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Laufberichte

Vienna Calling

 

Wien – Hauptstadt Österreichs, 1,8 Mio Einwohner. Wunderschön gelegen an der Donau und den Ausläufern der Alpen. Von der großen Zeit als Hauptstadt des Kaiserreichs Österreich-Ungarn zeugen viele Bauwerke und repräsentative Straßenzüge. Viele Studierende bereichern die Stadt mit jugendlichen Flair samt den entsprechenden hippen Cafés und Restaurants. Die Zeit des Kalten Krieges mit dem Zusammentreffen von Spionen aus West und Ost ist vorbei.

Immer wieder kommen Judith und ich gerne in diese Stadt, bevorzugt in Kombination mit dem Vienna City Marathon, kurz VCM, der in diesem Jahr zum 34. Mal stattfindet.

Wir treffen samstags mit dem Auto ein und haben das Glück, gleich vor unserem Hotel parken zu können. Unter der Woche hingegen ist die ganze Stadt Kurzparkzone samt entsprechender Gebühr. Vor Ort wird einem dieser Umstand nicht immer gleich klar. Aber Unwissenheit schützt bekanntlich nicht vor Strafe. Mit der neuen U2 fahren wir zum Messegelände: Schicke Umhängetaschen sieht man bei den entgegenkommenden Passanten. Das verfehlt seinen Eindruck nicht, bis ich feststelle, dass es sich dabei nicht etwa um Läufer, sondern um die Teilnehmer eines Medizinkongresses handelt. Die Marathonmesse befindet sich in Halle D, eine U-Bahnstation entfernt.

Dort geht an unzähligen Schaltern die Startnummernabholung samt Chipkontrolle sehr flott über die Bühne. Das beiliegende Gutscheinheft ist eher etwas für Wiener Läufer, die die Muße haben, vor Ort den einen oder anderen Rabatt in Anspruch zu nehmen. Sehr gut und informativ die Starterbroschüre auf Deutsch und Englisch sowie die ausführlichen Informationen im Internet und die unzähligen vorbereitenden Veranstalter-Mails vom VCM. Neben dem vielleicht zu dynamischen Internetauftritt, der mein altes iPad und mich vor Probleme stellt, hat die Linzer Uni auch eine App für die Läufer und Begleiter programmiert.

 

 
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Die Marathonmesse versorgt uns mit Informationen über weitere Veranstaltungen und natürlich mit Angeboten rund um die Laufausrüstung, die wir gerne nutzen.

Zurück ins Zentrum. Im Rathaus erklimmen wir die große Stiegenanlage zum Festsaal. Dort findet wie jedes Jahr die Carbo-Loading-Party mit Kaiserschmarrn und Pasta statt. Mit Getränk im Vorverkauf um 12,50 Euro, wie man hier sagt. Dazu gibt es Streichmusik, Interviews und Infos. Zwischen Rathaus und Burgtheater der Zielbereich mit unzähligen Zelten und sehr viel technischem Equipment, denn der VCM ist auch ein großes mediales Ereignis.

Wir fahren zum Prater und sehen uns den Start des 10k zusammen mit Anton Reiter an, der natürlich morgen in seiner Heimatstadt starten wird - bevor es ihn wieder in die Ferne zieht, zum Verfassen weiterer M4Y-Berichte und zur Ansammlung von Läufen in möglichst vielen verschiedenen Staaten. 45 hat er bislang in dieser „Mission“ bereist.

 

Marathontag

 

Die Anfahrt per U-Bahn funktioniert anderthalb Stunden vor dem Start problemlos. Die Linie fährt sehr häufig. Direkt an der Station Kaisermühlen-VIC liegt die Startaufstellung. Dahinter die LKWs für die Taschenabgabe. Viele Sportler suchen vor dem kalten Wind bei 7 Grad Zuflucht in Häusernischen. Dazwischen eine Flug-Crew aus Japan, die in ihr Hotel möchte. Die Donau City Wien hat einiges an Hochhäusern zu bieten: Rechts von uns das Vienna International Center (VIC), Teil der Uno-City, 1979 fertiggestellt, daneben der IZD-Tower und dazwischen die kleine koptische Markuskirche. In Startrichtung links das 150 Meter hohe Wohnhochhaus Neue Donau und rechts der 2013 fertiggestellte 220 Meter hohe DC Tower. Dort befände sich auch ein Hotel für besonders zahlungskräftige Marathonläufer.

