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Der Einen Pech, der Anderen Glück

01.10.17
Quelle: Pressemitteilung

Mit diesem Sieger hatte beim EAM Kassel Marathon keiner gerechnet. Maciek Miereczko (VFB Erfstadt) lief nach 2:27:39 jubelnd ins Kasseler Auestadion und nahm sich dabei noch Zeit für ein paar kleine Schlenker vor der Ziellinie. Die Fans auf den Tribünen feierten ihn dabei wie immer lautstark.

Ein paar Schlenker zuviel dagegen hatte die Spitzengruppe bei Kilometer 19 gemacht. Sie wurde falsch geleitet.  Wie dieses Malheur passieren konnte, muss im Detail im Nachgang noch genau geklärt werden. Organisationsleiter Winfried Aufenanger reagierte sofort, als er vom Missgeschick erfuhr. Er nahm die führende Gruppe aus dem Rennen, da sie anschließend  keinen regulären Marathon mehr hätten laufen können. In der Gruppe befanden sich auch die Sieger der letzten beiden Jahre, Edwin Kosgei und Hoesea Tuei. Auch Ybekal Daniel Berye (PSV Grün-Weiß Kassel), an fünfter Position liegend, war betroffen.

"Wir entschuldigen uns bei allen Läufern, die durch diese Sache nicht zu Ende laufen konnten", sagte Winfried Aufenanger anschließend auf der hr1-Bühne und bei der Abschluss-Pressekonferenz. Die Läufer bekamen trotzdem Prämien, die der ihrer zum Zeitpunkt des Ausstiegs hochgerechneten Endzeit entsprechen.

 

 

Alle anderen Läuferinnen und Läufer waren nicht involviert, konnten die Distanz ganz normal laufen.

Das Malheur trübte natürlich die Stimmung bei den betroffenen Läufern. Ihr Pech war das Glück der anderen. Hinter Sieger Maciek Miereczko kam Frederik Unewisse (LG Region Karlsruhe) in 2:31:02 auf Platz zwei. "Ich habe von dem Ganzen erst spät erfahren", erzählte er in der Pressekonferenz, "der Abstand nach vorne war schon zu groß. "Es ist schade für die Jungs, aber trotzdem ein schönes Gefühl, Zweiter geworden zu sein", so Frederik Unewisse weiter, der die tolle Stimmung an der Strecke und im Auestadion lobte. Dritter wurde Oliver Hoffmann (TSV Kirchhain in 2:33:37.

Bei den Frauen blieb Siegerin Daisy Langat (Kenia) in  2:39:30 noch unter der 2:40-Marke, Landsfrau Prisca Kiprono (2:47:28) wurde einmal mehr Zweite. Silke Altmann, Leiterin des Vorbereitungsstützpunktes Rotenburg, durfte sich über Platz drei freuen (3:23:06).

René Schneider, Leiter Marketing bei Titelsponsor EAM, fasste die dreitägige Veranstaltung sehr positiv zusammen. "Ich hatte die ganz Zeit ein richtiges Gänsehaut-Gefühl und habe nur glückliche Gesichter gesehen. Der EAM Kassel Marathon hat sich vor allem als große Breitensportveranstaltung präsentiert."

Insgesamt gab es für den EAM Kassel Marathon 9132 Meldungen. Auch wenn die 10.000er-Marke diesmal nicht geknackt wurde, war Winfried Aufenanger insgesamt sehr zufrieden. "Wir haben drei tolle Veranstaltungstage erlebt", resümmierte er, auch wenn die Sache mit der Spitzengruppe das Gesamtbild etwas trübt.

 

Informationen: Kassel Marathon
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