießen. Kurz darauf überquerte auch Peter in 4:29:30 h die Zeitmessmatten. Perfektes Timing.

Es gab eine wunderschöne Medaille für alle, für die Frauen zusätzlich eine Rose. Als weitere Belohnung gab es leckeres alkoholfreies Weißbier aus Distelhausen. Die Duschen im Duschtruck waren sehr gepflegt und warm, man mochte gar nicht mehr aus dem warmen Duschbereich ins kalte Umkleidezelt gehen.

Mein Fazit:
Der Bottwartal-Marathon ist hervorragend organisiert. Von der Anmeldung bis zur Startnummern-Ausgabe lief alles problemlos ab. An den zahlreichen Verpflegungsstellen gab es Wasser, Tee, Iso, Bananen und Energieriegel. Später auch Cola.

Im Ziel gab es zusätzlich noch alkoholfreies Weißbier, Hefezopf, Äpfel, Brezeln und Joghurt-Drinks.

Mein Dank gilt den Organisatoren, den zahlreichen Helfern und Vereinen, der Polizei und den Feuerwehren für die Streckensperrungen und auch den Sanitätskräften, die hoffentlich einen geruhsamen Sonntag verleben konnten. Danken möchte ich auch den Zuschauern, die  trotz der frischen Temperaturen zahlreich an der Strecke waren und jeden Läufer anfeuerten.

Den Stimmungswettbewerb der Gemeinden hatte übrigens die Gemeinde Gronau gewonnen.

Marathonsieger

Männer

1 Kosgei, Titus Kipchumga (KEN)  SSV Ulm/TherapieReha Siegele 02:22:05
2 Masai, Ben (KEN)  SSV Ulm/ TherapieReha Siegele 02:33:55
3 Frank, Christian (DEU)  Stuttgart 21/1 02:37:48

Frauen

1 Benning, Nicole (DEU)  EK Schwaikheim 03:07:54
2 Kuebler, Martina (DEU)    03:17:26
3 Altenbeck, Melanie (DEU)    03:19:35

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Informationen: Bottwartal-Marathon
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