 

 
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Eine halbe Stunde vor dem Start sollte man sich von seinem Kleiderbeutel trennen. Trotz vieler wetterbedingter Spätabgeber kommt keine Hektik auf. Dafür sind nun die Schlangen vor den Toiletten ziemlich lang. Aber unser Block soll sowieso erst in der zweiten Welle starten. Kurz vor neun sind wir dann richtig aufgestellt. Kontrollen gibt es keine. Die Straße ist komplett gefüllt mit über 20 000 Teilnehmern, darunter an die 6500 Marathonis, doppelt so viele Halbmarathonis und etwa 1200 Staffelläufer. Um 9:15 Uhr geht’s dann zu den Walzerklängen der „Schönen blauen Donau“ für uns los. Leider lassen die vielen Mitläufer einem nur wenig Zeit für einen Blick auf die beiden Donauarme samt Donauinsel.

 

 
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Am Ende der langen Brücke fällt die Franz-von-Assisi-Kirche auf. Kurz nach Kilometer 2 der Praterstern, eine Verkehrsdrehscheibe. Wir müssen rechts um den großen Kreisel herum. Die Läufer auf den linken Spuren der Lassallestraße bleiben links. Um unseren weiteren Weg auszugleichen, waren die Startbögen versetzt angeordnet. Beide Laufspuren treffen sich am Beginn der Prater-Hauptallee. Links der Wurstelprater, der Vergnügungspark Wiens mit seinem Wahrzeichen, dem 1897 fertiggestellten Riesenrad. Etliche Filme wurden hier gedreht:  Klassiker wie „Der Dritte Mann“ mit Orson Welles aus dem Jahr 1949 genauso wie ganz aktuell die „Wilde Maus“ von und mit dem österreichischen Kabarettisten und Schauspieler Josef Hader.

Ansonsten ist der Prater auch eine große Parkanlage mit einer schnurgeraden Hauptachse, die wir nun zum ersten Mal betreten. Ziemlich eng ist es durch den Zusammenfluss geworden und wieder einmal sind viele Sportsfreunde vor uns, die augenscheinlich das Tempo nicht mitgehen können, das für ihren Startblock vorgesehen war. Bei km 5 geht es dann nach rechts Richtung Donaukanal und dann an diesem entlang dem Zentrum entgegen. Zwei Läuferinnen tragen Hemden mit dem Konterfei ihres Vaters. Dessen Marathonzeit von 4:19:29 aus dem Jahr 2003 wollen sie heute  unterbieten. Die Rechnung geht auf: Sabrina und Birgit werden das Ziel in 4:15 h erreichen.

Namen und Jahreszahlen zieren die Fassaden vieler Häuser. Hierbei handelt es sich um Objekte des kommunalen Wohnungsbaus in Wien. Seit 1919 wurden 200.000 Wohnungen dieser Art errichtet.

Viel Remmidemmi an der Franzensbrücke, wo auf einer Videowand einige Sportler erscheinen, die doppelt so schnell wie wir unterwegs sind. Der Donaukanal war noch im Mittelalter der Hauptarm des Flusses, an dessen hochwassergeschütztem Ufer sich die Stadt Wien entwickelte. Seit 1700 fließt der Hauptstrom weiter östlich. Der Donaukanal wurde aber weiterhin für die Schifffahrt verwendet. Auch heute sind hier noch Ausflugsdampfer unterwegs. Wir überqueren den Kanal über die Aspernbrücke und kommen auf eine der Ringstraßen um die Wiener Altstadt. Viele herrschaftliche Gebäude säumen diese Alleen. Ein Wiener Laufberichterstatter hätte da sicher ganz viel zu erzählen. Ich belasse es erst mal beim Genießen. Bis ich das Opernhaus sehe, das ich von der Übertragung des Opernballs her kenne. Die Wiener Staatsoper, das „Erste Haus am Ring“, ist in aller Welt bekannt und wurde 1869 mit einer Premiere von Mozarts „Don Giovanni“ eröffnet.  Als kulturelle Institution ist die Staatsoper die Nachfolgerin der Wiener Hofoper, die von den Habsburgern gegründet und gefördert wurde.

