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Laufberichte

Tatort Luzern

 

Wieder habe ich einen weißen Fleck in der Marathonlandkarte farbig gemacht, denn in Luzern und am Vierwaldstättersee war ich bisher noch nie. Für die Anreise können die Läufer das attraktive SwissRunners-Ticket nutzen, das Hin- und Rückfahrt von jedem Schweizer Bahnhof beinhaltet. Du bekommst dafür zwei Codes für die Buchung mit der Startkarte etwa zwei Wochen vorher zugemailt. Es fallen keine zusätzlichen Kosten dafür an.

Henny und ich fahren schon am Freitag mit dem Zug dorthin und haben daher genug Zeit, die Stadt noch zu besichtigen. Unser Spaziergang führt natürlich in die Altstadt. Etwa 80000 Einwohner zählt die Stadt, die sich auf 436 Meter Seehöhe befindet. Sie ist Hauptort des gleichnamigen Kantons und gesellschaftliches und kulturelles Zentrum in der Zentralschweiz. Sowohl im Bildungsbereich (Universität, Hochschulen der Pädagogik und Wirtschaft) als auch im Tourismus (wegen der Nähe zu den Alpen und der Lage am Vierwaldstättersee) werden Einnahmen generiert, die Stadt ist daher wohlhabend, aber für uns Deutsche leider auch etwas teuer.

 

 

Der See und der Fluss Reuss teilt die Stadt in Altstadt und Neustadt. Verbunden sind beide durch mehrere Brücken. Die größte, die mehrspurige Seebrücke, werden wir am Lauftag gleich mehrmals überqueren. Wahrzeichen der Stadt ist die Kapellbrücke, zusammen mit der Spreuerbrücke im 14./15. Jahrhundert als Teil der Stadtbefestigung in Holzbauweise errichtet. Hochwasser und Feuer haben in der Vergangenheit immer wieder Schäden an den Brücken verursacht. In den Giebelfeldern der Spreuerbrücke sehen wir bemalte Holztafeln mit Motiven eines Totentanzes. In der Mitte der Brücke befindet sich eine kleine Kapelle, die der „Maria auf der Reuss“ geweiht wurde.

1993 hat ein Großbrand die gut 200 Meter lange Kapellbrücke fast vollständig zerstört, aber nach alten Plänen wieder originalgetreu aufgebaut.  Den Sonnenuntergang erleben wir auf der Museggmauer, die zusammen mit den integrierten Türmen ebenfalls als Wahrzeichen der Stadt gilt.

Am Samstag begeben wir uns zur Startnummernausgabe in den Schweizerhof, ein 5-Sterne-Tempel par excellance. Busse halten fast direkt vor dem Hotel am Schwanenplatz, der Bahnhof ist etwa zehn Minuten fußläufig entfernt. Am Platz vor den Hotel sind Alphornbläser und Fahnenschwinger aktiv, Sponsor Emmi verteilt Proben diverser Produkte. Im gediegenen Ambiente schlendern wir dann durch die Räume des Hotels, Aussteller präsentieren sich und Laufveranstalter machen uns auf künftige Termine aufmerksam. Bei der Startnummernausgabe präsentiert man seine Startkarte und man erhält seine Startnummer und ein Startsackerl mit mehreren Give Aways. Darunter ist auch ein Gutschein für Pasta oder Rösti.

Mittlerweile ist auch Reporterkollege Daniel eingetroffen, der sich als Pacemaker für die 4.45 Stunden engagieren will. Längere Zeit war er verletzungsbedingt außer Gefecht, seine Generalprobe hat er erfolgreich beim Dreiländermarathon am Bodensee vor drei Wochen hingelegt und für morgen fühlt er sich gut vorbereitet. Für einen längeren Ratsch und auch einen Spaziergang in der Stadt bleibt uns genug Zeit.

Der Sonntag, unser Wettkampftag. Vergessen darf man nicht die Zeitumstellung, andernfalls ist man halt eine Stunde zu früh vor Ort. Wir gehen rechtzeitig aus dem Haus und schließen uns ein paar Helfern an, die auch via Bus in Richtung Start am Verkehrshaus wollen. Weitere Transportmöglichkeiten aus Richtung Bahnhof sind eingesetzte Schiffshuttles und auch die Bahn. Am Startplatz vor dem Verkehrshaus sind sind mehrere Helfer als „Informanten“ eingesetzt, leicht zu erkennen an einer Beachflag, die mitgetragen wird. Eine Wertsachenabgabe ist ebenfalls eingerichtet.

