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Es werden spannende Rennen erwartet

25.10.19
Quelle: Pressemitteilung

Mainova Frankfurt Marathon strebt bei seiner 38. Auflage im Frauen-Rennen Zeit unter 2:20 Stunden an / Starkes Männer-Elitefeld / Lokalmatadorin Katharina Steinruck in Topform / Der Frankfurter Homiyu Tesfaje mit Potential zu überraschen / Rund 26.000 Teilnehmer aus 110 Nationen am Start

Die erste Siegerin in einer Zeit unter 2:20 Stunden, die Verbesserung des Masters-Weltrekords, das Erreichen der Olympianormen für Tokio: Die Topathleten des Mainova Frankfurt Marathon haben am Sonntag große Ziele. Die 38. Auflage des Laufklassikers am Main bewegt an diesem Wochenende rund 26.000 Teilnehmer aus 110 Nationen, davon etwa 14.000 auf der klassischen 42,195-Kilometer-Strecke. Die Veranstaltung zählt zu den Gold Label-Rennen des Internationalen Leichtathletik-Verbandes (IAAF), der höchsten Kategorie im internationalen Laufsport.

„Wir haben ein sehr interessantes Feld zusammengestellt, ich erwarte tolle Rennen. Dabei können auch Debütanten überraschen. Die Wettervorhersage ist gut - vor allem haben wir im Gegensatz zu den letzten Jahren dieses Mal offenbar kein Windproblem. Bei den Frauen geht es um die erste Zeit in Frankfurt unterhalb der 2:20-Barriere“, sagt Renndirektor Jo Schindler bei der Pre-Race-Pressekonferenz. „Für mich gehören Spitzensport und Breitensport in einer Marathonveranstaltung zusammen Wir wollen den Spitzensport als besondere Würze dabeihaben.“

Frankfurts Stadträtin Albina Nazarenus-Vetter geht mit besonderer Vorfreude das sportliche Großevent heran, denn sie wird selbst starten und ihren ersten Marathon laufen: „Das Event ist gespickt mit spektakulären Momenten. Alle in der Stadt sind in einer freudigen Erwartung. Man merkt dieses Knistern. Das Einlaufen in der Festhalle ist Gänsehaupt pur. Wir sind stolz darauf, Gastgeber für den ältesten deutschen Stadtmarathon sein zu dürfen. Gastfreundschaft gehört zu unserer DNA. Der Marathon ist ein Vorbild für den Breitensport. Spitzenläufer ziehen die breite Masse an, die noch mehr für ihre Gesundheit tun wollen. Besonders freut es mich, dass der Mainova Frankfurt Marathon mit zahlreichen Maßnahmen auch ein Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit ist.“

Ferdinand Huhle, Leiter der Konzernkommunikation von Titelsponsor Mainova: „Die Vorfreude ist groß. Wir leben den Marathon auch im Unternehmen. 250 Läuferinnen und Läufer sind vom ‚Team Mainova‘ unterwegs. Die Veranstaltung hat große Strahlkraft weit über Frankfurt hinaus entwickelt. Wir bringen Ideen und Themen ein, um die Veranstaltung zu fördern, auch beim Thema Nachhaltigkeit. Sportgroßveranstaltungen sind ohne Umweltbelastung nicht durchzuführen. Aber wenn man von vornherein den Umweltgedanken einbindet, auch mit allen Partnern und uns als Energieversorger, dann ist das vorbildlich.“

 

Angriff auf die Barriere von 2:20 Stunden


Die spitzensportliche Aufstellung verspricht spannende Rennen mit der Aussicht auf Weltklasseleistungen. Die Israelin Lonah Salpeter, die kenianischer Abstammung ist, ist mit ihrer Bestzeit von 2:19:46 Stunden die schnellste Läuferin, die jemals auf der Startliste des Mainova Frankfurt Marathon stand. Sie führt ein Feld von mehreren Läuferinnen an, die allesamt das Potenzial haben, mit einem Streckenrekord oder sogar einer 2:19er-Marathonzeit das Publikum in der Frankfurter Festhalle zu begeistern. Titelverteidigerin Meskerem Assefa (Äthiopien), die 2018 den Streckenrekord auf 2:20:36 verbesserte, ist ebenso bereit für ein schnelles Rennen wie Valary Aiyabei (Kenia/2:20:53), die unter 2:20 laufen will, sowie Bedatu Hirpa (Äthiopien/2:21:32), die im vergangenen Jahr in Frankfurt bereits Dritte war. Eine starke Leistung darf man Megertu Kebede (Äthiopien/2:22:52) zutrauen. Die Siegerin des Rom-Marathons will die erste Rennhälfte in ambitionierten 69:00 Minuten anlaufen. „Die Läuferinnen sind in Top-Form und wir dürfen gespannt sein. Das Motto muss lauten, Vernunft walten zu lassen, um am Anfang nicht zu überpacen“, so der Sportliche Leiter Christoph Kopp, der das starke Elitefeld zusammengestellt hat.

