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Laufberichte

Spijkernisse Spark Marathon

16.12.12

Uitstapje naar Zuid Holland

Eigentlich wollte ich letzte Woche bei Siebengebirgsmarathon laufen, konnte aber wegen der schweren Schneefälle und der Flugausfälle dort nicht antreten, daher hatte ich mich entschlossen nun einen Ausflug (en uitstapje) nach Spijkernisse zu machen.

Spijkenisse ist eine Stadt und Gemeinde in den Niederlanden. Sie befindet sich in der Provinz Südholland (Zuid Holland) auf der Insel Voorne-Putten. Sie hat eine Gesamtfläche von 30 km². Spijkenisse ist ein Vorort von Rotterdam. Die Stadt liegt etwa 12 km südwestlich der Rotterdamer Innenstadt, an mehreren Land- und Wasserstraßen (darunter der Hartelkanal, der Fluss Spui und die Oude Maas). Einen Bahnhof hat Spijkenisse nicht, aber mit der Metro Rotterdam kann man das Zentrum und den Hauptbahnhof der Massenmetropole in 25 - 30 Minuten erreichen. Autofahrer haben es etwas schwieriger, da das Festland von der Insel aus nur über zwei Brücken erreichbar ist, die in der Hauptverkehrszeit zu einem Nadelöhr werden.

Und genau über eine dieser Brücken bin ich dann auch am Sonntagmorgen gefahren. Direkt dahinter liegt die Athletikbaan (Sportplatz) Spark von Spijkernisse. Parkplätze gibt es hier in ausreichender Anzahl in unmittelbarer Nähe. Ich hatte mich natürlich für den Marathon entschieden, der um 11 Uhr startet. Daneben gibt es noch einen Halbmarathon um 11.10 Uhr und einen 10km und 5km Lauf, jeweils 10 Minuten später.

Ich hatte mich im Internet kurzfristig angemeldet und konnte dann als „Ausländer“ auch vor Ort bezahlen. 17,50 € sind recht preiswert. Dafür gibt es dann eine schöne Rundstrecke und eine Finishermedaille im Ziel. Die Startunterlagen sind schnell abgeholt, und wieder einmal gibt es einen anderen Chip, der am Schuh festgemacht werden muss. Auch das ist schnell erledigt und dann geht es knapp 200 m zum Start. Also alles sehr konzentriert gelegen und professionell organisiert.

Das Teilnehmerfeld beim Marathon ist recht übersichtlich: Knapp 250 Teilnehmer aus 10 Ländern, neben den Niederlanden auch Belgien, England, USA, Norwegen und England, naja und natürlich auch einer aus Deutschland - und das bin ich. Schwer verständlich, da dies ein wirklich sehr schöner, gut organisierter Marathon ist, der auch nicht weit entfernt von uns stattfindet. Vielleicht motiviert dieser Bericht, sich mal den Nachbarn anzusehen. Bei diesem Lauf erlebt man Holland pur, nur Tulpen und der Käse fehlen. Aber der Reihe nach:

Nach dem pünktlichen Start sind erst 1,5 Runden im Stadion auf der Tartanbahn zu laufen, bevor es dann in die Landschaft geht. Landschaft ist hier wörtlich gemeint. Auch wenn wir direkt neben der Bebauung starten, sind wir direkt im Grünen. Es geht durch Wälder und entlang von Kanälen, also wie man sich Holland vorstellt. Dann geht’s am Deich entlang und wir bekommen den Rest zu sehen und zu spüren, Rinder und Schafe und viel, viel Wind. Der ist bei den 5 Grad doch schon etwas unangenehm. Dazu kommen dann immer wieder Regenschauer.

Alles ist sehr idyllisch und wir laufen immer wieder an Kanälen, Flüssen und Seen vorbei. Möven, Gänse, Schwäne, Blesshühner und Enten sind überall. So geht es fast 25 km über die Insel. Jeder Kilometer ist ausgeschildert und alle 5 km gibt es etwas zu trinken. Am Anfang leider nur kalte Getränke, ab km 30 dann auch warmen Tee. Leider keine feste Verpflegung. Wenn man es weiß, kann man sich ja was einstecken, was die meisten Teilnehmer auch tun.

Ab km 25 kommen wir dann auch hin und wieder durch kleine, malerische Vororte. Alles sieht schön aus, wie auf Postkarten. Also doch ein echter Ausflug. Immer wieder mal Deiche rauf und runter, damit etwas hügelig aber doch im Ganzen flach. Wenn der Wind nicht wäre, könnte man auch recht flott laufen. Aber ich bin ja sowieso zum Vergnügen da und Spaß macht es auf jeden Fall.

Ach ja, das Finish hab ich fast vergessen. Die letzten 3 Kilometer gehen dann doch noch durch ein Industriegebiet, bevor wir dann wieder die große Brücke sehen. Kurz noch drunter durch und dann geht’s zum Endspurt über 1 km bis ins Station, wo dann noch 300 Meter zu laufen sind.

Im Ziel gibt’s dann noch die Medaille und aus meiner Sicht noch viel wichtiger: Heiße Boullion bis zum Abwinken.

Für mich steht fest: Ein toller, gut organisierte Lauf. Ich komme wieder. Nächster Termin ist der 15.12.2013

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