 

 

Nur mehr wenige Minuten sind es bis zum Start um 09.00 Uhr, ich finde nur noch einen Zugang am Ende der Startaufstellung, nachdem ich den Start der Eliteläufer fotografiert habe. Schnell ist der erste Block davongelaufen, der nächste wird von den Helfern an die Startlinie geführt. Genau um 09.02 Uhr, mit zwei Minuten Verzögerung geht der zweite Block auf die Reise. Nach weiteren vier Minuten wird der dritte Block losgelassen, am Ende ordne ich mich ein. Die Uhr zeigt 09.07 Uhr und ein paar Sekunden. Wir laufen die Haldenstrasse stadteinwärts. Das Tempo ist hoch, so versuche ich erst gar nicht mitzugehen, denn in diesem Block habe ich vor mir den 3.45-Pacer gesehen. Und da brauche ich mich nicht dranzuhängen. Es wäre eine Harakiri-Aktion.

Bereits nach wenigen Minuten sehe ich die erste Musikdarbietung, die Hügü Schränzer Lozärn, eine Luzerner Guggenmusik. Ja, hier erwartet dich wie angekündigt ein wahrer Musikmarathon. Beschwingt treibe ich den dritten Startblock vor mir her und finde genug Platz zum Laufen. Ein paar Meter weiter, immer noch auf der Haldenstrasse beim Hotel Palace, unterhalten uns und die Zuschauer die Hot Bananas Steelband.

Gleich beim Casino geht es volkstümlich weiter, die ersten Alphornbläser halten ihre Instrumente „unter Dampf“. Schnell erreichen wir nach knapp zehn Minuten den Schweizerhof, wo untertags der Verkehr fließt. Jetzt ist alles zu Fuß unterwegs, die einen auf Zeit, die anderen, um auf einen interessanten Beobachterplatz zu kommen. In einem Halbbogen nach links laufen wir auf die Seebrücke zu. Im Hintergrund erheben sich die Ausläufer der Alpen über die städtische Silhouette. Schönes Bild an diesem sonnigen Herbsttag mit blauem Himmel und lauffreundlichen Temperaturen von jetzt etwa zehn Grad.

 

 

Rechts sehen wir die Kapellbrücke, nach links schweift der Blick weit hinaus auf den Vierwaldstättersee, dessen Uferlänge 150 Kilometer misst und der über 200 Meter tief ist. An der Seebrücke fließt das Wasser über die Reuss ab in Richtung Aare. Durch die von Föhn begünstigte Lage ist das Klima am Vierwaldstättersee relativ mild und gleicht fast dem des Kantons Tessin südlich des Alpenhauptkammes. So wachsen hier auch Hanfpalmen, Feigen, Zypressen, Edelkastanien und weitere südländische Pflanzenarten.

Noch vor dem Bahnhof bleiben wir an der Uferlinie und rennen in Richtung Europaplatz. Der Bahnhof in der jetzigen Form existiert sein 1991. Es gab natürlich schon davor einen Bahnhof, aber nur noch das Portal (von 1896) ist nach einem Brand (1971) erhalten. Gleich daneben befindet sich das Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL), Schauplatz für viele klassische Konzerte. Wir begnügen uns mit einer musikalischen Unterhaltung der Burgspatzen Grosswangen. Diese organisieren im nächsten Jahr das 20. Schweizerische Blaskapellentreffen. Über den Inseliquai erreichen wir die Werftstrasse, wo nun rund 10 bis 15 Alphornbläser uns Beine machen.

 

 

Wartegg, gleich haben wir Kilometer fünf geschafft. Ich kann auf Walter auflaufen, der sich in einem fast schon antiquierten Deutschen Fußballnationaltrikot als Böörti Fogts ausgibt und oft angesprochen wird. Alle Musikbands aufzählen kann ich nicht, da hätte ich viel zu tun. Die Guggenmusig (ja, richtig geschrieben!) Löchlitramper Littau hat gerade Pause. Dafür brauchen sich die Helfer an der folgenden Trinkstelle nicht wegen der fehlenden Arbeit zu beklagen. Es wird eifrig zugegriffen. Genug trinken, wir wurden noch am Start darauf hingewiesen, denn die Temperaturen steigen jetzt merklich. Wasser, Iso, Bananen, Riegel stehen im Angebot und später wird auch Cola gereicht.

