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Trails 4 Germany: Emotionales Finale in Kulmbach

23.10.18
Quelle: Pressemitteilung

Mit einem emotionalen Finale in der fränkischen Bierhauptstadt Kulmbach endete am Sonntag zum zweiten Mal nach 2017 die sechsteilige nationale Laufserie Trails 4 Germany. Dabei erfüllte der sechste und letzte Stopp mehr als alle Erwartungen.

340 Trailrunnerinnen und Trailrunner wagten sich bei besten Witterungsbedingungen in Kulmbach auf zwei ideale Strecken über 12,7 bzw. 22,3 Kilometer an den Start und schwärmten anschließend über die tollen Trails im Frankenwald. Dem konnte sich Kulmbachs Oberbürgermeister Henry Schramm nur anschließen: „Ich bin einfach restlos begeistert über die riesige Resonanz und die tolle Stimmung hier auf unserem Marktplatz. Ich freue mich sehr, dass Kulmbach erneut als Austragungsort ausgewählt wurde.“

Die sechs Stopps der  Trails 4 Germany waren allesamt ganz besonders, jeder einzelne Lauf spiegelte den Reiz der Deutschen Mittelgebirge mit tollen Trails, traumhaften Landschaften und den speziellen Besonderheiten der jeweiligen Region wider.  Übereinstimmend war indes das Fazit: Trailrunning funktioniert auch im Mittelgebirge bestens – es müssen nicht immer Extremläufe im hochalpinen Bereich sein. „Es waren sechs wunderschöne Locations. Besonders auffällig war die Tatsache, dass sehr viele Anfänger dabei waren, die zum ersten Mal einen Trailrun, aber auch zum ersten Mal einen Wettkampf absolviert haben. Es gab also erste Berührungspunkte mit dem Trailrun-Sport und mit den Marken“, zeigte sich Daniel Runschke von Presenter Buff höchst zufrieden.

Silvia Felt, beim Titelsponsor Salomon verantwortlich für Sports Marketing, betonte ausdrücklich, dass man es auch im zweiten Jahr geschafft habe, die Athleten und Athletinnen „von der Straße auf die Trails zu holen“. „Wir haben genau die richtige Zielgruppe erreicht. Besonders freue ich mich, dass sich die lokalen Partner so stark gemacht haben“, unterstrich die erfolgreiche Triathletin, die bei fast allen Stopps persönlich und höchst erfolgreich am Start war.

Die Serie startete im Mai an der Talsperre Pöhl im Vogtland. Und es war ein furioser Auftakt im Osten Deutschlands nur wenige Kilometer entfernt von Plauen. Bei der Premiere fehlte es an nichts: Im Start-Ziel-Bereich und auf der Strecke herrschte eine sensationelle Begeisterung, die Location mit Blick über die Talsperre herausragend, die Trails vorbildlich und das Engagement der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer rund um Uwe Schneider kaum zu toppen. Und an der Talsperre Pöhl wagte sich beim „Kids-Race“ zum ersten Mal der Nachwuchs auf die Trails.

Eine Woche später ging's weiter nach Lennestadt im Sauerland. Die beiden Organisatoren Carmen Otto und Peter Schneider hatten zwei tolle Strecken über den legendären Rothaar-Steig ausgearbeitet. Die Teilnehmer hatten jede Menge Höhenmeter zu absolvieren. Ein bei Halbzeit einsetzendes Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen machte die zweite Etappe in Lennestadt zu einem Erlebnis der ganz besonderen Art.

Nach der Sommerpause standen im September die Stopps in Landau/Albersweiler in der Pfalz und in Blaubeuren am Fuße der Schwäbischen Alb auf dem Plan. In der Pfalz hatte die Landau Running Company rund um den Mitorganisator Christian Beck ein Heimspiel. Bei besten Witterungsbedingungen erlebten die Trailrunner und Trailrunnerinnen zwei extrem schöne Strecken durch die Weinberge der Pfalz.

Ganze Arbeit hatten eine Woche später auch die Organisatoren von „WeRun4Fun“ um Benjamin Klöppel und Thomas Mensch in Blaubeuren geleistet, die bis kurz vor dem Startschuss die Strecken immer weiter optimiert hatten. „Wir wollten den Teilnehmern* im zweiten Jahr ein paar Neuigkeiten bieten, was uns ja wohl gelungen ist“, zeigte sich Benjamin Klöppel mit dem Ergebnis höchst zufrieden. Der Start-Ziel-Bereich mitten in der idyllischen Altstadt von Blaubeuren am Fuße der Schwäbischen Alb war proppenvoll mit Zuschauern, und ca. 350 Trailrunner*innen sorgten dort für einen ersten Teilnehmerrekord.

Absolutes Trailrun-Neuland war der fünfte Stopp im Naturpark Taunus. Zahlreiche Leichtathleten aus dem nahen Rhein-Main-Gebiet hatten die Chance ergriffen, um ihren ersten Trail zu laufen. Das Konzept in Weilrod ging auf. Die ebenso schönen wie schnellen Trails im Schatten des Großen Feldbergs waren bestens dazu geeignet und das Team von Ilka von Hubatius und André Lauhoff hatte ganze Arbeit zur Premiere geleistet.

