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Laufberichte

Laufend durch die Fränkische Schweiz

06.09.09
Autor: Olaf Ulmer

Bereits zum zehnten Mal lud heuer das Kultur- und Sportamt des Landkreises Forchheim zum Fränkische Schweiz-Marathon.

Die Fränkische Schweiz liegt im Bundesland Bayern zwischen Bamberg, Bayreuth und Nürnberg und ist berühmt für seine fast 1000 Höhlen, der höchsten Brauereidichte und der romantischen Burgenlandschaft. Das Einzugsgebiet der Wiesent ist das eigentliche Gebiet der fränkischen Schweiz mit so bekannten Orten wie Pottenstein, Muggendorf, Gößweinstein, Ebermannstadt und Streitberg. Die Benennung „Schweiz“ stammt aus dem 19. Jahrhundert, als Landschaften mit Bergen und Tälern gerne als Schweiz bezeichnet wurden, wie z.B. Sächsische Schweiz oder Holsteinische Schweiz.

Wir reisten bereits am Freitag an, da wir noch ein paar schöne Tage vor und nach dem Lauf in dieser wunderschönen Gegend genießen wollten. Am Samstag holte ich meine Startnummer im Veranstaltungssaal des Hotels Sonne in Ebermannstadt  ab. Im Kleiderbeutel gab es mit der Startnummer noch einen Gutschein für die Nudelparty, Schwamm, Funktionsshirt und Shampoo. Mit dem Gutschein in der Hand ging es dann zur Nudelparty auf den Marktplatz.

Da für den Marathon die Bundesstraße 470 ab 7 Uhr zwischen dem Startort Forchheim und Pottenstein voll gesperrt wurde, mussten wir uns rechtzeitig auf den Weg machen, um im Zielort Ebermannstadt unser Auto abstellen zu können. Nach dem Frühstück fuhr ich mit einem der zahlreich bereitstehenden Shuttle-Busen zum Start ins 13 Kilometer entfernte Forchheim. Das Gepäck konnte ich mitnehmen und mich so erst kurz vor dem Start von den wärmenden Sachen trennen, da ein Gepäcktransport-Service die Kleiderbeutel und Taschen der Läufer zum Zielort nach Ebermannstadt brachte.

 
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Es war noch relativ frisch, die Sonne verbarg sich noch hinter Hochnebel und Wolken. Vor den Läufern wurden die Inliner und Rennrollstuhl-Fahrer auf die Reise geschickt und ich nutzte die Gelegenheit, ein paar Bilder zu machen, während im Hintergrund die Bayrische Hymne abgespielt wurde. Ich war erstaunt, dass etliche Zuschauer den Text der Hymne mitsingen konnten. Ich kenne meine Landeshymne (die Württembergische) nämlich nicht. Shame on me.

Schon Tradition hat, dass die Läufer vom Team Bittel sich als Zugläufer zur Verfügung stellen. Allen voran Erwin Bittel für die 3:30h. Kurz vor dem Start hatte ich noch einen kleinen Plausch mit Thomas Schmidtkonz, der in doppelter Funktion unterwegs war. Zum Einen als Zugläufer für 4:45h und zum Zweiten als laufender Reporter.

Um Punkt neun erfolgte der Startschuss. Gemeinsam mit uns Marathonis machten sich die 16 Kilometer-Läufer und die Team-Marathon-Läufer auf den Weg, wobei der erste Läufer eines Teams beim Team-Marathon 16 Kilometer und der zweite dann dann 26 Kilometer absolvieren muss.

 
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Die ersten drei Kilometer wurden wir durch Forchheim geleitet, bevor es auf die Bundesstraße B470 ging, die wir bis zum Ziel in Ebermannstadt nicht mehr verlassen sollten.

Auf flacher oder kaum spürbar steigender Strecke liefen wir nach Ebermannstadt. Ein kleiner Anstieg kurz vor dem Ziel verlangte einigen der Team- und 16 Kilometer-Läufer die letzten Kraftreserven ab.  Mit dem einen und anderen Spruch versuchte ich, diese Läufer noch zu motivieren und zu einem Endspurt zu bewegen.

Während der Großteil des Läuferfeldes hier im Ziel war bzw. den Staffelstab weiterreichte, liefen wir Marathonis durch den Zielbogen weiter in Richtung Wendepunkt an der Sachsenmühle.

Nach dem Ortsausgang von Ebermannstadt erwartete uns eine erste nennenswerte Welle, die dennoch gut zu laufen war, so dass sich der Zeitverlust in Grenzen hielt.

