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Laufberichte

HOLA aus dem Trainingslager auf Mallorca

02.04.11

 

Sechster Tag:


Wir fahren heute wieder eine kürzere Tour, die uns nach Süden nach Cala Pi bringt. Der Ort liegt südlich von Cap Blanc. Von einer Aussichtsterrasse bietet sich ein schöner Ausblick auf das Meer. Unser weiterer Weg führt wieder ins Landesinnere nach Llucmajor, wo wir einkehren. Die Pause wird jedoch kurz gehalten, da abermals der Wind auffrischt. Die Wetterprognose für den späten Nachmittag ist abermals schlecht, obwohl jetzt noch die Sonne scheint.

Doch beim Zurückfahren zieht es am Himmel schnell zu und auf Höhe S’Arenal fängt es zu regnen an. Für den langen Lauf tritt nur der harte Kern an. Mittlerweile hat es Sturmstärke. Ein Thermometer an einer farmacia zeigt gerade neun Grad an. Brrr!

Ein Laufkollege bekommt dann von der See eine Breitseite Wasser ab. „Salzig war’s“, so seine Feststellung nach dem Wassergeschmack. Ach ja, einer unser Fussballverrückten fliegt für 13 EUR mit einer Billig-Airline nach Madrid zu einen weiteren Fußballspiel in der Champions League.

Was kostet die Woche auf Mallorca? Ich empfehle eine Buchung einer vollen Reise bei einem Reiseveranstalter. Also Flug, den Zubringer vom Flughafen zum Hotel und dort zweckmäßig Halbpension. Rechnet mal mit kompletten Kosten (ohne Radmiete) von 300 bis 500 EUR im Doppelzimmer pro Person. Je nach Anzahl der Sterne der Unterkunft kann man den Preis ein wenig beeinflussen. Unsere Reise kostet etwa 100 EUR mehr als im vorherigen Jahr. Ursache vielleicht die Unruhen im nordafrikanischen Raum. Wer ein Last-Minute-Angebot bekommt, kann da eventuell noch sparen.

 

Siebter Tag:


Nach dem Morgenlauf folgt heute die letzte Ausfahrt. Es soll nach Petra gehen. Das Wetter hat total gedreht. Es ist zwar noch ein wenig windig, aber deutlich wärmer als tags zuvor. Und Sonne satt schon in der Früh.

Nach dem sechs Kilometer langen Anstieg nach Süden auf der Küstenstraße fahren wir wieder über kleinere Straßen nach Llucmajor. Es kommen uns zwei Skater in einem Höllentempo entgegen.

Von Llucmajor zieht sich die Straße immer weiter steigend nach Randa hoch. Wer da noch nicht genug hat, kann noch die fünf Kilometer lange Serpentinenstraße zum Puig de Randa befahren. Oben auf dem Berg (542 Meter hoch) befindet sich eine ballonartige Radarstation. Interessant sind auf diesem Tafelberg drei Klöster, darunter Kloster Lluc (Santuari de Lluc).

Nach dem langen Anstieg kommt dann eine längere Abfahrt, die uns nach Montuïri führt. Der Ort zählt zu den ältesten Orten der Insel und auch der wird überragt von der Pfarrkirche Sant Bartomeu.

Später holt sich dann Stefan auf einem neuen, aber ungepflegten Radweg einen Plattfuss, der ihn dann noch das Gefährt unter dem Hintern wegzieht. Er stürzt, aber gottlob passiert nichts. Es ist schon zweckmäßig, mit Radhelm zu fahren.

Petra, unser heutiges Ziel, ein kleines Städtchen mit 3000 Einwohnern, wirkt fast verschlafen. Bekannt ist Ort als Heimat des Missionars Junipero Serra, der als Begründer der Metropolen San Francisco und San Diego gilt. Die Pfarrkirche San Pere mit seinen großen offenen Arkaden dominiert hier ebenfalls den Ort. Über Porreres radeln wir dann direkt nach Arenal zurück und geben unsere Räder beim Vermieter ab. 506 Kilometer zeigt mein Tacho an.

Ein Besuch beim Ballermann 6 beschließt dann die Woche. Wer da einem Eimer Sangria saufen will, der muss dann seinen Geldbeutel weit aufmachen. Kostet läppische 36 EUR. Nur mal zum Vergleich: Für 0,6 Liter Sangria (Glas ist kleiner als 0,5 Liter-Bierglas!) werden 5 EUR abgedrückt. Im Behältnis ist aber mehr als die Hälfte Eis. Eine halbe cerveca (Bier) kostet vier Silberlinge. Das geht grad noch.

Fazit:
Wer in der Gruppe zeitig im Jahr an seiner Form arbeiten will, der kann eine Woche auf Malle buchen. Sportlich und urlaubstechnisch ist alles möglich, von 700 Kilometern auf dem Radbock bis hin zu 120 Laufkilometern, Einkaufstouren für die Ehefrauen, Besichtigungen per Mietwagen, geführte Tagestouren der Reiseveranstalter oder Wanderungen. Wer seinen Termin im März geschickt plant, kann noch am Halbmarathon in Palma teilnehmen. Dafür waren wir zwei Tage zu früh dran.

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