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Laufberichte

Mainhattan-Feeling

 

Wer sich für den Frankfurt Marathon anmeldet, ist vermutlich nicht daran interessiert, eine gemütliche Sightseeing Tour zu absolvieren. Die flache Strecke ist bekannt für ihre schnellen Zeiten, deshalb ist wohl  oft der Anreiz, das Läuferjahr mit einer neuen Bestzeit zu beenden.

Dabei ist die Strecke äußerst attraktiv, denn neben den zumindest hierzulande einzigartigen  Häuserschluchten, der sehenswerten Innenstadt und den Vororten, gibt es viel Grün. Dazu scheint die ganze Stadt vom Marathonfieber befallen. Nicht nur auf HR1 ist der Marathon vorherrschendes Thema, Live-Übertragungen gibt es im Radio und im TV.

Am Samstag sind die Frankfurter Messehallen gut besucht. Die Wege sind kurz und gut gekennzeichnet. Die Startnummern gibt es in der Halle 1.2, das heißt ganz oben, mit der Rolltreppe aber super zu erreichen. Dort hat auch die Marathonmesse ihren Platz. Wir sind auf schnell an der Reihe, freundliche Ordner weisen uns einen der vielen Schalter zu. Hier wird die Startnummer direkt gedruckt und der Champion Chip überprüft. Das klappt ja vorzüglich, ich bin sprachlos.

Von den Ordnern am Ausgang werden wir zum gegenüberliegenden Teil der Halle gebeten, dort gibt es den Starterbeutel. Dieser ist schnell gepackt und ausgehändigt. Als spezielle Zugabe gibt es das Marathon Jahrbuch 2020 von Marathon4you.

 

 

Nächster Anlaufpunkt ist die Festhalle, wo der Zieleinlauf aufgebaut ist. Die Halle ist abgedunkelt, so dass man das aufwändige Lichtspiel an Wänden und Decke genießen kann. Von der Bühne sendet der Hörfunk von HR1 Hörfunk live. Fetzige Musik unterbricht die Interviews.

Wir finden den Weg in die Fattoria La Vialla im Forum. Es gibt Nudeln „normal und pikant“. Drei Getränke sind ebenfalls inklusive, für uns Schwaben hat sich der Start hier also schon gelohnt. Leider kann ich nicht ungestört essen, denn Jan Frodeno betritt die Showbühne. Als Triathlonfan muss ich da ganz schnell hin. Er erzählt geduldig, was er schon tausendmal erzählt hat. Aber noch immer spürt  die Emotionen, wenn er über sein grandioses Finish auf Hawai spricht. Die Halle steht Kopf.

Überhaupt spielt beim Frankfurt Marathon neben dem Breitensport der Spitzensport eine große Rolle. Zehn Männer mit Marathonbestzeiten unter 2:08 h stehen dieses Jahr am Start! Darunter ist auch Mark Kiptoo, der 2018 in Frankfurt in 2:07,50 einen Weltrekord in der AK 40 aufgestellt hat. Bei den Frauen  wird sogar ein neuer Streckenrekord angepeilt, der noch bei 2:20,36 steht. Bei Katharina Steinruck (geborene Heinig) Olympiaqualifikation. Die geforderten 2:29,30h werden ihr allemal zugetraut. Nur bei Events wie dem Frankfurt Marathon steht man als Otto-Normal-Läufer mit solchen Spitzenathleten im Starterfeld.

Am Wettkampftag ist es morgens angenehm sonnig und mit 12 Grad recht angenehm. Die Gepäckabgabe befindet sich in Halle 1.1 also eine Etage unter der Startnummernausgabe von gestern. Die Logistik ist, wie wir es auch erwartet hatten, perfekt.

Der Start befindet sich direkt vor dem Messehaupteingang und der Festhalle. Dieses von außen reich geschmückte Gebäude aus dem Jahr 1909 will so gar nicht zum modernen Baukomplex der immerhin drittgrößten Messe der Welt passen. Gerade deshalb bietet sie aber mit ihrem 40 Meter hohen Kuppeldach, ein einzigartiges Ambiente für den späteren Zieleinlauf.