Die Fünf-Kilometer-Marke kommt und gleich danach haben wir die 25 bis 30 Höhenmeter bis zur Stutzhöhe überwunden. Einige müssen jetzt schon gehen. Zuerst Musik aus der Konserve und dann die Nölli Grötze Lozärn lassen mich fast beschwingt hochtraben.

Danach geht es länger wieder hinunter, ich lasse es hinunterrollen, ohne dass ich das Tempo erhöhe. Einige brettern da hinunter, als ob es eine Zwischenwertung gäbe. Vor Kilometer acht geht es nochmal eine Rampe hinauf. Tempo herausnehmen!

St. Niklausen, Ortsteil von Horw, liegt idyllisch am See: Prachtvolle Villen, Einfamilienhäuser, alles im gehobenen Niveau, hier ist Schweizer Kapital zuhause. Und in Verlängerung nach Süden sind wir den Bergen näher gekommen. Der Pilatus, Hausberg Luzerns, dominiert mit seinen 2128 Meter Höhe. Heute ist er noch schneefrei, doch wie schaut es in ein paar Tagen aus, eine Kaltfront hat sich angekündigt. Eigentlich ist der Pilatus eine Bergkette mit einigen Gipfeln, dessen höchster das Tomlishorn ist. Die steilste Zahnradbahn mit 48 Prozent führt auf Pilatus Kulm (2073 Meter) hinauf.

Eine Wetterregel gibt es auch, die lautet:
„Hat der Pilatus einen Hut
bleibt im Land das Wetter gut.
Hat er einen Nebelkragen
darf man eine Tour wohl wagen.
Trägt er aber einen Degen,
bringt er uns gewiss bald Regen.“

Mit dem Degen ist eine Wolkenfahne gemeint. Tatsächlich zeichnet sich am Himmel eine solche ab, das Zeichen für den Wetterumschwung.

 

 

Kastanienbaum und Hinterrüti sind zwei weitere Ortsteile von Horw, welche wir durchlaufen. Unser Kurs hat sich mittlerweile nach Nordwesten gedreht. Das Wasser des Vierwaldstättersees geht bis zur Straße. Geländer gibt es keines. Zumindest ist das Wasser nicht tief, man sieht den Boden. Kilometer zehn ist zu erkennen  an einer Fahne, ansonsten wird jeder Kilometer „normal“ angezeigt. Wir laufen an einem kleinen Yachthafen vorbei und dann geht es schon in die Ausläufer von Horw.

Über ein kurzes Stück Kopfsteinpflaster geht es leicht ansteigend in den Ortskern. 14.000 Einwohner hat die Gemeinde und man glaubt, fast alle sind an der Straße zum Anfeuern. Im Ortskern tobt der Bär, die  Außengastronomie ist mit begeisternden Zuschauern voll besetzt! Drei Marathontore, Moderation, Musik, alles unterhalb der Kirche St. Katharina, die im Kern dominiert. Ein paar Meter von hier wird in einer Nebenstraße um 13.05 Uhr der 10 Kilometer-Lauf gestartet. Über 2500 Meldungen sind dazu eingegangen. Sie sollen den langsameren Marathonis auf ihrer zweiten Runde helfen. Oder antreiben!

Wir verlassen Horw (das „w“ wird als „b“ ausgesprochen) und gelangen nach Mattenhof. Anfangs laufen wir durch eine Schrebengartenkolonie mit Namen wir Tulpen- oder Lilienweg. Einige Helfer stehen dann an den Bahngleisen und regeln den Verkehr mit den aus- und einsteigenden Zugpassagieren. Und dann sehen wir schon die Swissporarena Luzern in ein paar Hundert Meter Entfernung, Heimat des FC Luzern. Kurz vor dem Marathon gab es da im Verwaltungsrat atmosphärische Störungen, da vier von sechs Verwaltungsräten das Handtuch geworfen haben. Die NZZ hat den Zustand als „Villa Kunterbunt“ beschrieben.

 

 

Im Stadion haben sich einige hundert Lauffans versammelt und applaudieren. Musik, Moderation und die Maskottchen Siegfried und Leu erwarten uns Läufer. Toll. Gleich nach den Stadionparkplätzen habe ich den 15. Kilometer hinter mich gebracht, 90 Minuten bin ich unterwegs. Und mit Livemusik geht es gleich weiter, die Rigischränzer aus Wäggis machen Stimmung. Wir laufen durch ein paar Vorortstrassen, gelangen so in die Nähe des Bahnhofs und laufen vorher noch durch ein Parkhaus der SUVA, der Schweizerischen Unfallversicherung.