In Streitberg wurden wir von einer brasilianischen Samba-Gruppe mit Tänzerinnen und einem lautstarken Moderator empfangen. Da ich im Deutschland-Trikot unterwegs war, begrüßte mich dieser gleich mal als Lukas Podolski.

Immer noch leicht an Höhe gewinnend, ging es vorbei an der Ruine Neideck nach Muggendorf. Hier kamen uns die ersten Läufer des Marathons und des Team-Marathons entgegen.

 
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Allmählich kam die Sonne immer mehr durch die Wolkendecke und sorgte für steigende Temperaturen. Trotzdem wurde es nicht zu warm, so dass das Laufvergnügen bis zum Schluss durch nichts getrübt wurde.

An der Sachsenmühle bei Kilometer 29 war der Wendepunkt des Marathons. Zwei Moderatoren begrüßten jeden Läufer persönlich mit Namen und Verein. Eine Musikkapelle sorgte für die entsprechende Stimmung. Nach dem Überlaufen der Zeitnahme-Matten nahm ich die letzten dreizehn Kilometer unter meine Füße. Derweil kam mir ein jonglierender Läufer entgegen. Er jonglierte tatsächlich mit drei, teilweise vier Bällen, während er lief.

 
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Bei Kilometer 37 erwartete uns an der Verpflegungsstelle ein besonderes Highlight. Eigentlich wollte ich hier weiterlaufen, aber neben Wasser, Iso und Cola gab es noch ein alkoholfreies Weißbier. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen, nahm kurz den Laufschritt raus und ließ das Hopfengebräu genüsslich durch meine Kehle laufen. So gestärkt konnten die letzten fünf Kilometer kommen.

In Streitberg wartete wieder der lautstarke Moderator. Nach der Begrüßung als „Poldi“ gab es gleich noch ein High-Five hinterher. Noch zwei kleinere Wellen und es war geschafft. Auf der letzten Welle hatten einige zu kämpfen und ich betätigte mich wieder einmal als Motivator.

Kurz vor dem Ziel empfing uns ein Spalier aus Cheerleadern. Ich ließ es mir nicht nehmen und stimmte LaOla an, welche die gesamte Truppe mitmachte. Im Ziel gab es dann noch eine schöne Medaille und  als Verpflegung neben Wasser, Cola, Iso auch wieder das alkoholfreie Weißbier.

Mein Fazit: Der Fränkische Schweiz-Marathon ist hervorragend organisiert. Zahlreiche Verpflegungsstellen (über zehn) versorgten die Läufer mit Wasser, Iso, Bananen, später Cola und Alkoholfreiem Weißbier.

Neben den bereits beschriebenen Läufen am Sonntag fanden am Samstag noch diverse Kinder- und Schülerläufe sowie ein Nordic-Walking-Wettbewerb statt. Also ein Laufevent für die ganze Familie. Dreh- und Angelpunkt war das Hotel Sonne und der davor liegende Marktplatz mit einer kleinen Marathon-Messe. Für persönliche Bestzeiten eignet sich der Marathon nur sehr bedingt, da die kleineren Wellen und das bis zum Wendepunkt leicht ansteigende Profil das Tempo etwas bremsen.

Marathon-Neulinge oder Läufer mit wenig Erfahrung müssen aufpassen, dass sie gerade beim Start nicht von den schneller loslaufenden 16 KM-Läufern oder den Team-Läufern mitgerissen werden und zu schnell angehen.

Mein Dank gilt allen freiwilligen Helfern, den Feuerwehren, dem THW, den Sanitätskräften und der Polizei für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Die Zuschauer in den Ortschaften feuerten die Läufer unentwegt an. Das Wiesenttal ist eine Reise wert, ich komme wieder.

Marathonsieger

Männer

1 Wasilewski, Marek (POL)   02:32:01 
2 Diehl, Marco (GER)  TSV Friedberg-Fauerbach 02:32:52 
3 Stadter, Norbert (GER)  TS Herzogenaurach 02:39:27

Frauen

1 Scheu, Eva (GER)  Team Bock e.V. 03:07:20 
2 Hüttner, Silvia (GER) LG Bamberg 03:13:58 
3 Scadewell, Andrea (GER)  Team Icehouse 03:17:00

 

Informationen: Fränkische Schweiz Marathon
Veranstalter-WebsiteE-MailErgebnislisteHotelangeboteOnlinewetterGoogle/Routenplaner

 

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