 

 

Die Startaufstellung erfolgt in 6 Blöcken, die in 2 Wellen gestartet werden. Norbert mit Zielzeit unter 4 Stunden ist im vorletzten Block! Das ist nicht gerade üblich. Wir verabschieden uns, ich bin ja für den hintersten Block eingeteilt. Aufregung gibt es hier keine, nur Freude, dass es endlich losgeht. Nach 10 Minuten können wir aufrücken. Langsam geht es nach vorne, an der 21 m hohen Skulptur des Hammering Man vorbei, (1991 von Jonathan Borofsky entworfen), der stoisch seinen Hammer schwingt. Dann wird angelaufen und das Starttor passiert. Schnell noch die Uhr starten, dabei aber aufpassen, dass man keinem auf die Füße tritt. Augen nach vorne und die Helferin umlaufen, die zum Schutz des TV-Kamerawagens hier Posten schiebt. Obwohl das Rennen ja schon eine viertel Stunde läuft, sind die Zuschauer immer noch am Jubeln, der Moderator verabschiedet die Massen.

Noch bevor wir die Mathäuskirche passieren, kommen uns auf der anderen Seite der Grünfläche der Friedrich- Ebert- Anlagen ein Pulk Läufer entgegen. Die Führenden sind dort also schon länger durch. Hinter dem alten Polizeipräsidium werden auf die Mainzer Landstraße geführt. Auf der Kreuzung berichtet unermüdlich HR1 Live. Die breite Allee ist in der Mitte geteilt, die Entgegenkommenden sind bedeutend schneller als wir.

Bei km 1 biegen wir in die Taunusanlage ein, es geht an der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank vorbei. Hinter dem Englischen Theater laufen wir in die Kaiserstraße, durch das üppige Grün der Gallusanlage und dann auf die Neue Mainzer Straße. Hier kommen uns noch mal schnelle Rehe und Hirsche entgegen. Vorbei am 200 m hohen Main Tower, dem vierthöchsten Hochhaus Deutschlands, gibt es zum ersten Mal das spezielle Mainhattan-Feeling.

 

 

Hinter km 2 bauen sich vor uns die 155 m hohen Zwillingstürme der Deutschen Bank auf, dann geht es links zurück, direkt an den Türmen vorbei, auf die Mainzer Landstraße. Der Gegenverkehr ist hier nicht mehr so üppig, so dass die Zuschauer sich ganz auf uns konzentrieren können.

Beim HR glühen die Mikrofone, die führenden Läuferinnen und Läufer liefern sich offenbar ein heißes Rennen. Wir biegen auf die Straße Richtung Messe. Dort sind wohl eben die Staffeln gestartet, das Feld der Läufer mit den gelben Nummern kommt uns auf der anderen Seite entgegen.

Wir haben das Hochhausensemble Pollux und Kastor, die zusammen das Forum Frankfurt bilden, Messeturm und Westend Gate vor uns und laufen eine Runde um das Frankfurter Westend Süd. Nanu, was macht der Dino auf der Wiese? Auf jeden Fall will er weg von der Laufstrecke, denn sein Blick zeigt auf das gegenüberliegende Senckenbergmuseum für Naturkunde. Oder flüchtet er vor den Trommlern, die hier auf die Pauke hauen?

 

 

Bei km 5 auf der Bockenheimer Landstraße gibts Wasser und Tee. Ich bewundere die schönen gründerzeitlichen Häuser, hier ist eine teure Wohngegend. Einige Betonklötze dazwischen finde ich nicht so passend.

Schon von weitem erkenne ich vor mir eine große Videowand und hinter dem Opernturm auch schon die Alte Oper. Seit dem Bau der Oper Frankfurt am Willi- Brand-Platz ist dies „nur“ noch Konzert- und Festspielhaus. Wir laufen auf den von jubelnden Menschenmassen übersäten Platz und gleich in die Neue Mainzer Straße. Es ist so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ein Hochhaus reiht sich ans andere. Dazwischen kontrastiert eine Gründerzeitfassade. Auf den Roßmarkt sehen wir das beeindruckende Gutenbergdenkmal. Hier ist die Laufstrecke großzügig abgesperrt, es geht rechts in die Große Gallusstraße. Am nahen Main Tower erkenne ich, dass wir hier zu Anfang schon einmal waren.

