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Grandioses Lauffest in der Hansestadt

24.04.22
Quelle: PM race-news-service.com / MHV

Yalemzerf Yehualaw läuft sensationelles Debüt – beide Streckenrekorde fallen 15. 000 Läuferinnen und Läufer sorgen für grandioses Lauffest in der Hansestadt

Yalemzerf Yehualaw hat den Haspa Marathon Hamburg mit sensationellem neuen Streckenrekord nach 2:17:23 Stunden gewonnen. Die 22-jährige Äthiopierin lief damit das mit Abstand schnellste Debüt über die 42,195 km aller Zeiten. Die bisher beste Debützeit hatte die Britin Paula Radcliffe 2002 in London mit 2:18:56 erzielt. Yalemzerf Yehualaw wurde in Hamburg auf Anhieb zur sechstschnellsten Marathonläuferin aller Zeiten und pulverisierte den bisherigen Streckenrekord von Meselech Melkamu (2:21:54) aus dem Jahr 2016. Yehualaws Landsfrauen Fikrte Wereta und Bone Cheluke belegten mit 2:26:15 beziehungsweise 2:26:23 die Plätze zwei und drei. Die schnellste deutsche Frau war Kristina Hendel (LG Braunschweig), die einen starken fünften Platz mit einer persönlichen Bestzeit von 2:27:29 belegte.

Bei den Männern gewann der Kenianer Cybrian Kotut mit 2:04:47. Er unterbot damit den bisherigen Streckenrekord von Eliud Kipchoge, der 2013 eine Zeit von 2:05:30 gelaufen war, deutlich. Zweiter wurde der aus Uganda stammende Debütant Stephen Kissa mit nur einer Sekunde Rückstand nach 2:04:48, Rang drei belegte der Äthiopier Workineh Tadesse in 2:05:07. Beste deutscher Läufer war überraschend der Debütant Florian Rösler (TV Konstanz) mit 2:15:03 auf Platz 21.

„Dies war ein großartiges Frühlings-Comeback für uns. Wir konnten ein großes, tolles Rennen auf den Hamburger Straßen präsentieren und sind stolz auf die extrem starken Resultate mit zwei Streckenrekorden und einem buchstäblich einmaligen Debüt von Yalemzerf Yehualaw“, sagte Chef-Organisator Frank Thaleiser.

 

 

Bei sonnigen aber windigen Bedingungen und Temperaturen um die 10 Grad Celsus lief die Yalemzerf Yehualaw von Anfang an an der Spitze und vergrößerte ständig ihren Vorsprung. Bei der Halbmarathonmarke betrug ihr Vorsprung mit einer schnellen Durchgangszeit von 68:30 bereits über zweieinhalb Minuten. Am Ende hatte sie fast neun Minuten Vorsprung. „Für meinen ersten Marathon lief das Rennen sehr gut für mich. Die schnelle Strecke lag mir und die Zuschauer waren eine großartige Unterstützung“, sagte die Siegerin.

Bei den Männern zeichnete sich von Anfang an ein enges Rennen ab. Erst bei Kilometer 38 fiel eine Vorentscheidung, als der Kenianer Cybrian Kotut und der aus Uganda stammende Marathon Debütant Stephen Kissa sich aus der sechsköpfigen Spitzengruppe lösen konnten. Beide lieferten sich bis zum Ende einen spektakulären Zweikampf. Im Schlussspurt konnte sich Cybrian Kotut mit einer Endzeit von 2:04:47 knapp vor Stephen Kissa (2:04:48) durchsetzen. Dritter wurde der Äthiopier Workineh Tadesse mit einer Zeit von 2:05:07. Alle drei Läufer blieben damit unter dem bisherigen Streckenrekord von 2:05:30, der im Jahr 2013 von Kenias Superstar Eliud Kipchoge aufgestellt wurde. „Ich bin sehr glücklich den Streckenrekord gebrochen zu haben. Die Pacemaker haben mir eine gute Deckung vor dem Wind verschafft“, sagte der Sieger Cybrian Kotut.

 

 

Bei den deutschen Läufern kam es besonders bei den Männern zu einigen Enttäuschungen. Philipp Pflieger und Johannes Motschmann (beide SCC Berlin) führten das deutsche Feld bis Kilometer 30 an. Kurz danach musste Pflieger aufgeben. Motschmann fiel ab Kilometer 35 deutlich zurück, beendete das Rennen aber mit einer Zeit von 2:17:08 auf Rang 24. Filimon

Abraham (LG Telis Finanz Regensburg) musste das Rennen ebenfalls bei Kilometer 35 beenden. Bester Deutscher wurde Florian Rösler (TV Konstanz) bei seinem guten Marathondebüt in 2:15:03. „Ich bin sehr überrascht, schnellster Deutscher zu sein. Das Rennen lief für mich nicht optimal, aber für ein Debüt sehr gut.“

Bei den Frauen war von Anfang an Kristina Hendel (LG Braunschweig) die führende deutsche Läuferin. Am Ende belegte sie mit 2:27:29 den starken fünften Platz in einem Topfeld. „Wir hatten von Kilometer 8 bis 31 mit Wind zu kämpfen. Zudem hatte ich am Anfang Krämpfe, die dann verschwanden. Ich habe meine persönliche Bestzeit geknackt und bin sehr stolz darauf. Ich hoffe, ich werde bei der EM in München im deutschen Trikot laufen,“ sagte Kristina Hendel, die international derzeit nur für Kroatien startberechtigt ist. Deborah Schöneborn (SCC Berlin) lief als zweite Deutsche auf Rang neun in 2:29:51.

 

 

Für die Sonntags-Wettbewerbe des 36. Haspa Marathon Hamburg hatten sich insgesamt rund 20.000 Läufer aus 68 Nationen angemeldet. Hamburgs Sportsenator Andy Grote und Haspa Finanzvorstand Jürgen Marquardt gaben um 9.30 Uhr den Startschuss für den Marathon.

Insgesamt kamen knapp 15.000 Athletinnen ins Ziel. Auch angesichts der nahezu optimalen Wetterbedingungen verlief der Tag für die Rettungskräfte des DRK recht ruhig. 82 Hilfeleistungen sowie 13 Rettungseinsätze standen nach Zielschluss um 15.50 Uhr zu Buche. Geschätzt hunderttausende Zuschauer feuerten die Athletinnen und Athleten entlang der Strecke an. Bereits am Sonnabend liefen zudem rund 9.000 Kinder und Jugendliche „Das Zehntel“ über 4,2 km.

Der 37. Haspa Marathon Hamburg fällt auf den 23. April 2023. Die Anmeldung hierzu startet am morgigen Montag, 25. April um 12.00 Uhr.

 

Ergebnisse 2022 – Männer:

1. Cybrian Kotut KEN 2:04:47
2. Stephen Kissa UGA 2:04:48
3. Workineh Tadesse ETH 2:05:07
4. Victor Kiplangat UGA 2:05:09
5. Abebe Negewo ETH 2:06:05

Frauen:

1. Yalemzerf Yehualaw ETH 2:17:13
2. Fikrte Wereta ETH 2:26:15
3. Bone Cheluke ETH 2:26:23
4. Tseginesh Mekonnen ETH 2:26:29
5. Kristina Hendel GER 2:27:29

 

 

Informationen: Haspa Marathon Hamburg
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