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Laufberichte

Centimeter für Centimeter

15.04.12


Dieter und Alain voraus


Da taucht Dieter vor mir auf. Auch ihn plagen Wehwehchen. Auch Alain ist wenig später vor mir. Dieter und Alain tun sich zusammen und ich mache mich allein auf die letzten KM. Ich denke nur noch, gottlob ist schon eine 3 vor den KM-Schildern.

Noch ein letztes Mal laufen wir entlang des Donaukanals. Jetzt laufe ich auf der Seite von KM 38! Gegenüber kommen immer noch einzelne Läufer. Einige Läuferinnen zeigen im Bikini was in ihnen steckt, läuferisch meine ich natürlich. Auch hier sage ich Dank für die Genehmigung des Fotos. Schön, dass ihr uns solche Freude beim Lauf bereitet.

Ich beiße und kämpfe. Mann, bin ich fertig. Da fällt mir auf, dass mir zwar alles weh tut, aber nicht Rücken und Oberschenkel. Bei letzterem habe ich wohl die Verletzungsprobleme endgültig überwunden und beim Rücken macht sich mein nach München im letzten Jahr wieder aufgenommenes Krafttraining positiv bemerkbar.

Ich bin heilfroh, als das KM-Schild 40 vor mir auftaucht und es über bekanntes Terrain den Ring entlang zum Heldenplatz geht.

 

Heldenplatz


ja, das ist die passende Bezeichnung für den Zieleinlauf. Wenn der Platz nicht schon so heißen würde, man müsste ihn nach den einlaufenden Marathonis so benennen. Für mich sind alle hier Ankommenden Helden. Und das Ambiente ist stilvoll. Das Ziel ist eine Top-Adresse. Über den ausgerollten Roten Teppich geht es vorbei an Tribünen dem Bleifreiem aus dem Münchner Norden entgegen!

Ich bin froh, dass der Lauf geschafft ist. Meine Taktik des gaaaanz ruhigen Laufens hat sich bewährt. Ich bin durch gekommen. Das war alles, was ich heute wollte. Betrübt bin ich nur über das diesige Wetter. Ich ärgere mich, weil ich bei Sonne viel schönere Fotos hätte machen können. Aber so zeigen die Fotos auch die Wirklichkeit des Laufes.

Alain und Dieter kommen auch rasch und wir erhalten unsere verdienten Medaillen. Nun geht es hinein in den Inneren Burghof der Hofburg. Hier gibt es das von mir so geschätzte alkoholfreie Wiederbelebungselixier und einen Verpflegungsbeutel. Und ja, auf diesem steht wirklich das Wort: Marathonheld!
Eines ist jetzt allerdings ärgerlich. Es ist kalt und wir müssen den gesamten Heldenplatz zurück zum Ring wo zwischen Kunsthistorischen Museum und Naturhistorischem Museum die Lkws  mit den Kleiderbeuteln stehen. Duschen könnten wir zwar dank der Hilfe des Bundesheeres, wir ziehen es jedoch vor, uns trockene Kleidung anzuziehen und in die JHB zu fahren und dort zu duschen. Nun noch etwas abhängen und hinein in die aktive Regenerationsphase.

Wir sind stolz darauf, Wien quasi Centimeter für Centimeter erlaufen zu haben. Apropos Centimeter. Ich hab mich hier nicht verschrieben, sondern bin vielmehr bei meinen


Tipps zur Nachahmung


Das Centimeter in der Lenaugasse 11 hinter dem Rathaus war uns stets ein Raum der Erholung. Hier ließen wir uns nieder zwecks Speisen-  und Getränkeaufnahme. Es gibt übrigens noch weitere Centimeter in Wien. In der Lenaugasse ist jedoch das „Urcentimeter“.

Zur Getränkeaufnahme sei auch das Krah-Krah in der Rabensteige 8 in der Nähe des Schwedenplatzes empfohlen. Hier gibt’s es über 50 verschieden Biersorten aus Fass, Flasche und Dose. Gut gegessen und getrunken haben wir auch „Zum Bettstudent“ Ecke Schellingstraße/Johannesstraße. Zudem erstaunlich preiswert. Ein Hammer im Preis-Leistungsverhältnis.

Wien ist eine Stadt voll mit historischen Bauten und Museen. Für alle Interessen dürfte etwas zu finden sein. Mein Favorit ist eindeutig das Naturhistorische Museum. Belvedere und Schönbrunn durften für uns auch nicht fehlen. In Schönbrunn hat es uns die auf einem Hügel gelegene Gloriette angetan. Der Blick von hier oben über die Stadt bis zu den Hügeln vor Wien ist faszinierend. Natürlich kann man das Wien von oben  auch vom Südturm des Stephansdoms aus betrachten. Hier gibt es allerdings keine Eichhörnchen wie in Schönbrunn, die an mir hochsprangen und wild nach meinem Müsliriegel waren.

Fazit - Gut organisierter Marathon. Bestens geeignet für eine Kombination von Marathon und Urlaub. Ach ja. Sehr gefällt mir die Mitteilung des Termins für den 30. Wien-Marathon am 14. April 2013. Das ist mustergültig. Die Anmeldung ist schon geöffnet!

Sieger

Männer

1. Henry Sugut (KEN) 2.06,58 Std. = Streckenrekord
2. Gilbert Yegon (KEN) 2.07,38 Std.
3. John Kiprotich  (KEN) 2.07,44 Std.

Frauen

1. Fate Tola (ETH) 2:26:39 Std.
2. Olga Glok (RUS) 2:27:18 Std.
3. Helalia Johannes (NAM) 2:27:20 Std.

Halbmarathon

Paula und Haile gewinnen bei den Frauen und den Männern. Das Championsrace gewinnt Haile.

Haile Gebrselassie (ETH) 1.00,52 Std.
Paula Radcliffe (GBR) 1:12:03 Std.

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