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Laufberichte

2. Kolobrzeg (Kolberg)-Marathon 2014

 

Seit 250 Jahren weist der Kolberger Leuchtturm der Schiffahrt schon den Weg. Man kann den roten Backsteinleuchtturm besteigen und von der Galerie in 26 m Höhe seinen Blick über die Stadt und auf den von massiven Redouten flankierten Hafen und auf die Reste der preußischen Festungsanlagen schweifen lassen.


5 km Premiumstrand säumen das beliebte Seebad an der polnischen Küste. Neben dem weißen Strand, einem idyllischen Kurpark, Sanatorien, einem Jachthafen und der Altstadt hat Kolberg so einiges zu bieten. Das Salz war der Schlüssel für den Aufstieg zur mächtigen Hansestadt. Als Kurort hat Kolberg eine über hundertjährige Tradition auch diese hat mit Salz zu tun: Die Heilbehandlung mit Mineralwasser und Solebädern, erstmals 1804 beschrieben, ist landesweit berühmt.


So ist es nun nicht verwunderlich, dass genau hier die idealen Bedingungen gegeben sind, um einen Marathon von LEUCHTTURM zu LEUCHTTURM anzubieten.
Einer der Organisatoren dieses Marathons ist u.a. der Hoteldirektor Woitek Furmanek vom Sanatorium San. Deshalb ist das San Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung.
Etwa 350 Läuferinnen und Läufer stehen in der Starterliste des 2.Kolobrzeg Marathon. Wir haben uns als 4er Team angemeldet. Jens Hansel von Kolberg-Cafe.de (einem deutschsprachigen Onlineportal für die Region Kolberg) hat für uns einen Sponsor aufgetan, Brylla Reisen. Dieser übernimmt die Startgebühren und die Unterkunft, wenn wir in seinem T-Shirt starten. So gehen Biggi, Jens, Alex und Sascha im Brylla-Shirt an den Start.

 

 
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Die Startnummernausgabe befindet sich samstags von 14-21Uhr im Sanatorium San und sonntags im Startbereich von 7-9 Uhr.


Jeder Läufer erhält einen Starterbeutel und ein Marathonshirt. Diesjährig unter dem Motto "100. Marathon von Zbigniewa Malinowskiego", der in den letzten 10 Jahren immer erfolgreich den Spartathlon finishte. Überhaupt steht der Spartathlon im Mittelpunkt, denn alle polnischen "Spartathlonikis" bekommen einen Freistart. Diese sind dann auch sehr zahlreich im Starterfeld vertreten.


Am Vortag zum Marathon fand auch noch direkt am Strand der Ostsee eine Nordic-Walking Veranstaltung statt, bei der versucht wurde, den aktuelle Weltrekord "The most people Nordic walking simultaneously" aus dem Jahre 2006 von derzeit 1.026 TeilnehmerInnen zu überbieten. Obwohl Nordic Walking ja ein "Rudel-Sport" ist, konnte der Rekord leider nicht gebrochen werden und verbleit weiterhin in Schweden. Wir haben uns jedenfalls unter die Nordic-Walker gemischt und viel Spaß gehabt.
Läufer, die Tags zuvor anreisen, können auch noch in einer naheliegenden Schule kostenlos übernachten und abends im San an einer Pastaparty teilnehmen.

Da die beiden Leuchttürme knappe 45km voneinander entfernt sind, gibt es 2 Startzeiten, einen um 9 Uhr direkt am Leuchtturm von Kolobrezg für die Medien, Offizielle, etc. und den eigentlichen Marathonstart um 10 Uhr, knappe 2,5 km entfernt.
Zeitmessung erfolgt per Chip, um die Nettozeiten zu werten. Die ersten 2 km führt der Weg auf der breiteren Straße der Strandpromenade entlang. Der Wind ist frisch, die Sonne blinzelt uns zu und mit dem Rauschen der Ostsee an der Seite können die Füße gar nicht schnell genug mit dem Wind um die Wette laufen.

 

 
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Nach einem weiteren Kilometer wird die Strecke plötzlich eng. Der Weg führt durch das Naturschutzgebiet Ekopark Wschodni. Hierbei läuft man auch über eine schmale Holzbrücke. Die erste Verpflegung kommt bei Km 5. Es gibt Iso, Wasser, Bananen, Waffeln und Schokolade.


Dann geht es knappe 5 km auf dem  Radweg "Bike the Baltic" weiter. Ab jetzt kann man bequem überholen. Nach dem 2. VP passiert man den Ort Ustronie Morskie, der eine kleine Stimmungshochburg ist. Die Läuferinnen und Läufer werden tüchtig bejubelt. Nach einem kurzen Waldstück geht es noch einmal einige Kilometer an eine malten Militärstützpunkt vorbei auf etwas unebenen Beton. Auch hier ist der VP auf sehr schnelle und durstige Läufer eingestellt.

 

 
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Ab Kilometer 16 kommt man noch durch ein schönes, trailiges Waldstück, dass man aber nach 4 km wieder verlässt. Wer denkt, der Leuchtturm und damit die Wendemarke muss doch nun endlich zu sehen sein, dessen Geduld wird hier schon hart auf die Probe gestellt, denn zum einen kommen die Läuferinnen und Läufer, die sich schon auf dem Rückweg befinden, entgegen, zum anderen sieht man den Leuchtturm erst kurz bevor man ihn auch erreicht hat.


Dort schreibt ein Helfer die Startnummern auf, dann geht es einmal um den Leuchtturm und endlich  wieder zurück. Hier ist ebenfalls ein VP, genau richtig zur Stärkung für den Rückweg. Mit viel Gegenwind, aber auch mit vielen Läuferinnen und Läufern, die nun entgegenkommen, geht es retour.


Es ist Mittag und die Ostsee präsentiert sich in ihrer ganzen Schönheit. Jetzt hier einfach verweilen. Insgeheim beneidet man die Passanten, die einfach auf den Parkbänken sitzen und die Sonne genießen. Nein, heute soll es so schnell es geht zurück ins Ziel. Das Meer können wir auch nach dem Finish noch genießen. Die Strecke ist auf dem Rückweg sehr kurzweilig. Das Zeitlimit beträgt in Kolobrzeg 6 Stunden, sodass auch Genussläufer hier auf ihre Kosten kommen.

 

 
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Im Ziel angekommen, erwartet einem eine Verpflegung, die keine Wünsche offen lässt: Heißer Tee, kaltes Bier, süße Teilchen, dicke Grillwürste, Obst, Iso etc. und auch noch eine leckere Fischsuppe.


Das Allerbeste ist aber die Massage. Fast 15 Minuten lang wird hier jede noch so verschwitzte Läuferwade wieder in Hochform geknetet.
Bis zur letzten Minute werden alle ins Ziel gejubelt und jeder Finisher bekommt eine dicke Medaille um gehangen.

Wir kommen gerne wieder, die lange Anfahrt hat sich gelohnt!
Der nächste Termin steht mit dem 2. Mai 2015 auch schon festund das Teilnehmerlimit wurde ebenfalls auf 500 Starter erhöht.

 


 

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