Die 20. Auflage des Kassel Marathons, der vom 18. bis 20. September stattfindet, wirft ihre Schatten voraus. Die Vorbereitungen für das runde Jubiläum laufen auf Hochtouren, wie die Verantwortlichen nun bei einer Pressekonferenz in den Räumen des Hauptsponsors, der Kasseler Sparkasse, bekannt gaben. Dessen Chef Ingo Buchholz betonte die langjährige Partnerschaft: Man begleite das sportliche Großereignis bereits seit der ersten Stunde vor zwei Jahrzehnten als treuer Unterstützer.
Die Zwischenbilanz der Registrierungen übertrifft die Erwartungen der Organisatoren deutlich. Laut Rennleiter Michael Aufenanger verzeichnet das Event aktuell rund 12.000 Anmeldungen – ein Zuwachs von 30 Prozent im Vergleich zum selben Zeitpunkt des Vorjahres. Damit ist der bisherige Rekord von 15.300 Teilnehmenden in greifbarer Nähe.
Besonders starke Zahlen vermelden schon jetzt der Firmenlauf (2.818 Anmeldungen) und der Halbmarathon (3.886 Anmeldungen). Reguläre Anmeldungen sind noch bis zum 6. September möglich, lediglich das Kontingent für den Bambini-Lauf ist mit 1.000 Kindern bereits komplett erschöpft.
Eine wesentliche sportliche Neuerung betrifft die 21,1-Kilometer-Distanz. Um den Halbmarathon attraktiver zu gestalten, werden in diesem Jahr erstmals Erfolgsprämien ausgeschüttet. Dies hat das Interesse zahlreicher Top-Athleten geweckt. Unter anderem wechselt die lokale Spitzenläuferin Nina Reuter, Marathon-Siegerin des Vorjahres, diesmal auf die halbe Distanz.
Bei den Männern kommt es zu einem spannenden Wiedersehen: Sowohl Vorjahressieger Fabian Jenne als auch der zweitplatzierte Nordhesse Bastian Mrochen sind wieder mit von der Partie.
Auch auf der Strecke gibt es spezifische Anpassungen, insbesondere im Bereich der Karlsaue, die von den Marathonläufern in der ersten Runde passiert wird. Um gesundheitliche Risiken für die Sportler infolge des Eichenprozessionsspinner-Befalls (siehe Bericht vom 05.08.26) minimieren, wurde im Vorfeld eine Absaugung der dortigen Bäume veranlasst.
Obwohl das Risiko von den Verantwortlichen als kontrollierbar eingestuft wird, setzt man auf maximale Vorsorge und die Sensibilisierung der Teilnehmenden. Zudem wird das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in diesem Streckenabschnitt mit zusätzlichen mobilen Einsatzteams präsent sein, um im Bedarfsfall sofort eingreifen zu können.
Kassels Sportdezernent Heiko Lehmkuhl zeigte sich erfreut über diese konsensuale Streckenlösung und hob noch einmal die enorme überregionale Bedeutung und Strahlkraft hervor, die der Marathon für die gesamte Region besitzt.