 

 

Lonah Salpeter, die sich erst kurzfristig für einen Start in Frankfurt entschieden hat, bringt viel Spannung in das Elitefeld und stärkt die Hoffnung, das am Main die im Frauenrennen die Schallmauer von 2:20 Stunden gebrochen werden kann. Sie ist mit ihrer im Mai in Prag aufgestellten Bestzeit die drittschnellste Europäerin aller Zeiten hinter der Britin Paula Radcliffe (2:15:25) und der Deutschen Irina Mikitenko (2:19:19). In der Leichtathletik zählt der israelische Verband zu Europa.

Nachdem Lonah Salpeter bei den grenzwertigen Wetterbedingungen in Doha den WM-Marathon bei Kilometer 32 vorzeitig aufgegeben hatte, fühlt sie sich stark genug für den Mainova Frankfurt Marathon: „Es war nicht schwierig für mich, nach der WM wieder zu trainieren. Ich werde mein Bestes geben und dann sehen was dabei herauskommt.“

Im Rennen am Sonntag wird möglicherweise Megertu Kebede zunächst den Ton angeben. Die Äthiopierin hat am 15. September in Kopenhagen mit einer starken Halbmarathon-Bestzeit von 66:43 Minuten auf sich aufmerksam gemacht. Sie will die erste Hälfte in 69:00 Minuten anlaufen und sagt klar: „Ich traue mir eine Zeit unter 2:20 Stunden zu.“ Titelverteidigerin Meskerem Assefa sagt: „Ich bin stärker als letztes Jahr.“ Auch dahinter ist viel Klasse im Rennen mit Caroline Rotich (Bestzeit: 2:23:22) und ihrer kenianischen Landsfrau Sylvia Kibet (2:25:52). Kibet ist die Olympia-Dritte (2008) sowie zweifache Vize-Weltmeisterin (2009 und 2011) über 5000 Meter.

 

Kompaktes Spitzenfeld mit Junioren-
und Mastersweltrekordler


Bei den Männern führt Junioren-Weltrekordler Tsegaye Mekonnen aus Äthiopien mit Bestzeit von 2:04:32 Stunden das Feld an. Acht Läufer gehen mit persönlichen Rekorden von unter 2:08 Stunden an den Start, darunter der 43-jährige Masters-Weltrekordler Mark Kiptoo aus Kenia, der diese globale Bestzeit für Läufer über 40 Jahren in Frankfurt vor einem Jahr mit 2:07:50 aufgestellt hat und nun weiter steigern will. „Wenn die Bedingungen stimmen, ist es möglich für mich, meinen Weltrekord nochmals zu verbessern“, sagt er. Christoph Kopp erläutert: „Mark Kiptoo will das Tempo der Spitzengruppe mit Halbmarathondurchgangszeit 62:30 Minuten anlaufen. Er hat Routine, das auch umzusetzen. Er wird wohl nicht gewinnen, kann aber weit vorne mitmischen.“

 

 

Mit Dawit Wolde (2:06:18) – er ist der Ehemann von Titelverteidigerin Meskerem Assefa – seinen äthiopischen Landsleuten Fikre Tefera (2:06:27) und Tebalu Heyi (2:07:10) sowie den Kenianern Benard Kipyego (2:06:19) und Martin Kosgey (2:06:41) ist ein kompaktes Spitzenfeld am Start. Ein aktueller Neuzugang ist Daniele Meucci aus Italien, der Marathon-Europameister von 2014.

 

Olympianormen als Ziel für deutsche Läufer


Als stärkste Deutsche sind Katharina Steinruck (Eintracht Frankfurt), Marathon-Debütant Homiyu Tesfaye (Eintracht Frankfurt) und Frank Schauer (Tangermünder Elbdeichmarathon) im Rennen. Lokalmatadorin Steinruck will gemeinsam mit einer Gruppe europäischer Läuferinnen um die Britin Stephanie Twell (2:30:14) die Olympia-Norm von 2:29:30 und ihre Bestzeit deutlich unterbieten. Steinruck wird zum dritten Mal in Folge den Mainova Frankfurt-Marathon laufen. „Mein absolutes Ziel ist die Olympianorm. Über alles, was darunter ist, freue ich mich. Es ist großartig, in Frankfurt zu laufen, wo ich so viele Menschen und die Strecke kenne.“

Vieles spricht dafür, dass Katharina Steinruck in der bisher besten Form ihrer Karriere an den Start gehen wird. „Ich würde nicht sagen, dass ich in der Form meines Lebens bin - denn die soll erst noch kommen. Aber wenn ich die Trainingswerte vergleiche, gibt es einen deutlichen Fortschritt“, sagte die 30-jährige Läuferin, die seit rund 15 Jahren in Frankfurt lebt.