Gleich danach sehe ich dann schon die schnellsten Marathonläufer auf ihrer zweiten Runde, ein paar Kilometer voraus. Die Stimmung und Begeisterung nimmt wieder zu, Alphornbläser sind weiterhin aktiv. Pfeile weisen dann in das KKL hinein, wo Blitze, Nebel. Laute Musik und Moderation auf uns einwirken. Dann gleich helles Tageslicht und viele Zuschauer hinter den Banden.

Wir lassen die Seebrücke rechts liegen und laufen in die Bahnhofstrasse, an der Kapellbrücke und dem Wasserturm vorbei. Links sehe ich Theater und Jesuitenkirche, die dem St. Franz Xaver geweiht ist. Das Gotteshaus ist die erste große Barockkirche der Schweiz, sie wurde von 1666 bis 1677 erbaut. Aufpassen ist nun erste Läuferpflicht, denn das Pflaster weist einige Unebenheiten auf und wer will schon eine Bauchlandung machen. Wir überqueren die Reuss auf der gleichnamigen Brücke und sind in der Altstadt.

 

 

Leicht bergan laufen wir auf Kopfsteinpflaster zum Weinmarkt. 1332 haben hier die Luzerner den eidgenössischen Bund mit Uri, Schwyz und Unterwalden geschlossen. Konrad Lux hat 1481 den Weinmarktbrunnen erbauen lassen, der als schönster Brunnen der Stadt gilt. Über die Kornmarktgasse laufen wir auf den Kornmarkt, wo 1370 die Stadt ein öffentliches Kaufhaus errichtet hat. Rechts sehen wir das Rathaus mit dem großen Uhrenturm.

Ein paar Augenblicke später erreichen wir den Kapellplatz mit dem Fritschibrunnen. An diesem Ort beginnt am Schmutzigen Donnerstag die Fasnacht. Bis zum Aschermittwoch sind dann die Narren unterwegs. Wir Narren verlassen am Schwanenplatz die Altstadt, der Rückweg für die Halbmarathonis hat längst begonnen, noch zwei Kilometer müssen diese zurücklegen. Einige schalten schon einen Gang höher, andere kämpfen sich Schritt für Schritt vorwärts.

Vor uns ist die Hofkirche St. Leodegar zu sehen, ein weiteres Wahrzeichen der Stadt. Diese wurde ab 1633 auf den Fundamenten einer vormaligen Basilika erbaut. Sie gilt als eine der kunsthistorisch wertvollsten Kirchen der Spätrenaissance im deutschsprachigen Raum. Vor knapp zwei Stunden kamen wir aus der Gegenrichtung, die Musikanten spielen weiter ohne Unterlass. Ich erreiche Kilometer 20 und dann die Wende. Deutlich die Mehrheit des Feldes läuft nun die letzten Meter zum Ziel am Verkehrshaus. Nur eine Minderheit hat wie ich das volle Programm gebucht. Footballspieler passen auf, dass jeder auf seiner Strecke bleibt. Ich klatsche jeden ab, einer haut mit Zug auf meine Pratzen. Aua, so ein grober Lackel. Wer nach 12.15 Uhr hier ankommt, wird nicht mehr auf die zweite Runde gelassen. Zielschluss ist nämlich für alle Läufe um 15.00 Uhr. Sechs Stunden hat man also Zeit, doch durch den Blockstart fehlen da einige Minuten.

Jetzt kann ich meine Verfolger sehen, die in dichten Scharen Richtung Wende laufen. Der 4 Stunden-Pacer hat vielleicht zwei, drei Minuten Rückstand, der wird mich aber holen, das weiß ich jetzt schon. Der Läuferstrom reißt bis zur Seebrücke und dem Bahnhofsplatz nicht ab.

Nach der Werftstrasse kommt eine Streckenänderung, die uns in einem Park fast bis zum See bringt. Erst danach kommen wir kurz vor dem fünften Kilometer auf die bekannte Strecke. Das Feld hat sich nun gescheit entzerrt. Aber, und das finde ich sehr positiv, es sind nur minimal weniger Zuschauer an der Strecke und die Musikanten sind weiter am Spielen. Bei Kilometer 28 ist man dazu auch noch sportlich, denn die Bläser marschieren im Takt über die angrenzende Wiese. Kurz vor 12.00 Uhr befinde ich mich bei Kilometerschild 30. Die Helfer sind immer noch eifrig am Anfeuern.

