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GRR-Ehrungen mit hohem Stellenwert in der Laufszene

12.11.19
Quelle: Pressemitteilung

Ehrung für die Marathonmeister Anja Scherl und Tom Gröschel bei der GRR-Jahrestagung in Tübingen - Nachwuchspreise für Josina Papenfuß und Elias Schreml - Mit dem Award für das Lebenswerk wird Birgit Lennartz geehrt – Ottmar Berg wird für seine Pionierarbeit beim Hunsrück-Marathon mit dem GRR-Organisatorenpreis ausgezeichnet – Späte Ehrung für Henner Misersky als unbeugsamer Trainer im staatlich verordneten Doping

Als Straßenläufer des Jahres werden bei der Jahrestagung von German Road Races (GRR) e.V., der Interessengemeinschaft der Laufveranstaltungen, in Tübingen (29.11. bis 1.12.) die beiden Marathonmeister Anja Scherl und Tom Gröschel geehrt, Während Tom Gröschel beim METRO Marathon Düsseldorf seinen im Jahr zuvor errungenen Meistertitel mit persönlicher Bestzeit von 2:13:49 Stunden erfolgreich verteidigte, holte sich Anja Scherl ihren ersten deutschen Meistertitel in 2:32:56. Bemerkenswert dabei, dass die Regensburgerin drei Wochen zuvor schon beim HAJ Hannover Marathon mit 2:32:31 eine fast identische Endzeit erreicht hatte und somit zur überragenden Marathonläuferin des Frühjahres 2019 wurde. Tom Gröschel musste nach einer Achillessehnenoperation alle Herbstambitionen zurückstecken, Anja Scherl hingegen möchte am 1. Dezember in Valencia die Olympianorm knacken.  

 

 

Nach der Auszeichnung für Lisa Oed in den Jahren 2017 und 2018 als beste Nachwuchsläuferin der Saison ist auch Josina Papenfuß als Oed-Nachfolgerin vor allem auf der Hindernisstrecke erfolgreich. Die 19jährige von der TSG Westerstede wurde EM-Dritte im schwedischen Boras, ihre 3000 m-Hindernis-Bestzeit liegt mit 10:03,43 knapp über der begehrten 10-Minuten-Marke. Im Juni wurde die Studentin für Werkstoffwissenschaften deutsche U20-Meisterin über 5000 m, im April bewies sie zudem besonderes Stehvermögen als U20-Siegerin beim Halbmarathon in Bonn mit 1:19:10.

Überraschungs-U20-Europameister wurde in Boras der Dortmunder Elias Schreml über 3000 m (8:16,07), für GRR ist dieser Erfolg Grund genug, den 19jährigen Allroundläufer mit starken Resultaten von 800 m bis zur 10.000 m-Distanz erneut als Nachwuchsläufer der Saison auszuwählen. In Ulm gewann Schreml den deutschen U20-Titel über 5000 m und steigerte sich über 10 km auf 30:39 Minuten.  

Die herausragende Ultra-Marathonläuferin der achtziger und neunziger Jahre ist Birgit Lennartz, die unter anderem siebenmal die 100 km von Biel, zehnmal den Swissalpine in Davos und auch den legendären Comrades-Marathon in Südafrika gewinnen konnte. Im April 1990 lief sie in Rodenbach mit 7:18:57 Stunden einen 100 km-Weltrekord. In ihrer eindrucksvollen Karriere gewann Birgit Lennatz 66 Marathonläufe, darunter auch 1989 in Hamburg die deutsche Meisterschaft. In Tübingen wird die 54jährige mit dem GRR-Award für das sportliche Lebenswerk ausgezeichnet. 

Mit Henner Misersky ehrt German Road Races einen Lauf- und Skilanglauftrainer, der nach seiner Verweigerung des staatlich verordneten Dopings im DDR-Leistungssport „Berufsverbot“ erhielt. Seine im Skilanglauf erfolgreiche Tochter Antje wurde ebenfalls mit Startverbot belegt, da sich Henner Misersky weigerte, ihr männliche Hormone als Dopingmittel zu verabreichen. Wegen seiner Haltung gegen das DDR-Staatsdoping wurde der frühere 3000 m-Hindernisläufer mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht.

Eine weitere Ehrung wird Ottmar Berg als Organisator des Hunsrück-Marathon erhalten. Als Pionier des Marathons auf dem „Schinderhannes-Weg“ im Hunsrück gilt Ottmar Berg als einer der wenigen Ehrenamtlichen im heute zum Großteil von Agenturen bzw. von hauptamtlichen Organisatoren durchgeführten Marathonveranstaltungen.   

„Diese GRR-Ehrungen haben nicht nur bei German Road Races, sondern in der gesamten Laufszene einen hohen Stellenwert“, freut sich Horst Milde als GRR-Vorsitzender mit den ausgewählten Leistungssportlern, Trainern und Organisatoren. „Seit einigen Jahren können wir die Preisträger in einem feierlichen Rahmen zum Auftakt der GRR-Jahresmitgliederversammlungen wie zuletzt in Paderborn, Würzburg, Soest und nun in Tübingen ehren und damit den Preisträger die rechte Aufmerksamkeit schenken“.

 


 

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