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Vielen deutschen Läufen droht das Aus

28.04.20
Quelle: Pressemitteilung/Race News Service

Die German Road Races (GRR) schlagen Alarm: Rund einem Drittel der deutschen Laufveranstalter droht aufgrund der im Zuge der Coronavirus-Krise abgesagten Rennen das Aus. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage, die die Vereinigung der Straßenlauf-Veranstalter durchführte. GRR fordert daher das Bundes-Innenministerium erneut auf, über einen Rettungsfonds entsprechende Gelder zur Verfügung zu stellen, um die Veranstalter vor der Insolvenz zu bewahren und die Läufe zu erhalten. Benötigt wird nach Berechnungen der GRR eine Summe von 4,5 Millionen Euro. Damit könnten etwa 500 Laufveranstaltungen gerettet werden. 

Aus der GRR-Umfrage ging hervor, dass 70 Prozent der Veranstalter nur ein bis zwei Läufe pro Jahr organisieren. Da die Pandemie die Veranstalter in der Lauf-Hochsaison zwischen März und Mai trifft, erleiden viele einen kompletten Einnahmeausfall.

 

 

Die befragten Veranstalter gaben an, dass ihnen aufgrund der Absagen ein Umsatzschaden von 11,4 Millionen Euro entstanden ist. Bei einer Hochrechnung auf alle Straßenläufe kommt GRR auf 90 Millionen Euro Umsatzausfall. Der Schaden für die Veranstalter wird von den Befragten insgesamt auf 36 Millionen Euro geschätzt. Rund ein Drittel der Veranstalter gibt an, in absehbarer Zeit Existenzprobleme zu bekommen, falls es keine weiteren Hilfen gibt. Bei der Umfrage wurde offensichtlich, dass für viele Organisatoren die bisherigen Bundes-Hilfen nicht ausreichen oder auch gar nicht erst greifen, weil die Organisationsformen durch das Raster fallen.

„Wir müssen davon ausgehen, dass in den nächsten Monaten jede Laufveranstaltung abgesagt werden muss. Aufgrund der Situation gibt es zudem kaum Anmeldungen für die noch nicht abgesagten Rennen im Herbst“, sagt Horst Milde, der GRR-Vorsitzende und jahrzehntelange Chef des Berlin-Marathons. „Ohne zusätzliche Hilfsprogramme in Form von Zuschüssen können die kleinen und mittleren Laufsportveranstalter dieses Krisenjahr wirtschaftlich nicht überleben.“

 


 

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