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Laufberichte

Karneval am Rheinufer im Mai

08.05.11

Bei km 5,5 sind wir wieder am Rheinpark und sehen diesmal nach rechts zum Wasser runter. Hier kommen uns ein Teil der später gestarteten Staffelläufer entgegen. Bei km 7 biegen wir ab und laufen über die Kaiserstrasse. Hier an der großen Grünanlage Hofgarten befindet sich die erste Wechselstation der Staffelläufer. Damit es kein Gedränge zwischen Marathonläufer und Staffelläufer gibt, werden über eine Marathonweiche die Staffelläufer in einen Extrakanal rechts der Straßenbahninsel geleitet und die Marathonläufer passieren die Stelle links der Straßenbahninsel. Eine sehr gute Lösung, denn von anderen Veranstaltungen kenne ich an solchen Stellen nur Chaos. Diese Wechselstationen sind schon wie ein kleines Fest, so viele Menschen sind hier. Kein Wunder bei fast 3.000 gemeldeten Staffeln.

Es geht jetzt in einer Schleife auf die Oberkasseler Brücke. Brücken werden immer beliebter bei den Läufern und gelten als Höhepunkte einer Laufstrecke. Auf der Brücke treffe ich Ernst-Karl Rösner, den ich sonst nur auf den Landschaftsläufen treffe. So zwei Mal im Jahr geht er aber auch in die City. Auf der anderen Seite der Oberkasseler Brücke haben wir 10km erreicht und es geht jetzt über die Luegallee zum Belsenplatz. Wir sind in Düsseldorf-Oberkassel und laufen durch den Stadtteil, der die Form eines Knies hat, eine Schleife. Wir unterqueren erst die Theodor-Heuss-Brücke und dann bei km 16 die Oberkasseler Brücke. Es geht ein Stück an den Festwiesen entlang und nach einer weiteren kleinen Schleife sind wir wieder auf der Brücke. Es geht zurück zur Innenstadt. Die Schleife durch Oberkassel sind rund 10km – also haben wir schon fast die Hälfte rum.

Wir laufen ein kurzes Stück am Hofgarten, einer schönen innerstädtischen Grünanlage vorbei und biegen in nördliche Richtung ab. Düsseldorf hat im Stadtgebiet viel Grün. 43 Naturdenkmäler und 11 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von ca. 37.000 m² erstrecken sich über das Stadtgebiet.

10 Samba-Bands heizen den Läufern ein -  obwohl das heute bei den weiter steigenden Temperaturen nicht nötig ist. Die Wasserstationen alle 2,5km werden sehr rege genutzt. An vielen Stellen in der Stadt gibt es zusätzliche Wasserfontänen zur Kühlung der Läufer. Danke an die vielen privaten Initiativen.

Wir laufen durch wunderschöne Wohngegenden,  viele Menschen sind am Straßenrand. Vor den Kneipen gibt es Biertische, die heute stark genutzt werden und viel Applaus für die Läufer. Es gibt kaum Plätze,  wo man mal alleine ohne Zuschauer läuft. Die Düsseldorfer sind wirklich Klasse.

Es geht weiter bis zum Frankenplatz, wo wir zwischen km 23 und 24 in einer kurzen Schleife wieder in südl. Richtung abbiegen. Am Münsterplatz haben wir 25km absolviert. Wir überqueren einen Arm der nördlichen Düssel. Die Düssel ist ein 40km langer Nebenfluss des Rheins, der hier in Düsseldorf vierarmig in den Rhein mündet. Wir werden im Laufe der Strecke noch öfters einen der Arme überqueren.

Es geht vorbei am Eisstadion der Metro Stars bis zum Brehmplatz. Hier sehen wir auf der anderen Seite eine Läuferschlange, denn ab hier geht es in einer 3km Schleife über den Brehmplatz, dann sind es noch 12km zum Ziel.

