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Laufberichte

Dübbisch frängisch

 

 

Auf in die zweite Runde

 

Mit Christoph Randt aus Hemsbach gehe ich die zweite Hälfte an. In der ersten habe ich meine Fotoarbeit fast gänzlich erledigt und will es nun einfach rollen lassen. Auf der langen Steigung am Anfang erspechte ich ein Quartett, auf das ich dann aufschließen kann, ich komme nämlich gut hinauf. „Ein Frankenwein will erlaufen sein“, eine frängische Weisheit, sie spornt mich weiter an.

Kurz nach dem Stück über die Felder hat mich Theo Huhnholt vom LC Bayern, auch ein Marathonvielfraß wie ich, schon längst gesehen und schickt mich gleich mit einem „Hau rein“ weiter. Das Gelächter der beiden Schlussradlerinnen höre ich noch lange, weil ich sie nach ihrem Besen fragte.

Auf Jochen Brosig, den Querläufer mit seinen Kommentaren zum läuferischen Geschehen, laufe ich am Bischofsheimer Weiher auf. So zwei, drei Kilometer tauschen wir uns aus, dann muss er an einer Steigung mir den Vortritt lassen. „So in Richtung 3.38, 3.40 wird es gehen“, seine Prognose. Michael Müller und Klaus-Dieter Hellwig sind weitere Marathonis, die meinen Parforce-Ritt nicht mitgehen können.

Die Halbmarathonis machen bereitwillig Platz bei meinem Überholmanöver. Die letzten drei Tafeln rechts der Laufstrecke lassen dich nach dem Lauf auf ein Göller freuen. Doch einer kommt dann im Zielanflug von hinten: Joos de Bakker hängt mich um vier Sekunden beim Finish ab.

 

Im Ziel

 

Im Ziel werden die Medaillen von Huberts Buben und Maderln umgehängt. Gleich neben dran kann verpflegt werden. Ich schnappe mir ein Malzbier, ein richtiges und gescheites sehe ich nicht und bekomme ich auch auf Nachfrage nicht. Nach dem Wechseln der verschwitzten Kleidung beobachte ich die Zieleinläufer. Jeder hat ein Lächeln im Gesicht, das besagt:  „Ich habe es geschafft.“ Vielleicht ist es auch der Endorphinrausch.

Der hat auch von mir Besitz ergriffen, denn meine Zeit beträgt 3.36 Stunden, genau was ich nicht geträumt habe. „Du bist eine Kampfsau,“ so adelt mich der Theo. Gut zehn Minuten später kommt Hubert eingelaufen und widmet sich gleich seinen Aufgaben als Organisator.

Mein Fazit: Es hat alles gepasst, zum Schimpfen gibt es nix, die Läufer sind hochzufrieden. Wer will, kann bis zur Siegerehrung im Hallenbad duschen und schwimmen. Besonders geehrt werden die Sponsoren, die jahrelang die Veranstaltung unterstützen. Und die fünf Läufer, die keine Ausgabe ausgelassen haben, darunter auch der Hubert selbst. Das muss erst mal jemand nachmachen.

Marathonsieger Männer:
1. Eike Loch LAC Quelle Fürth 2.46.07
2. Jürgen Steiner DJK Weiden 2.54.45
3. Wolf Jurkschat WSV Schmiedefeld WTA Weser 2.54.53
4. Mario Wohlfarth TEAM HOFFF 2.57.47
5. Markus Spägele SV Mindelzell 2.59.29

Marathonsieger Frauen:
1. Simone Hüttl Geh-Punkt 3.20.48
2. Carolin Engelke-Horn SG Poseidon Eppelheim 3.27.29
3. Uta Jurkschat WSV Schmiedefeld WTA Weser 3.43.43
4. Elke Beierlieb LG Veitenstein 3.43.51
5. Birgit Heyer TV 1848 Coburg 3.44.20

 

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Informationen: Zeiler Waldmarathon
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