 

 

Auch der Frankfurter Homiyu Tesfaye hat den Olympiamarathon von Tokio als Ziel und will die Norm von 2:11:30 angreifen. Kurzfristig und sehr überraschend hat er sich entschlossen, beim Mainova Frankfurt Marathon sein Debüt über 42,195 Kilometer zu geben. Über 1.500 Meter feierte der aus Äthiopien stammende und seit Juni 2013 für Deutschland startberechtigte Läufer seine größten Erfolge. Bei der WM 2013 holte er den fünften Platz. Doch auch über 10 Kilometer (27:54 Minuten) und die Halbmarathon-Distanz (61:20 Minuten) überraschte Homiyu Tesfaye bereits.

Sechs Wochen lang trainierte er in Äthiopien in der Trainingsgruppe von Haji Adilo, der auch Marathon-Star Kenenisa Bekele angehört. Insgesamt hat er sich vier Monate lang vorbereitet. „Es ist möglich für mich, am Sonntag 2:11 Stunden zu laufen. Ich gehe mit Respekt in das Rennen. Den Beginn will ich in der Gruppe laufen, die ein Halbmarathontempo von 64:00 Minuten plant. Ich werde es probieren und schaue, was passiert“, sagt Homiyu Tesfaye. „Auf der Bahn waren meine Zeiten immer unter den Schnellsten in Europa, aber ich habe keine Medaille gewinnen können. Daher habe ich überlegt, ob nicht Potenzial auf einer anderen Strecke vorhanden ist. Mein Ziel ist der Olympia-Marathon von Tokio.“

Sollte es ihm gelingen, als erstem deutschen Läufer die internationale Norm von 2:11:30 Stunden zu unterbieten, wäre das eine famose Leistung beim Debüt. „Den Mainova Frankfurt Marathon habe ich in den letzten Jahren immer gesehen. Es herrscht immer eine Spitzenstimmung und ich freue mich darauf“, sagte Homiyu Tesfaye, der mit seiner Frau Maryam Jamal zwei kleine Töchter hat.

„Homiyu Tesfaye schickt sich an, in die deutsche und vielleicht sogar europäische Spitze zu laufen. Bei ihm ist die Frage, wie er das Rennen angeht. Er muss sich am Anfang zurückhalten. Erklärtes Ziel ist die Olympianorm. Wir drücken die Daumen. Vielleicht haben wir tatsächlich ein neues Marathontalent in den deutschen Reihen“, so Christoph Kopp.


Topläufer mit persönlichen Bestzeiten:

Männer:

Tsegaye Mekonnen ETH 2:04:32
Mark Kiptoo KEN 2:06:00
Dawit Wolde ETH 2:06:18
Benard Kipyego KEN 2:06:19
Fikre Tefera ETH 2:06:27
Martin Kosgey KEN 2:06:41
Tebalu Heyi ETH 2:07:10
Kenneth Keter KEN 2:07:34
John Koriri KEN 2:09:14
Nicodemus Kimutai KEN 2:10:00
Maru Teferi ISR 2:10:11
Daniele Meucci ITA 2:10:45
Blazej Brzezinski POL 2:11:27
Bethwel Rutto KEN 2:11:59
Mogos Solomon ERI 2:12:23
Derek Hawkins GBR 2:12:57
Remigijus Kancys LIT 2:13:12
Adam Nowicki POL 2:13:28
Solomon Tesfamariam SUI 2:14:51
Frank Schauer GER 2:16:30
Tobias Blum GER 2:16:57
Christian Steinhammer AUT 2:17:54
Stephan Listabarth AUT 2:18:23
Tobias Schreindl GER 2:18:32
Homiyu Tesfaye GER Debüt
Tim Ramdane Cherif GER Debüt
Dominik Notz GER Debüt
Karl Junghannß GER Debüt

 

Frauen:

Lonah Salpeter ISR 2:19:46
Meskerem Assefa ETH 2:20:36
Valary Aiyabei KEN 2:20:53
Bedatu Hirpa ETH 2:21:32
Megertu Kebede ETH 2:22:52
Caroline Rotich KEN 2:23:22
Askale Wegi ETH 2:24:13
Sylvia Kibet KEN 2:25:52
Antonia Kwambai KEN 2:27:43
Katharina Steinruck GER 2:28:34
Nataliya Lehonkova UKR 2:28:58
Sylvia Medugu KEN 2:29:09
Hanna Lindholm SWE 2:29:34
Stephanie Twell GBR 2:30:14
Samantha Bluske USA 2:31:56
Hayley Carruthers GBR 2:33:59
Aleksandra Brzezinska POL 2:34:51
Thea Heim GER 2:36:10

 

 

Informationen: Mainova Frankfurt Marathon
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