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Quo vadis, Marathon?

02.07.20
Quelle: Red. M4Y

Noch bevor die Laufsaison so richtig begann, kam das Virus, dessen Namen man mittlerweile kaum mehr hören kann. Alle Veranstaltungen  bis in den Spätsommer sind abgesagt, für einige Marathons im Herbst hat man dank der jüngsten (regional unterschiedlichen) Lockerungen der Beschränkungen wieder Hoffnung.

Gegenüber anderen Großveranstaltungen haben Laufevents den Vorteil, dass sie im Freien stattfinden und dass die Teilnehmer lückenlos registriert sind. Aber sind die aktuellen Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen mit vertretbarem Aufwand zu erfüllen? Verschiedene Veranstalter haben entsprechende Konzepte vorgelegt. Aber ist ein solcher „Corona-Marathon“ für die Teilnehmer überhaupt noch attraktiv?

Besonders bei den großen Citymarathons ist die Frage berechtigt, denn die Einschränkungen greifen genau dort, wo die Besonderheiten dieser Events zu sehen sind: Marathonmesse, Pasta-Party, Massenstart, Zuschauer und Hotspots an der Strecke, stimmungsvoller Zieleinlauf und Finisher-Buffet.  Einige Veranstalter winken bereits von sich aus ab. Ohne das sei das nicht mehr „ihr Marathon“.

 

 

Schlägt jetzt die Stunde der meist kleineren Landschaftsläufe?  Ein Starterfeld von ein paar hundert oder auch ein- oder zweitausend Läuferinnen und Läufer lässt sich gut entzerren (oder auf 2 Tage verteilen), unterwegs ist man über weite Strecken sowieso alleine und im Ziel kommen meist einzelne Läufer oder bestenfalls kleine Gruppen an.  Zuschauer sind bei Landschaftsläufen auch nicht das Problem, denn dabei handelt es sich meist um Angehörige der Teilnehmer.  Coronabedingte Einschränkungen sind für die Läufer also gar nicht so gravierend.

 

 

Trotzdem werden auch fast alle Landschaftsläufe abgesagt. Oft fehlt die für die Umsetzung der Bestimmungen notwendige Infrastruktur oder/und der Aufwand ist für die ehrenamtlich tätigen Organisatoren nicht zu schaffen. Oder man verweist auf das Risiko, andere Menschen zu gefährden.

Was ist Eure Meinung:  Lieber ein „Corona-Marathon“ als gar keiner?

Hier geht es zu unserer aktuellen Umfrage.

 

Bei dieser Gelegenheit:

 

Für den  auf den 13. September verlegten Hamburg Marathon und für den am 25. Oktober geplanten Frankfurt Marathon sind im Moment zwar keine Anmeldungen möglich, Absagen liegen jedoch keine vor.

Gute Nachrichten kommen aus der Schweiz,  aus Österreich  und auch aus Deutschland,  wo Meldungen zufolge bereits jetzt feststeht, dass einige Berg- und Landschaftsläufe wie z. B. der Kyffhäuser Berglauf oder der Hartfüßler Trail  stattfinden.  Prominenteste Veranstaltung ist dabei der Swissalpine in Davos. Die größte Berglaufveranstaltung Graubündens geht coronabedingt mit reduziertem Programm über zwei Tage. Am 25. Juli werden der neue Königslauf, der K68, sowie der bewährte K23 ausgetragen. Tags darauf erhalten die Läuferinnen und Läufer am klassischen Bergmarathon K43 und am K10 Startgelegenheiten.

Weitere Informationen dazu hier auf Marathon4you.de

 

 


 

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