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Laufberichte

Brüder Grimm Lauf: Ein märchenhaftes Wochenende

12.06.11


3. Etappe, Samstag, 11. Juni 2011 (ca. 17 km) Start: 16:30 Uhr
Dornröschen-Etappe


Auf größtenteils festen Wirtschafts- und Waldwegen laufen wir los. Weiter über asphaltierte Straßen bis zum Niedermittlauer Heiligenkopf.

Immer wieder feuert uns ein Teufel namens Helmut Kreiß vom Lauf- und Walkingtreff Bruchköbel an. Er gehört wohl hier auch zum Inventar. Nach einem langen Anstieg kommen wir am Mittelpunkt der Europäischen Union vorbei, wo ein weiterer Verpflegungsstand aufgebaut ist. Weiter geht es hügelig. Wir merken nicht viel davon, denn wir kommen mit Sarah ins Gespräch und so vergeht Kilometer um Kilometer. Sarah ist schon mehrmals dabei gewesen und erzählt uns von der heutigen Läuferparty, welche wir auf gar keinen Fall verpassen sollten. Die Läuferparty findet immer samstags, nach der 3. Etappe um 20:00 Uhr in der Stadthalle Gelnhausen statt. Es gibt Pasta und eine Tombola. Leider müssen wir uns diesen Event entgehen lassen, denn wir wollen doch lieber mit unseren Kräften „haushalten“, da wir am Pfingstmontag den Hessentagsmarathon in Oberursel noch auf unserer Liste haben.


4. Etappe, Sonntag, 12. Juni 2011 (ca. 16,8 km) Start: 9:00 Uhr
Frau Holle-Etappe

 

Heute Morgen war die Anfahrt natürlich noch etwas länger und der Start eine halbe Stunde früher. Uns geht es gut und wir freuen uns auch wieder auf diesen Sonntag. Startaufstellung inmitten der schönen Altstadt Gelnhausen. Mit Glockengeläut begeben wir uns auf die vorletzte Etappe und nach einem Kilometer geht es bis zum Zolloch bergauf. Jetzt wird es eben um gleich wieder ca. 800 Meter anzusteigen. Wir sind jetzt ein kleines Grüppchen und ziehen uns gegenseitig nach oben. Dort angekommen, können wir es bis zum Ziel abwärts laufen lassen. Zu viert laufen wir mit großen Schritten ins Ziel und klatschen uns gegenseitig ab. Noch ein gemeinsames Foto, eine Banane und ein Getränk. Erfahrungsaustausch hier und da. Wir sind nun in Wächtersbach. Von hier aus fahren wir mit Christine zurück an den Startbereich, um dann mit unserem Auto nach Bad Orb zu fahren.

Die Mittagspause verbringen wir im Schulhof einer Grundschule. In der Turnhalle haben sich einige zum Ausruhen hingelegt und dort ist es Mucksmäuschen still. Wir legen uns auf den Rasen, suchen aber schnell den Schatten.


5. Etappe, Sonntag, 12. Juni 2011 (ca. 18 km) Start: 15:30 Uhr
Hänsel und Gretel-Etappe


Start der 5. und letzten Etappe am Burgring in Bad Orb nach Steinau. Viele Kurgäste wundern sich über das bunte Treiben in der Innenstadt. Der Moderator ruft Kalli Flach nach vorne. Kalli ist 73 Jahre alt und hat alle Brüder Grimm Läufe mitgemacht und wird es sicherlich auch noch in Zukunft tun.

Ganz kurz geht es durch die Stadt bevor wir gleich an eine lange und steile Steigung kommen. Hier besser gehen, haben uns vorher welche gewarnt. Selbst wenn ich wollte, ich kann gar nicht mehr rennen. Ich habe viel zu viel gegessen in der Mittagspause und nun liegt mir das alles im Magen wie dem Wolf die Wackersteine.

»Was rumpelt und pumpelt in meinem Bauch herum? Ich meinte, es wären sechs Geißelein, doch sind's lauter Wackerstein.»

Diese Etappe sollte lieber „der Wolf und die sieben Geißlein“ heißen, Christine quälen die gleichen „Steine“. Also arbeiten wir uns Schritt für Schritt nach oben. Manche trippeln, wir sind uns sicher, die holen wir wieder ein.

Nach etwa 6 Kilometern geht es mir besser, Christine leider nicht. Sie bekommt extreme Knieschmerzen und muss sich zurückfallen lassen. Schade, wir wollten doch den gemeinsamen Zieleinlauf vom Vormittag wiederholen. Wir laufen am Kinzigstausee vorbei. Viele Spaziergänger kommen gerade vom Kaffeetrinken.

Nur noch ein paar Kilometer, bei leichtem Wind und Sonnenschein, über die Felder Richtung Ziel. Wir geben nochmal richtig Gas. Nun nur noch ein paar hundert Meter, es ist fast wie beim IRONMAN am Vilbeler Berg. Rechts und links klatschen und jubeln die Zuschauer. Sie motivieren die Läufer auf ihrer letzten Steigung ins Ziel.

Zwei Minuten nach uns kommt auch schon Christine ins Ziel, wir umarmen uns. Jeder gratuliert jedem. Wir haben viele nette Leute getroffen und kennengelernt.
In einer Kirche im Zielbereich erhalten wir ein schönes Funktionsshirt. Zufrieden mit einem Becher Cola in der Hand laufen wir hinein in die Burg Steinau a. d. Str. und sind, wie viele hier, beeindruckt von der Kulisse. Jetzt brauchen alle nur noch das gleiche: eine warme Dusche und etwas zum Essen. Dies nennt man dann Läuferglück.

Und wie war nun unsere Zeit? Bis wir zu Hause ankommen, sind bereits die Ergebnisse im Internet abrufbar und eine Urkunde mit der Zeit und Platzierung jeder einzelnen Etappe kann auch sofort ausgedruckt werden. Toll, sind wir doch noch unter 8 Std. geblieben aber auch damit ganze 2 Stunden hinter der ersten Frau. Jetzt schnell essen, schlafen und morgen Früh um 6:00 Uhr nach Oberursel zum Hessentagsmarathon.

Wie sagte ein Läufer: „ Der BGL macht süchtig“. Wir werden schnell sein müssen, denn wir wollen unbedingt für die 28. Auflage einen Startplatz ergattern, denn dieser Lauf könnte zu einem unserer absoluten Lieblingsläufe werden.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann laufen sie noch heute…

12
 
 


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