Das prestigeträchtige Finale ging wie im Vorjahr in der fränkischen Biermetropole Kulmbach über die Bühne. Was den ganz besondere Reiz des Trailrunnings im Mittelgebirge erst ausmacht, wurde in Kulmbach im Frankenwald mehr als deutlich. Die Kombination aus den leicht modifizierten FrankenwaldSteigla „Rehberg-Weg“ und „Ebersbacher Weg“ in Verbindung mit dem Start- und Zielbereich im historischen Stadtkern Kulmbachs stellte ein unschlagbares Angebot dar, mit allem, was Trailrunning ausmacht. Die Stadt Kulmbach in Verbindung mit dem „Crazy Runners Team Frankenwald“ hatten wie ihre Kollegen in Pöhl, Lennestadt, Albersweiler, Blaubeuren und Weilrod ganze Arbeit geleistet.

Die beiden Strecken über 12,7 und 22,3 Kilometer mit 330 bzw. 641 Höhenmetern, beide natürlich mit einem verschwindend geringen Asphalt-Anteil allein in der historischen Altstadt von Kulmbach, kamen bei den insgesamt 330 Läuferinnen und Läufern gut an. Es waren schöne waldreiche Touren, bei denen man zweimal den Burgberg der Plassenburg erklimmen musste, ansonsten mit wenigen Steigungen meist auf Waldpfaden flowig zu laufen. Eine ideale Mischung. Besonders die Langstrecke erfuhr einige Neuerungen und war mit 641 Höhenmetern durchaus herausfordernd.

Es passte einfach alles. Organisation, Wetter und natürlich auch die sportliche Leistungen. Zunächst zur kurzen Distanz über die zwölf Kilometer. Bei den Herren feierte der Coburger Christian Oppel einen souveränen Erfolg in 0:48:55,2 Stunden vor Christian Gründel (Staffelstein, 0:50:18,5 Stunden) und Remo Reichel (SV Gera, 0:50:34,5 Stunden). Für den 27-jährigen Mittelstreckler war es nach seinem geteilten Sieg beim 5. Stopp im Taunus bereits sein zweiter Erfolg im Trailrunsport.

Bei den Damen erfüllte sich Pia Winkelblech von der Landau Running Company zum zweiten Mal einen lang ersehnten Wunsch. Nach ihrem Sieg in Albersweiler und ihren zweiten Plätzen in Blaubeuren und im Taunus stand die 43-Jährige in Kulmbach zum zweiten Mal ganz oben auf dem Treppchen. Mit ihrer Zeit von 1:02:04,5 Stunden gewann sie damit auch die Konkurrenz in der Master Kategorie. Rang zwei ging an die Kölnerin Elke Klein (1:02:50,6 Stunden) vor Heike Koller (Kemnath, 1:05:45,5 Stunden).

Auf der Langdistanz über 22,3 km lieferten sich bei den Herren zwei Athleten bis auf den letzten Meter einen hochspannenden Zweikampf. Am Ende hatte Sebastian Harz (SV Hermsdorf/Team Salomon) mit dem Wimpernschlag von 1,4 Sekunden nach 1:30:12,2 Stunden die Nase vorn. Goytom Maru, der Lokalmatador aus Kulmbach und erfolgreicher Triathlet, durfte sich im Ziel als Zweitplatzierter in 1:30:13,6 Stunden dennoch ausgiebig feiern lassen. Die Entscheidung bei den Männern war die knappste überhaupt im zweiten Jahr der Trails 4 Germany . Rang drei in Kulmbach ging an Matthias Flade (SC Vorra, 1:32:16,4 Stunden). Schnellster Athlet in der Kategorie Master Men war Oliver Metzlaff (ultra2run, 1:41:40,6 Stunden).

Bei den Frauen sahen die Fans den souveränen Sieg von Suse Hagelauer (Randersacker), die damit nach ihrem Triumph in Blaubeuren ihren zweiten Erfolg bei den  Trails 4 Germany  feierte. Hagelauer überquerte nach 1:52:14,6 Stunden die Ziellinie in Kulmbach und hatte damit 4:06,8 Minuten Vorsprung auf die Zweitplatzierte Cornelia Starp (Gauting, 1:56:21,4 Stunden). Rang drei ging an Katja Stöcker (Team Icehouse, 2:00:48,3 Stunden).

Finaler Teilnehmer- Rückblick: Insgesamt waren knapp 1.400 Läuferinnen und Läufer in diesem Jahr auf den zahlreichen Trails vor den Haustüren der Mit-Organisatoren dabei. Bei den Kinderläufen gingen 140 Trailrunner*innen von morgen an den Start. Spitzenreiter in Sachen Teilnehmerzahlen waren in diesem Jahr die beiden Orte Blaubeuren und Kulmbach.

 


 

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