Dann biegen wir erst mal links ab, Richtung Karlsplatz, an der Wiener Secession vorbei. Das Haus mit der auffälligen goldenen Kuppel – im Volksmund „Krauthappel“ (Kohlkopf) genannt - wurde 1897/98 von Joseph Maria Olbrich als Ausstellungsgebäude für zeitgenössische Kunst errichtet. Es gilt als eines der bedeutendsten Gebäude des österreichischen Secessionsstils, einer Variante des Jugendstils. Die Kosten für den Bau wurden größtenteils von den Mitgliedern der Künstlervereinigung Secession aufgebracht, einer Abspaltung vom konservativen Wiener Künstlerhaus, als deren bekanntester Vertreter Gustav Klimt gelten kann. Allerdings stellte die Stadt Wien den Grund kostenlos zur Verfügung. Für die Stadt stand die Errichtung des Gebäudes im Zusammenhang mit der Regulierung des Wienflusses und der Neugestaltung des Karlsplatzes, die aber nicht allzu konsequent betrieben wurde.

 

 
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Eine 10 Kilometer lange Schleife nach Westen steht an. Und auch einige Höhenmeter sind bis km 15 zu erlaufen, wobei der Vienna City Marathon insgesamt sicher als flach bezeichnet werden kann:  Etwa 50-100 Höhenmeter habe ich recherchiert. Die Bestzeit auf diesem Kurs, erzielt vom Äthiopier Getu Feleke, liegt bei 2:05:41. Am berühmten Wiener Naschmarkt entlang. Rechts eine fröhliche Zuschauergruppe beim Sektfrühstück. Ja, so gefällt mir Marathon. Dafür ist vor dem rosa Lesben- und Schwulenhaus überhaupt nichts los. Meine Behauptung, dass die wahrscheinlich keine Zeit zum Feiern haben, weil alle mitlaufen, löst bei einer jungen Dame neben mir nur Kopfschütteln aus. Wäre sie schon mal beim Marathon in Paris mitgelaufen, dann wüsste sie, welches Party-Feeling die Regenbogentruppe entfachen kann. Hier hingegen muss man den Tapezierermeister und Raumausstatter Erich Brunner herausheben: Dessen Mitarbeiter stehen vor ihren vielen Fahrzeugen und machen ordentlich Stimmung, samt aufmunternden Sprüchen auf den Dächern ihrer Fahrzeuge.

Zeit, sich den Wienfluss genauer anzusehen. Der kommt, nur 34 Kilometer lang, aus dem Wienerwald, einem Gebirgszug der Alpen. Damit handelt es sich um einen Wildfluss, der nach Regenfällen um das 2.000fache anschwellen kann. Dies erklärt die nicht besonders hübsche Regulierung, samt U-Bahnlinie mit historischen Bahnhöfen der 1898 eröffneten Wiener Stadtbahn. Bei Kilometer 15 Staffelwechsel. Danach ein Knick nach rechts. Wer jetzt in die falsche Richtung schaut, hat das Schloss Schönbrunn links auf der anderen Seite des Wienflusses schon verpasst. Zwischen 1638 und 1643 wurde hier eine Residenz für die Kaiserin Eleonora Gonzaga errichtet und nach Beschädigungen während der Türkenbelagerung 1687 durch einen repräsentativen Neubau ersetzt. Das Schloss mit dem rund 160 ha großen Park, seit 1996 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes, erhielt seine heutige Form erst ab 1743 unter Kaiserin Maria Theresia. Der barocke Palast diente von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des 1. Weltkriegs als Sommerresidenz des österreichischen Kaiserhauses und ist heute ein wahrer Publikumsmagnet. Schade, dass wir nicht näher daran vorbei laufen, aber wahrscheinlich würden wir dann den Tross der Touristenbusse zu sehr stören.