Wir laufen über die Rethelstrasse vorbei am Düsseldorfer Zoo. Bei km 32 durchqueren wir wieder die Hofgartengrünanlage. Weiter geht’s über den Platz der Deutschen Einheit, Berliner- und Herzogstrasse. Wir unterqueren die Rheinkniebrücke und kommen in einer kurzen Schleife vorbei am Zollhof,  dem Yachthafen und  WDR.

Am Zollhof sehen wir die Gebäudekomplexe des Architekten Frank O. Gehry, die sich mit ihren schiefen Wänden und verkanteten Fenstern total abheben vom Umfeld. Verrückt, das muss man einfach mal gesehen haben.

Hinter der Brücke kommen wir am Innenministerium vorbei. Jetzt sehen wir schon viele Läufer, die auf dem letzten Kilometer sind. Wir haben noch 3,5km vor uns. Es geht jetzt bis zur Königsallee. Knapp einen Kilometer lang erstreckt sich die Königsallee von Süd nach Nord. In der Mitte der Kö, wie sie genannt wird, befindet sich der 32 Meter lange Stadtgraben in dem noch echtes Düsselwasser fließt. Gesäumt wird dieser Boulevard von 120 Kastanienbäumen. Auf der Ostseite der Kö sind die weltweit bekanntesten und teuersten Modelabels vertreten. Wer hierher kommt, kommt wegen der Mode, denn diese Straße zählt zu den Modezentren der Welt.

An der nördl. Spitze der Kö sind es noch 2km zum Ziel. Hier befindet sich auch das Wahrzeichen der Kö, die Tritonengruppe, ein Brunnen aus dem Jahre 1902. Jetzt nochmal die Prachtstraße runter. „Noch 2 Kilometer“ steht in einem großen gelben Kreis. Weiter geht es rechts ab über die Haroldstrasse und schon ist das Rheinufer vor uns. Rechts grüßt uns noch Johannes Rau vor dem Parlamentsgebäude.

Nun geht es abwärts runter zur Rheinpromenade. Pralle Sonne, viele Läufer gehen. Sie sind einfach ausgelaugt und platt. Im Ziel erhalten wir unsere wohlverdiente Medaille. Gleich dahinter eine Wasserstation zum Runterkühlen. Jetzt geht es noch an der Promenade entlang zum Schlossturm, wo die weitere Versorgung auf uns wartet. Am Eingang zum Zelt gibt es das erfrischende kühle Sportlerweizen. Wunderbar, sogar mein angegriffener Magen verträgt es gut. Im schattigen Zelt gibt es weitere Speisen und Getränke. Die Versorgung ist gut, auch noch für die langsameren Läufer. Hier ist Düsseldorf wirklich vorbildlich.

Ins Ziel kommen heute 2.597 Marathonis und 1.860 Staffeln. Für viele haben die hohen Temperaturen und ein teilweise starker Wind die Hoffnungen auf Bestzeiten zunichte gemacht. Auch vielen Eliteläufer war es heute zu heiß und sie stiegen frühzeitig aus. Jan Fitschen rette sich mit 2:20:15 als 8. ins Ziel. Österreichs Rekordhalter Günther Weidlinger erging es viel schlechter. Nach seinem zweiten Kollaps musste er bei km 25 das Rennen aufgeben. Für den Veranstalter vom Metro Group Marathon war es ein großer Erfolg, denn insgesamt haben sich an den verschiedenen Wettbewerben rund 14.000 Läufer beteiligt.

Zum Schluss: Düsseldorf ist immer eine Reise wert – der Düsseldorf Marathon sollte in keiner Sammlung fehlen.

Marathon Sieger
Männer
1. Nahashon Kimaivo  Kenia  02:10:53
2. Vasyl Remshchuck  Ukraine  02:13:08
3. Janathan Yego  Kenia  02:13:49

Frauen
1. Merima Mohammed  Äthiopien 02:28:14
2. Leah Malot   Kenia  02:33:20
3. Agnieszka Gortel  Polen  02:33:46

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Informationen: Metro Marathon Düsseldorf
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