 

 

In Horw hat die Feierlaune eher noch zugenommen, denn in rund einer Stunde werden die Zehnkilometer-Läufer auf den Weg geschickt. Kilometer 35, 12.30 Uhr, die Sonne hat sich mittlerweile hinter den Schleierwolken etwas versteckt, doch die Wärme bleibt uns erhalten. Es hat knapp 20 Grad. Nach dem Stadion hat eine Band gerade eine Pause, einer der Musiker hat ein Bier in der Hand. Wie mich das Getränk anzieht, Wahnsinn. Der gierige Blick wird bemerkt: „Der Marathoni braucht ein Bier!“ Nur, das Bier ist schon mehr als schal, es ist, wie man bei uns sagt, „soachwoarm“. Verwöhnt ist er auch noch, der laufende Reporter.

Jetzt beginnt meine Kür, die Zeit ist egal und ich laufe die letzten Kilometer mit Genuss in Richtung Ziel auf dem Gelände des Verkehrshauses der Schweiz. Das ist das meistbesuchte Museum der Eidgenossen. Zu sehen sind Sammlungen von Lokomotiven, Autos, Schiffen und Flugzeugen sowie Ausstellungstücke aus dem Bereich der Kommunikation. Doch heute werden die Läufer bestaunt. Es geht durch ein Stück eines Eisenbahntunnels, wo am Rand Kinder auf die Werbetafeln schlagen und so einen Höllenlärm machen. Dann geht es auf dem roten Teppich noch rund 50 Meter bis zur Ziellinie, wo einem hochoffiziell gratuliert wird. Ein stimmungsvoller Zieleinlauf, der nicht zu toppen ist. Ich kriege Gänsehaut und frage mich spätestens jetzt, warum ich nicht schon früher nach Luzern gekommen bin.

Daniel hat schon Recht, es ist einer der schönsten Stadtläufe in der Schweiz. Am Ausgang erhalten wir die Medaillen, die mit goldenen Band ist für die Marathonis, die mit rotem Band für die Halben. Ein paar Meter weiter gibt es die süße Gabe eines Zuckerbäckers und gleich danach werden uns Früchte auf glänzendem Tablett angeboten und manchmal sogar nachgetragen. Im Zielbereich hole ich mir als erstes ein Bier (Gutschein an der Startnummer) und danach gleich das Finishergeschenk, ein blaues Funktionsshirt.

Was ich nicht auslasse, ist die Unicef-Extra Meile über 600 Meter, wo man noch für eine Spende eines Sponsors laufen kann. Gerade rechtzeitig komme ich zurück ins Ziel, als unser Daniel „just in time“ ins Ziel läuft. Nur wenige Sekunden hat er seine 4.45 Stunden als Pacer unterboten, Maßarbeit. Herzlich willkommen, Daniel, im Marathonlager.

 

Mein Fazit:

 

Ganz einfach: TOLL. Eine einmalig schöne Strecke durch die Stadt, die belebten Vororte und entlang dem Vierwaldstättersee mit Blick auf die Berge. Ein weiterer Höhepunkt ist das Ziel am Verkehrshaus der Schweiz. Eine super Verpflegung, viele freundliche Helfer, die einen jederzeit unterstützen, und ein klasse Publikum.

Eine Episode am Rande muss ich auch noch loswerden. In unserer Unterkunft werden wir als Finisher noch zur privaten Nudelparty eingeladen und schauen den Tatort an, der passenderweise aus Luzern kommt. Mein Tatort ist Luzern und der Täter kehrt immer an den Tatort zurück. Wetten? Nächste Ausgabe 25.10.2020.

 

Ergebnisse Männer

1. Kay-Uwe Müller, 2.27.04
2. Philipp Arnold, 2.32.53
3. Akira Sakaguchi, 2.35.24

Ergebnisse Frauen

1. Franziska Innauen, 2.55.03
2. Mirjam Niederberger, 2.56.30
3. Nina Högger 3.03.11

Im Ziel:
833 Männer, 232 Frauen

 

Informationen: SwissCityMarathon Lucerne
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