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Laufberichte

Winter, ade - Frühling, juchhe!

06.02.11

 

Zweite Runde, ab Hart wird's hart!

 

Ich habe Glück, dass auf meiner Höhe der 3.30er Pacer läuft. So bin ich jetzt nicht allein zu Beginn der zweiten Runde. In der Vergangenheit konnte ich das schon anders erleben. Christine Erl aus Coburg ist nur knapp hinter ihrer Bestzeit unterwegs und will jetzt das Tempo ein wenig drosseln. „Es ist ja noch so früh in der Saison.“ Womit sie Recht hat.

Ich beschließe, mein Tempo ein wenig zu steigern. Bilder habe ich genug gesammelt und will die Kamera nur noch sporadisch aus der Tasche holen. Ich gehe am Pacer vorbei. Die Kilometer fliegen vorbei. Hilde Wieland aus Böblingen ist zufrieden mit ihrem Rennverlauf. Sie hebt den Daumen und wird später ihre Klasse anführen.

Von hinten kommt einer heran. Christian Jakob begleitet mich für einen Kilometer. Dann brauche ich wieder eine Erholungszeit bei Kilometer 30 für einen Fotoschuss. Der Mann von der (Schnecken-)Post dreht dann auf. In Hart rufe ich ihm noch ein „Quäl Dich Du Sau“ nach. Auf der langen Straße nach Aigen verschwindet er dann im Horizont. Der nimmt mir auf den letzten 12 Kilometern noch 12 Minuten ab und versägt dabei rund 40 Konkurrenten. Das ist ein Steigerungslauf par excellence. Der Einheimische würde sagen: Der hengsze voi nai.

Für mich wird es jedoch hart. Ich merke, dass ich auf den letzten zehn Kilometern überzogen habe. Ich muss das Tempo drosseln. Kilometer 35, mir wird ein wenig übel. Ich glaub, die Blaumeise zwitschert. Soll ich bei der nächsten V-Stelle ein Bier verlangen? Oder gibt es Cola in Egglfing. Ich sehe keine schwarze Brause, also noch mal warmer Tee.

Später kommt der 3.30-Pacer und zieht vorbei. „Da laft se nix mehr,“ denke ich und bin unfähig, mich an ihn dranzuhängen. Kurz vor Kilometer 40 die Unterführung. Hinunter geht es leicht, aber das Hochlaufen ist eine Zumutung. Mir hilft auch nicht mehr das „Spitze“ der Helferin. Kilometer 41, gleich ist Feierabend. Manfred Luginger, heute als Zuschauer, motiviert mich für die letzten Meter ins Ziel.

Als Zeit bleibt dann eine 3.31.41 Stunden stehen, womit ich unter den 250 Marathonis genau den 100. Gesamtrang einnehme. Da habe ich genau hingearbeitet.

Na ja, wegen meiner wechselhaften Renngestaltung finde ich die Zeit nicht gerade schlecht, zumal die Marathonsaison noch nicht begonnen hat. Im Ziel warten Obst, Riegel und weitere Leckereien. Ich ziehe jedoch den Trank aus Erding vor. Anschließend ist Regeneration im Bad angesagt.

Bei der Siegerehrung wird bekannt gegeben, dass heute rund 2000 Sportler an den Start gegangen sind. Eine starke Beteiligung, wo das schöne Wetter nach dem langen schneereichen Winter noch viele Nachmelder motivierte.

Vereinskollegen lachen über mich wegen der paar Sekunden über den 3.30 Stunden. Ich glaube, die lade ich mal für einen Marathon ein. Dann bin ich der, der am letzten lacht.

Mein niederbayerisches Urteil über den Laufes. „Der is fei scho schee!“
 

Marathonsieger

 

Männer

1. Straßner, Andreas ESV-Treuchtlingen  2:39:17
2. Pototschnik, Reinhold Kennybearland 2:41:20
3. Mehlfeld, Dennis Lübecker SC 2:41:27

Frauen

1. Russ, Karin MSC Rogner Bad Blumau  3:17:32
2. Mallmann, Barbara Laufarena Allgäu  3:26:51
3. Heiml, Alexandra Eigner Express 3:29:13

259 Finisher
123
 
 

Informationen: Johannesbad Thermen-Marathon
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