Über den Kaiserplatz gehts am prächtigen Hotel Frankfurter Hof vorbei, das Cafe in der Hauptwache ist gut besucht. Dazwischen liegt, strategisch günstig, das Spendentor für den gemeinnützigen Wünschewagen. Damit für Sterbende ein letzter Wunsch in Erfüllung geht, lohnt es sich, 4 Euro zu spenden. Als sofortiger Dank gibt es Anfeuerung von Cheerleadern.

Wir sind nun mitten in Frankfurts Shopping Meile. Die Zeil lassen wir rechts liegen und laufen die Große Eschenheimer Straße zum Eschenheimer Turm, eines der Wahrzeichen Frankfurts (km 8). Er ist ein Überbleibsel der gotischen Stadtmauer, die 1810 abgerissen wurde. Mittlerweile ist eine Bar eingezogen. Auch am Opernplatz ist das HR-Fernsehen live aktiv.

Für uns geht es Richtung Westend-Nord. Mir begegnet Mamo Topyürek, der Baumstammläufer. Er hat seinen ca 20 kg schweren Baumstamm gerade abgesetzt und macht eine Pause. Die Reuteallee führt uns raus aus der City und vorbei am Parkgelände der Goethe Universität. Bei km 10 wird die Zeit (brutto) angezeigt und Verpflegung ausgegeben. Es ist der nördlichste Punkt der Strecke, wir biegen in die Eschenheimer Landstraße ein.

Ein Läufer hat sich als Mann mit dem Hammer verkleidet und überholt mich. Ich dachte, der kommt erst bei km 30. Schlagfertig meint er, da käme er nochmal. Na, ich bin gespannt. Bereits hinter km 11 erreichen wir nochmal den Escheinheimer Turm, diesmal von der anderen Seite. Wir passieren das Schild für km 12, die Kilometer sind bisher nur so geflogen.

Immer wieder machen Zuschauergruppen gute Stimmung. Dann wird es richtig laut. Helfer leiten die die Staffelläufer komplett von der Strecke auf die gegenüberliegenden Straßenseite, damit sie dort wechseln können. Das scheint gut zu klappen, die nächsten sausen bereits an mir vorbei. Der Moderator grüßt speziell die vorbeilaufenden Marathonies.

 

 

Wir erreichen die Alte Brücke über den Main, 1235 erstmals urkundlich erwähnt und damit älteste Mainbrücke in Frankfurt. Ungefähr in der Mitte liegt die 300 m lange und 30 m breite Maininsel, und das Bootshaus des Frankfurter Rudervereins von 1865, dem ältesten Ruderverein der Stadt. Der Blick auf die Skyline ist so etwas wie das Wahrzeichen des Frankfurt Marathons.

Wir sind in am Sachsenhäuser Ufer. Hier geht es bis km 14 entlang. Die Skyline mit dem Main und dem Eisernen Steg im Vordergrund ist auch von hier aus gesehen sehr imposant. Die 1869 von Frankfurter Bürgern bezahlte, mit konkav geschwungenen Metallbögen gebaute Fußgängerbrücke bringt immer noch die Leute „Hibb de Bach nach Dribb de Bach“, also von der Frankfurter Altstadt zum gegenüberliegenden Stadtteil Sachsenhausen.

Die halbseitige Sperrung der breiten Zufahrtstraße führt zu einem größerem Stau, aber das scheint die Fahrer wenig zu stören. Der Marathon hat in der Sportstadt Frankfurt eine sehr große Akzeptanz.

Bei km 15 erfolgt erneut eine Zeitmessung. Dafür, dass wir auf einer Hauptdurchgangsstraße laufen, ist das Zuschaueraufkommen enorm. Viele feuern uns mit Musik und Lärmutensilien an, das motiviert. Die Helfer an der Verpflegungsstelle sind im Entspannungsmodus, die ganz große Maße der Läufer ist durch und individuelle „Bedienung“ möglich. Bei km 17 sind wir im Stadtteil Niederrad. Wir laufen durch die 1927 entstandene  Wohnsiedlung Bruchfeldstraße, die wegen ihrer besonderen winkligen Fassadenanordnung  den Spitznamen „Zickzackhausen“ trägt.

Trotz des beginnenden Regens stehen die Anwohner am Straßenrand und feuern an. Trommler schlagen den Takt, während wir unter der Eisenbahn hindurch laufen. Auf der Goldsteinstraße ist wieder einiges geboten. Vor dem Marathontor werden die Staffeln ausgeleitet, ein Moderator begrüßt die Läufer. Wir passieren das Heizkraftwerk während rechts eine Kleingartenanlage Idylle verbreitet.  Ein Stadtteil der Gegensätze.

