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Laufberichte

Winter, ade - Frühling, juchhe!

06.02.11

 

Kirchham - Hart

 

Über den Weiler Thierham und den anschließenden Golfplatz geht es Richtung Kirchham. Die Sonne wird den letzten Schneeflecken auf dem Green ein Garaus bereiten. Mittlerweile sind auch bei mir die „Glubberl“ bacherlwarm geworden. Die Hände heißen bei den Niederbayern auch noch Pratzen. Kilometer fünf, die Zeit wird eingesagt.

Kirchham: Kurz nach dem Ortseingang finden wir die erste Verpflegungsstelle. Wasser, warmes Iso und warmer süßer Tee, sowie Riegel und Obst werden angeboten. Die Meute greift eifrig zu, die Helfer haben gut zu tun. Bei der folgenden Linkskurve zeigt uns der Blick nach rechts die Kirche St. Martin. Kirchham ist eine Ortschaft mit weit zurückreichender Geschichte mindestens bis ins Jahr 737, dem Sterbejahr des Herzogs Hugbert.

Die Kreuzung ist von der Polizei abgesperrt. Übrigens, auf die Strecke werden kaum Autos gelassen. Und der Kurs ist schnell, da kaum Höhenunterschiede vorhanden sind. Wir verlassen Kirchham. Am Ende ist eine Pferdekoppel, wo die Bewohner am liebsten mit uns rennen würden. Nur, für die Pferde geht es dauernd im Kreis herum und wir können weiterziehen.

Nach einem weiteren Kilometer stehen treue Fans an der Kreuzung, wo es links nach Geigen und Hoheneich geht. „Keep on running“ lese ich auf dem Schild der Betreuer des LLC Regensburg, die heute mit einer starken Mannschaft angereist sind. Der rechts liegende Weiher ist noch von dickem Eis bedeckt.

Kilometer neun. Wir laufen mittlerweile am Waldrand und die Strasse ist reifglatt. Es ist zwar nicht gefährlich, doch unangenehm, da die Schuhspitzen bei jedem Abstoß ein wenig nach hinten rutschen. Rechterhand liegt noch dick der Schnee. Kein Wunder, die Sonne kann ihn da aufgrund der hohen Bäume kaum erreichen. In der Ferne ist bereits Hart zu sehen.

 

Hart - Aigen

 

Bei Kilometer 10 laufen wir dann nach Hart hinein, da wartet eine weitere Tankstelle. In der Ortsmitte dient mir die schöne Kapelle als besonderer Hintergrund für ein Foto. Gerade bei Sonnenschein werden die Bilder sehr lebendig.

Im folgenden Stück durch den Wald steht einer mit einem gelben Pacershirt an einem Baum. „Zu viel getrunken,“ so sein Grund für das schnelle Geschäft. Und dann sehe ich, dass es der 3.30-Stundenläufer ist. Jetzt bin ich wieder in meinem üblichen Tempo.

Kilometer 11: Ich sehe einen guten Kilometer entfernt Aigen am Inn. Markanter Punkt ist wohl die Pfarrkirche St. Leonhard, deren erster Bau bereits um 1180 gewesen sein soll. In den Folgejahrhunderten setzte dann eine Wallfahrt zu dieser Kirche ein. Die bekannten Leonhardiritte (immer Anfang November) werden auch hier begangen. Wer jetzt noch Näheres über „Oagn“, so spricht der Einheimische über seinen Ort, erfahren will, dem empfehle ich einen Besuch auf www.aigen-am-inn.de (Spaziergang durch Aigen). Und ein wenig Niederbayrisch kann man da auch lernen.

Die Strecke führt dann wieder aus Aigen nach Irching und Holzhäuser. Dort finden wir eine weitere Tankstelle. Mir schmeckt heute der warme Tee besonders gut.

 

Winter ade! Frühling juchhe!

 

Auf dem Weiterweg über Felder glaube ich zu träumen. Einer läuft mit freiem Oberkörper. Ich reibe mir die Augen. Keine Wahnvorstellung, keine Halluzination, ich sehe schon richtig. Ein harter Hund. Das gibt der betreffende auch zu. „Immer ohne dickes Shirt, da muss ich nicht schwitzen, “ so seine Antwort. Was mich aber wundert, dass das „Kampfschwein“ nur den Halben rennt. „Ich will keine langen Läufe auf Asphalt.“ Ich laufe vorbei.

Nach dem bekannten Fotopoint an der Kapelle führt uns der Kurs nach Egglfing (Kilometer 17). Ein alter Ort (die Michaeliskirche mit dem spätgotischen Chor und dem Turm kann besichtigt werden), dessen Geschichte weit ins achte Jahrhundert zurückreicht. Unsere Verpflegung ist dagegen nicht steinalt, sondern zweckmäßig für den weiteren Weg.

Eine Straßenunterführung folgt und nach einen Kilometer laufen wir nach Riedenburg hinein. An einer Kreuzung steht die Feuerwehr mit einer Drehleiter. „Habt Ihr a flüssiges Löschmittel“ frage ich mit entsprechender Handbewegung. Die Feuerwehrkameraden lachen „freili“.

Kilometerschild 20, kurz danach ist schon das Johannesbad zu sehen. Frühzeitig kommt die Streckentrennung, die Halben laufen rechts und haben fertig. Wir halten uns links und gehen in die zweite Runde.

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Informationen: Johannesbad Thermen-Marathon
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