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Laufberichte

Eiszeit

30.01.10
Autor: Klaus Duwe

Der Winter hat zugeschlagen - 654 Läuferinnen und Läufer auf  vereister Strecke beim Ultramarathon Rodgau unterwegs - unfallfreier Verlauf - 410 Finisher im Ziel

Über 1100 Anmeldungen lagen dem Rodgau Lauftreff (RLT) vor. In Worten: elfhundert! Unglaublich. Ok, man hat sich beim Ultramarathon schnell angemeldet, bezahlen tut man erst am Start. Das heißt, wer nicht kommt, muss auch nicht zahlen. Ich sage mal, der Veranstalter hatte Glück, dass der Winter dieses Jahr so ist „wie früher“. Denn schon die 654 Läuferinnen und Läufer, die letztendlich über teilweise tief verschneite Straßen anreisten, brachten die TSV-Turnhalle zum Bersten. Der Zugang zum Vereinsheim des Tennisclubs, wo es die Startunterlagen gab, musste zeitweise so geregelt werden: vier raus, vier rein.

Wer als Ultraläufer unterwegs ist, kommt nach Dudenhofen. Wer nicht da ist, wird vermisst. Wer zweimal fehlt ist „out“.  Der Ultramarathon mitten im Winter in der Hessischen Provinz ist Kult. Dabei gibt es den Lauf erst seit 2000. 68 Finisher standen damals in der Liste, 18 hatten das Rennen auf dem 5 km-Rundkurs vorzeitig beendet. 530 hatten letztes Jahr beim 10jährigen Jubiläum die 50 km-Distanz absolviert. Auch die 410 Finisher in diesem Jahr sind vermutlich Rekord. Ich glaube nämlich nicht, dass schon einmal mehr Läuferinnen und Läufer 50 km auf einer Eisbahn zurückgelegt haben.

Als solche kann man die Laufstrecke nämlich ohne Übertreibung bezeichnen. Zwar hatten die Organisatoren ganze Arbeit geleistet, aber gegen das Tauwetter und den anschließenden Schneefall mit Frost war kein Splitt gewachsen. Salz streuen im Wald? Das kann keiner wollen. Außerdem wäre die Strecke dann im Matsch versunken. Also war alles in Ordnung so. Keiner klagte, alle liefen.

Die Ausfallquote ist in Rodgau naturgemäß ziemlich hoch. Nicht jeder nimmt sich die 50 km vor, viele steigen vorsätzlich bei 30 oder 35 aus und verbuchen den Lauf als unterhaltsame Trainingseinheit. Doch diesmal traf es aufgrund der Bedingungen auch den einen oder anderen „harten Hund“, der sonst von derlei nichts wissen will.

Nicht so unser „Crazy Joe“. An sich hatte er sich ja für ein paar Wochen abgemeldet. Nein, er  ist dem Chirurgen nicht vom Tisch gesprungen, er ist zur OP erst gar nicht erschienen. Ihn plagen außer körperlichen auch noch seelische Nöte. Deshalb wollte er sich nicht der Möglichkeit berauben, Frust durch Laufen abzubauen. Also läuft er (zunächst  mal) weiter. Großzügig habe ich ihm meinen Startplatz abgetreten und so war  er AUF  und ich AN der Strecke.

Auf der Strecke war auch Eberhard, der Angelika bei ihrem 100. Marathon (und mehr) begleitete.

 
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Ergebnisse 50 km Ultramarathon

Männer

1 Glyva, Evgenii Symi, Ukraine Malaya Pavlovka  3:08:34,4 
2 Hegmann, Tobias Groß-Umstadt TSG Kleinostheim  3:15:14,6
3 Dehaut, Thomas Obernheim-Kirchenarnbach LLG Landstuhl 3:18:27,1

 
Evgenii Symi Glyva
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Frauen

1 Ulrich, Veronika Offenbach LG TELIS FINANZ Regensburg  3:49:41,9  
2 Friedländer, Katja Niedernberg   4:06:39,4   
3 Müller, Antje Rötha SV Eula 4:20:59,4  

 

 

Informationen: Ultramarathon Rodgau
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