 

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Impressionen

(Klaus und Margot Duwe)

 


 

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Schwanheim scheint ein nettes Wohngebiet zu sein, mit vielen freistehenden Einfamilienhäusern. Fetzige Rockmusik schlägt mir entgegen. Oh, der Sänger singt live. Ich bin beeindruckt. Bei km 20 biegen wir auf die Straße „Zur Frankfurt“, die parallel zum Main verläuft, nur durch eine Häuserzeile und eine Wiesenfläche getrennt. An der VP gibt es zu Wasser, Iso, Tee und Bananen nun auch Gels.

Bei km 20 und 21,1 wird jeweils die Zeit gemessen, dazwischen können die Zuschauer auf einer Videowand das Rennen verfolgen. Ein Sprecher begrüßt viele Läufer mit Namen. Es regnet nun stärker, die Trommler bei km 22 sehen in ihren Regenjacken aus wie orangene Zwerge. Wir laufen immer noch parallel zum Mainufer. Hier ist nun nichtig was los. Die Zuschauer lassen sich vom Regen nicht abschrecken. Es wird gesungen und getanzt, die Leute haben Spaß und wir auch. Die 1901 eingeweihte neugotische St Mauritiuskirche thront über allem.

Es wird schon wieder Wasser ausgeschenkt. Dass es heute reichlich Nasses von oben gibt, konnten die Veranstalter ja nicht wissen. Hinter km 23 verlassen wir den Ort. An einer akustisch gesehen günstigen Stelle steht ein DJ und beschallt die Strecke, so dass man eine ganze Weile die Pop Songs hören kann.

Hinter der Brücke liegt der Stadtteil Nied (km 25) und eine Verpflegungsstelle der SG Sossenheim mit vollem Programm. Schnell haben wir den Ort durchquert und erreichen die Mainzer Landstraße, die direkt an der Straßenbahn entlang führt. Rechts mäandert auch irgendwo die Nidda, die in Höchst in den Main fließt. Obwohl hier weit und breit kein Haus steht, gibt es Fans, die die Läufer anfeuern.

Lautes Trommeln kündigt den nächsten Vorort nähern. Wir erreichen Höchst, wo der Frankfurt Marathon seinen Ursprung hat. Der Pacer 4:45 kommt mit einigen Läufern entgegen. Allzu weit ist er nicht  vor uns. Drei Musiker bearbeiten gekonnt ihre Schlagzeuge, wir erreichen den wunderbaren Bolongaropalast,der als  Industrie- und Wohngebäude der Kaufmannsfamilie Bolongaro diente, dann Rathaus war und nun Außenstelle der Stadtverwaltung ist.

Der Stadtteil Höchst hat seinen Namen von dem Chemieunternehmen Höchst, das hier lange Jahre seinen Hauptsitz hatte. Heute ist es bekannt für seine sehenswerte Altstadt, die  mit ihren Fachwerkhäusern viele Besucher anzieht. Wir sind bei km 27/28, dem westlichsten Punkt der Strecke. Von nun an geht es wieder zurück in die Innenstadt. In der Bolongarostraße kommen uns noch immer viele Läufer entgegen.

 

 

Etwas abseits der Strecke scheint ein großes Fest im Gange zu sein. Jedenfalls gibt es eine große Menschenansammlung und ein Moderator schleudert uns Grußbotschaften entgegen. Dann sehe ich es, hier ist wieder ein Staffelwechsel, der sich für die Marathonläufer absolut störungsfrei vollzieht. Wir laufen unbehelligt die Oeserstraße weiter, zahlreiche Zuschauer flankieren die Strecke.

Bevor bei km 30 die berüchtigte Mainzer Landstraße beginnt, mache ich meine erste und einzige Gehpause heute. Mentale Stärke ist gefragt, denn der schönste Teil der Strecke ist das hier nicht. Und jetzt wird auch noch der Regen stärker. Ein Grund mehr, nicht nachzulassen. Ich kann sogar einige Läufer einsammeln. In genau richtigen Abständen gibt es Musikgruppen, die die Strecke praktisch lückenlos beschallen. Auch einige Zuschauer geben in Regenjacken und unter Schirmen ihr Bestes. Klar, dass ich weiter motiviert bin.