Dafür geht es nun am Technischen Museum vorbei. Irgendwann muss ich da auch mal hinein. Mir fällt rechts die Trambahnremise auf. Samt Schneeräumertram, die im Zuge des ungemütlichen Aprilwetters noch ihre Berechtigung haben dürfte. Über die Mariahilfer Straße geht es zurück ins Zentrum. Fünfhaus heißt das Viertel hier. Party vor den Caffe Experts an der Rustengasse. Musik, die beflügelt. Am Westbahnhof vorbei. Inzwischen gibt es einen neuen, schicken Hauptbahnhof im Süden. Die Mariahilfer Straße wandelt sich zu einer Einkaufsmeile. Eine Radarmessung bescheinigt uns die eher moderate Geschwindigkeit von 10 km/h. Viel schneller dürfen die Radler hier nicht unterwegs sein. Eine Dudelsacktruppe spielt für uns auf. Links von uns, im Gebiet Neubau, gibt es übrigens viele schicke Kneipen und Restaurants – für die Zeit nach dem Marathon.

 

 
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Das Hotel Kummer bringt mich zum Lächeln: Heute läuft es gut für Judith und mich und dann kommt nun auch noch eine kurze Bergab-Passage mit der Trennung von den Halbmarathonis. Die laufen geradeaus weiter noch einen Kilometer bis ins Ziel. Hier bestünde auch die Möglichkeit für Marathonläufer, auf die halbe Distanz umzusteigen. Für uns bleibt es nun ziemlich flach bis zum Schluss. Wir drehen nach links auf die Museumsstraße. Der Maria-Theresia-Platz mit eindrucksvollem Denkmal wird gesäumt vom Kunsthistorischen und vom Naturhistorischen Museum, gebaut von den Architekten Carl von Hasenauer und Gottfried Semper. Links von uns das MuseumsQuartier mit dem mumok („museum moderner kunst stiftung ludwig wien“ ) und dem 2001 eröffneten Leopold Museum, das für seine außergewöhnliche Sammlung von Schiele- und Klimt-Gemälden bekannt ist.  

Justizpalast, Rathaus von hinten, Gasthaus zur Steirischen Jagastub'n, Münchner Hofbräu zum Rathaus, es gibt so viel zu sehen. Votivkirche, Universität, die jetzt auch zur italienischen Unicredit-Gruppe gehörige Bank Austria und dann vor der Börse nach links in die schmale Liechtensteinstraße. Zeit zum Durchschnaufen. Dieser Bezirk glänzt mit schön renovierten Gründerzeithäusern. Sicher ein gediegenes Wohnviertel. Das Gartenpalais Liechtenstein liegt etwas verborgen auf der rechten Seite. Vor dem  modernen Franz-Josephs-Bahnhof halten gerade Trambahnen. Von diesen „Bim“ genannten Verkehrsmitteln existieren noch viele in Wien. Sie laden zu Stadtrundfahrten ein. Mit 177 Kilometern hat die österreichische Hauptstadt das fünftgrößte Straßenbahnnetz der Welt. Für heute Nachmittag haben wir noch einen Rundkurs zum Zentralfriedhof geplant (Linien 71, 6, 1).

Über die Friedensbrücke queren wir wieder den Donaukanal. Zwei Kilometer geht es an ihm entlang, bevor wir bei Kilometer 27 wieder am Praterstern sind. Und erneut auf die Hauptallee. Am Rand sind Kilometerschilder bis zum Lusthaus aufgestellt: 5 Kilometer bis dorthin. Der VCM hilft uns beim Durchhalten mit Musik aus Lautsprechern. Handelt es sich hier womöglich um die längste Disco-Zone bei einem Marathon? Nach drei Kilometern wird noch ein Schlenker zum Ernst-Happel-Stadion eingelegt. Die größte Arena Österreichs fasst rund 51.000 Zuschauer und ist Schauplatz von Fußball- und Leichtathletik-Events. Dritter Staffelwechsel. Verpflegungsstelle alle fünf Kilometer wie immer mit Wasser, Iso-Getränken, Bananenstücken. Ab hier, bei km 30, wird auch Cola ausgeschenkt. Den zugehörigen Hinweisschildern über den Tischen hat der böige Wind den Garaus gemacht. Dazwischen Wasserstellen und „unbetreute“ Wasserhähne am Streckenrand. Und Toilettenhäuschen gibt es fast jeden Kilometer, nicht schlecht.

