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Tadesse Abraham: Top-Favorit beim Vienna City Marathon

19.02.19
Quelle: Pressemitteilung

Der Schweizer Rekordmann führt das Elitefeld des Vienna City Marathon an. Robert Chemosin, der Wien-Sieger von 2016, und Aufsteiger Kenneth Keter zählen zu den stärksten Konkurrenten.

Ein Europäer als Top-Favorit beim Vienna City Marathon: Tadesse Abraham macht’s möglich. Der Schweizer Rekordhalter mit Bestzeit 2:06:40 Stunden ist seit Jahren einer der besten Marathonläufer Europas und startet am 7. April in Wien. Damit führt der 36-Jährige das Elitefeld des Vienna City Marathon an. Als Silbermedaillengewinner bei den Europameisterschaften in Berlin 2018, Europameister im Halbmarathon 2016 sowie als Siebter und bester europäischer Läufer beim Olympiamarathon von Rio ist er ein großer Name im internationalen Laufsport.

„Mein Hauptziel ist es in Wien zu gewinnen“, sagt der aus Eritrea stammende Schweizer. Gelingt ihm dies, wäre er der erste europäische Männer-Marathonsieger in Wien seit dem Portugiesen Luis Novo 2001. „Es ist jetzt zu früh, um Näheres zu sagen, aber ich will eine gute Zeit laufen und es soll schneller sein als in Dubai“, so Abraham. Im Jänner hatte er beim Dubai Marathon mit 2:09:50 auf Rang zehn eine Leistung gezeigt, mit der er aufgrund seiner Vorbereitung nicht zufrieden sein konnte. „Da ich in Dubai ab Kilometer 30 nicht mehr voll gelaufen bin, will ich im Frühling bei einem weiteren Marathon starten“, erklärt er. Zur Vorbereitung bricht er am Mittwoch nach Addis Abeba auf, wo er bis unmittelbar vor dem Marathon in der Höhe trainieren wird, unterbrochen nur von einem Testrennen am 16. März beim Kerzerslauf (15 km) in der Schweiz.

 

 

Für das Spitzenfeld des Vienna City Marathon, einem IAAF Gold Label Rennen, konnte Topathleten-Manager Mark Milde starke Konkurrenz gewinnen. Abraham trifft auf die Kenianer Robert Chemosin und Kenneth Keter. Die Asse aus Afrika werden den Schweizer immer im Auge behalten wollen. Chemosin, 30, ist der VCM-Sieger von 2016 und bringt eine Bestzeit von 2:08:05 Stunden mit, die er beim Warschau Marathon 2015 gelaufen ist. In Wien schaffte er bei damals sehr windigen Bedingungen die Siegerzeit von 2:09:48: „Das ist der Beginn eines neuen Lebens für mich“, sagt er nach seinem Erfolg. Beeindruckend auch seine Top-Halbmarathonmarken von 59:19 und 59:37 Minuten aus den Jahren 2013 und 2015. Mit dem erst 22-jährigen Kenneth Keter kommt zudem ein hochtalentierter Aufsteiger nach Wien. Bei seinem Marathondebüt vergangenen Oktober in Frankfurt ist er trotz starken Windes sehr beachtliche 2:07:34 Stunden gelaufen und hat den fünften Platz geholt. Auf seinen zweiten Auftritt im Marathon darf man sehr gespannt sein.

Während Tadesse Abraham vor großen Rennen regelmäßig in Äthiopien ist, war er seit 2004 nicht mehr in seiner Heimat in Eritrea. Damals startete er bei den Crosslauf-Weltmeisterschaften in Brüssel und setzte sich anschließend vom Team Eritreas ab. In der Schweiz, wo er für den LC Uster startet, begann er ein neues Leben. Seine Eltern und seine Geschwister hat er seitdem „nur noch über Facetime gesehen“. Aus politischen Gründen kann Tadesse Abraham nicht nach Eritrea reisen. „Ich hoffe sehr, dass es eines Tages die Möglichkeit gibt, sie wiederzusehen.“ An die Situation musste er sich schon lange gewöhnen, seine eigene Familie - er ist verheiratet und hat einen Sohn - hilft ihm dabei.

Tadesse Abraham ist nicht nur ein Lauf- sondern auch ein Sprach-Talent. Neben seiner Muttersprache und dem äthiopischen Amharisch spricht er Deutsch sowie Englisch, Französisch und etwas Italienisch. Möglicherweise könnten diese Fähigkeiten ihm nach seiner Karriere helfen. Doch vorerst konzentriert sich Tadesse Abraham weiter voll auf das Laufen. „Der Olympia-Marathon in Tokio im nächsten Jahr ist ein großes Ziel.“ Wie lange der 36-Jährige danach noch seine Karriere fortsetzen kann, kann er selbst nicht abschätzen. „Ich weiß nicht, wie lange ich noch auf diesem Niveau laufen kann. Eines Tages werden mich meine Beine stoppen.“

 

 


 

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