 

 

Wir laufen durch den vorstädtisch geprägten Stadtteil Gallus bis zur Europaallee. An der VP gibt es jetzt auch Cola. Die Trommler unter der Eisenbahn haben Glück, erstens ist es nicht so nass, zweitens profitieren sie und wir von gigantischer Akustik. Vor uns stellt sich der sich der 172 m hohe Grand Tower in Positur. Um das große Einkaufszentrum Scyline-Plaza laufen wir einmal herum. Eigentlich haben wir die Messe und die Festhalle erreicht, nur von der falschen Seite. Es sind auch noch ein paar Kilometer bis zum Finish.

Wieder auf der Mainzer Landstraße (diesmal innerstädtisch), machen Fans richtig Stimmung. Auf der nun folgenden Strecke waren wir schon einmal. Es geht kreuz und quer, überall gibt es Musik und Zuschauer, auch die Moderatoren von HR1 sind noch voll da. Ich sauge die Stimmung und Motivation von allen Seiten auf, lasse mich vom Regen nicht beirren, Pfützen ausweichen geht sowieso nicht. Jede Attraktion wird nochmal mitgenommen. Kurzum, die letzten Kilometer fliegen an mir vorbei. Oder ich an ihnen? Egal.

 

 

Die letzten Meter geht es durch das Starttor am Hammering Man vorbei, dann links. Der Zielkanal ist bereit. Ich kann den Moderator in der Festhalle schon hören. Nach 42 km im Ziel anzukommen, ist immer etwas Besonderes. In Frankfurt ist es aber etwas ganz Spezielles. Die Luft in der Halle scheint zu vibrieren, die Akkustik in dem Eventtempel ist grandios, dass man regelrecht eintaucht. Dann der rote Teppich und die phantastische Light-Show. Aber was erzähle ich Euch. Das muss man selber erleben. Nicht im Spurt, im Gehen genieße ich die einmalige Atmosphäre. Erst als es nicht mehr anders geht, überschreite ich die Ziellinie.

 

Fazit:

 

Der Marathon in Frankfurt ist ein riesiges Sport- und Stadtfest. Natürlich stehen die Eliteläufer, die regelmäßig erstklassige Zeiten auf der schnellen Strecke abliefern (einmal wurde sogar der Weltrekord um nur 3 Sekunden verpasst), im Fokus. Aber niemand kann sagen, dass die Breitensportler und Hobbyläufer vernachlässigt werden. Die Verpflegung unterwegs ist quantitativ und qualitativ vom Besten, im Ziel gibt es Kuchen, Brezeln (mit grüner Soße), Obst und Riegel, natürlich Alkoholfreies Bier aber auch heißen Tee.

Die Strecke ist sehr attraktiv und abwechslungsreich, die letzten Kilometer sind das Highlight, der Zieleinlauf exorbitant.  Die Organisation ist perfekt, das kann man nicht besser machen.

Zum Ende hin gehen Norbert und ich nochmal in die Festhalle zum Zieleinlauf der Letzten. Auch nach den avisierten 6 Stunden bekommt jeder Finisher eine eigene Anmoderation und Applaus vom Publikum. Mano Topyürek kommt eben mit seinem Baumstamm. Mittendrin bleibt er stehen, setzt seinen Stamm auf den roten Teppich, macht schlappe 10 Liegestütz, verbeugt sich beim Publikum, nimmt seinen Stamm wieder auf und joggt ins Ziel. Einfach klasse.

Nachdem die letzte Läuferin ins Ziel gekommen ist, geht das Rolltor hinunter, der Moderator bedankt sich bei den Läufern und Zuschauern. Dann beendet ein fulminantes Musik- und Lichtspektakel den 38. Mainova Frankfurt Marathon.

 

Kleine Anmerkungen und Schluss:

Katharina Steinruck läuft neue persönliche Bestzeit (2:27:26) und knackt die Olympianorm.  Valary Aiyabei läuft mit 2:19:10 eine Weltklassezeit und neuen Streckenrekord.

Und dann das noch: Ein Geher schlägt die deutschen Läufer. Karl Junghannß, der zu den besten deutschen 50km-Gehern zählt, läuft seinen ersten Marathon und ist mit 2:17:54 schnellster Deutscher.

 

Informationen: Mainova Frankfurt Marathon
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