Der Kenianer Davis Kiplangat hat den 23. OCHSNER SPORT Zürich Marathon in 2:09:03 Stunden gewonnen. Bei guten Laufbedingungen und einem international stark besetzten Feld überquerten mehr als 5’400 Läuferinnen und Läufer die Startlinie.
Am Sonntag, 12. April 2026, fiel um 8:00 Uhr der Startschuss zur 23. Austragung des OCHSNER SPORT Zürich Marathon. Kurz vor dem Start hörte der Regen auf, bei rund 11 Grad herrschten gute Bedingungen für schnelle Laufzeiten. Trotz des kühlen und nassen Wetters sorgten bereits früh zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer entlang der Strecke und im Startbereich für Stimmung.
Bei den Männern formierte sich früh eine achtköpfige Spitzengruppe – bestehend aus sechs Athleten und zwei Pacemakern – mit dem klaren Ziel, den Streckenrekord von Tadesse Abraham (2:06:38 Stunden) aus dem Jahr 2022 anzugreifen. Die Halbmarathon-Durchgangszeit von 1:04:23 Stunden zeigte jedoch, dass dieses ambitionierte Ziel an diesem Tag kaum zu erreichen sein würden
Bis Kilometer 30 blieb die Spitzengruppe geschlossen. Nach dem Ausstieg der Tempomacher setzte sich der Kenianer Davis Kiplangat erstmals leicht ab. Nur Kipsang Vincent Rono (KEN) und Babsa Lulu (ETH) konnten folgen. Kiplangat verteidigte seinen Vorsprung souverän und gewann in 2:09:03 Stunden.
Besonders bemerkenswert: Für Kiplangat war es der erste Marathon überhaupt. Der ehemalige 3000-Meter-Läufer zeigte sich im Ziel emotional: „Es war sehr hart, aber ich bin stolz“, sagte er und bedankte sich bei den Zuschauern mit Applaus und Handschlägen.
Für das sportliche Highlight aus Schweizer Sicht sorgte Raphael Josef. Die nationale Spitzengruppe blieb lange geschlossen, ehe sich Josef in der Schlussphase entscheidend absetzen konnte. Mit einer persönlichen Bestzeit von 2:19:49 Stunden erreichte er das Ziel als bester Schweizer.
Eine besondere Geschichte: Josef ist langjähriger Teilnehmer des OCHSNER SPORT Zürich Marathon und gehört zum Kreis des Jubiclubs, Läufer und Läuferinnen, die den Event bereits über zehnmal bestritten haben. „Ich bin meine persönliche Bestzeit gelaufen. Davon habe ich immer geträumt. Dass es heute geklappt hat, macht mich sehr happy“, sagte er im Ziel.
Das Frauenrennen wurde von Beginn weg von den beiden Kenianerinnen Lydia Cheruto und Anastasha Rono geprägt. Das Duo bestimmte das Tempo, ehe sich Cheruto durchsetzen konnte. Sie gewann in 2:28:25 Stunden – der drittschnellsten Siegerzeit in der Geschichte des OCHSNER SPORT Zürich Marathon. Sie unterbot ihre bisherige persönliche Bestzeit um fast zehn Minuten.
Auf Rang drei klassierte sich bereits die beste Schweizerin: Selina Ummel überzeugte mit einer starken Zeit von 2:39:13 Stunden und verbesserte ihre persönliche Bestleistung ebenfalls um rund fünf Minuten. „Ich wollte aufgeben auf der Strecke, aber mein persönlicher Pacemaker hat mich gepusht. Am Ende war ich viel schneller als erwartet“, erklärte sie im Ziel.