 

 
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Ich schäle mir eine Banane, ohne die Kamera schmutzig zu machen, und dann ist Judith auf einmal zwanzig Meter vor mir. Noch zwei Kilometer bis zum Wendepunkt um das Lusthaus. Geht es hier eigentlich immer bergab? Wie wird dann der Rückweg? Ich beobachte die schwungvollen Läufer einige Kilometer vor mir. Die schönste Wendestelle, die ich kenne, wartet auf uns, um ein rundes Häuschen herum. Dann zurück. Es geht nicht bergauf – alles Einbildung. Grüne Hölle hieß das mal bei uns zu Hause. Km 35, endlich nach links. Ein wunderschöner Parkabschnitt. Die Sonne lacht durch das Blätterdach. Dieser Streckenteil hat heuer Premiere. Die Passage am Donaukanal ist schon wieder für den Verkehr Richtung Flughafen geöffnet. Leider erwischt mich hier der Hammermann. Während der letzten vier Kilometer verliere ich vier Minütchen auf eine Zeit unter vier Stunden und werde fleißig überholt.

Über die Franzensbrücke zum Radetzkyplatz. Was meine Gedanken wieder zur Musikerstadt Wien bringt: Die Johann-Strauss-Wohnung ist zu besichtigen, ebenso zwei Wohnungen Beethovens, das Haydnhaus, das Mozarthaus, Schuberts Geburtshaus und seine Sterbewohnung. Nicht dass mir hier noch einer den Marsch bläst. Wobei es mir vielleicht jetzt helfen könnte.

 

 
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Auf jeden Fall wird es wieder hauptstädtisch-monumental. Wir schwenken auf den Parkring und haben nur noch zwei Kilometer vor uns. Spätestens ab der Oper tobt dann ununterbrochen der Bär. Rechts der Triumphbogen vor dem Heldenplatz, dahinter die Hofburg. Die von Mitläufern angekündigte minimale Steigung entgeht meiner Aufmerksamkeit. Vor uns in strahlendem Weiß das österreichische Parlament. Zuschauertribünen vor dem Burgtheater. Ich sehe mich auf der Videoleinwand beim Zielsprint.

Und dann wird mir eine schicke sternförmige Medaille mit Strassstein umgehängt. Noch schöner ist nur das Weißbier, das auf mich wartet. Auch Judith ist schon im Ziel. Die Verpflegungstüte enthält Obst, Gummibärchen, Früchte-Smoothie, Mineralwasser und Iso-Getränk. Die Lastwagen mit den Kleiderbeuteln stehen neben dem Rathaus. In einer Querstraße hat das Bundesheer Duschzelte aufgebaut.

Wir bleiben noch eine Nacht in dieser schönen Stadt. Auf der Heatmap der VCM-App kann man nachmittags sehen, dass sich viele Teilnehmer-Handys vom Zielbereich auf den Hauptbahnhof und diverse Hotels verteilt haben.

 

 

Fazit:

 

–    Große, internationale Laufveranstaltung mit parallelem HM und Marathon. Läufe über 10k und kürzer am Samstag.
–    Schnellster Marathon in Österreich. Nur sanfte Anstiege.
–    Nahezu perfekt organisiert und komplett verkehrsfrei.
–    Mehrere große Stimmungszonen und viele Zuschauer an der Strecke. Viele Punkte lassen sich für Begleiter leicht mit der sehr oft verkehrenden U-Bahn erreichen.
–    Wer Wien noch nicht kennt, sollte noch mindestens zwei Tage mehr für Besichtigungen einplanen.

 

Sieger Marathon:


1 Korir Albert, M (KEN)    02:08:40    
2 Chemtan, Ishmael (KEN)    02:08:42    
3 Omullo, Ezekiel (KEN)    02:09:10
11 Pfeil, Valentin (AUT)    02:14:50

 

Siegerinnen Marathon:


1 Kiprop, Nancy (KEN)    02:24:20    
2 Chesir, Rebecca (KEN)    02:24:25    
3 Dereje, Roza (ETH)        02:25:17    

 

Teilnehmerfeld:

 

42.766 Anmeldungen in allen Wettbewerben
6.320 Marathon Finisher

davon ca.
Österreich     2.427
Deutschland     885
Italien         392
Frankreich     348
Israel         316
Polen         228
Ungarn     196
GB         196
Schweiz     171
130 Länder

 

 

 

 

 

 

 
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