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„Corona-Zuschlag“ auf Startgebühren?

26.05.20
Quelle: M4Y

Nichts wünschen sich Läuferinnen und Läufer derzeit mehr, als sich endlich wieder mit Freunden und Bekannten bei großen Laufevents zu treffen. Laut Marathon4you-Umfrage glauben 65 % der Leserinnen und Leser, dass das noch in diesem Jahr möglich sein wird. 15 % wäre die Teilnahme an einer Laufveranstaltung zu riskant, 20 % sind noch unschlüssig.

Die aktuelle Entwicklung und die Lockerungsmaßnahmen nähren Optimismus. Wie kann eine Laufveranstaltung in Corona-Zeiten aussehen? Darüber machen sich viele Veranstalter Gedanken und entwerfen entsprechende Konzepte. Mit „Maske auf“ und „Abstand halten“ wird es nämlich nicht getan sein. Die „neue Normalität“ wird mit wesentlich weitergehenden Einschränkungen verbunden sein.

Eine Laufveranstaltung spielt sich nicht nur im Freien ab. Startnummernausgabe, Messe, Umkleiden, Gepäckaufbewahrung und Bewirtung sind meist in geschlossenen Räumen. Maskenpflicht für Staff und Aktive? Wie schaut es mit den Hygienevorschriften in Toiletten und Duschen aus? Nicht einfach, wenn man sich an die Warteschlangen vor den Dixis erinnert.

Selbst bei kleinen Laufveranstaltungen versammeln sich ein paar hundert Läuferinnen und Läufer unter dem Startbogen. Zeitversetzte Starts in kleinen Gruppen können die Lösung sein. Wie ist das aber bei großen Events mit ein paar tausend Teilnehmern? Was gilt für Begleitpersonen und Zuschauer?

 

 

Der Bottwartal Marathon zählt nicht zu den ganz großen, aber zu den sehr beliebten  Laufveranstaltungen - ob er im Oktober stattfinden kann, ist derzeit offen.

 

 

Abstand halten auf der Strecke wird bei kleinen Veranstaltungen kein Problem sein. Bei großen schon eher. Und die Verpflegung? Sind alle 5 km hundert gefüllte Becher mit unterschiedlichem Inhalt, Berge von Bananen und mundgerecht portionierte Riegelhäppchen, gereicht von fleißigen Helferinnen und Helfern, machbar?  Zieleinlauf Hand-in-Hand, Glückwunsch per Handschlag,  Umarmung und Medaille umgehängt?  Dusche und Massage zur Regeneration? Finisher-Bierchen oder Kaffee und Kuchen in geselliger Runde?

Das sind nur ein paar Beispiele, die zu einer Laufveranstaltung ganz selbstverständlich dazu gehören,  aber in Corona-Zeiten nach den jeweils geltenden Richtlinien völlig neu organisiert werden müssen. Auf manches muss wohl ganz verzichtet werden. Vielleicht werden die Teilnehmerzahlen limitiert, vielleicht finden manche Veranstaltungen an zwei Tagen statt. Offen ist aber auch die Antwort auf die Frage, ob die vielen Helferinnen und Helfer, ohne die auch in der Vor-Corona-Zeit nichts gelaufen ist, unter den gegebenen Umständen zur Verfügung stehen.

Vielleicht geht der ein oder andere Veranstalter sogar her und verzichtet angesichts des teuren Mehraufwandes, bei wahrscheinlich geringeren Einnahmen aus Startgeld, Catering und Merchandising, von sich aus auf eine Austragung.

Da drängt sich die Frage auf: Müssen Veranstalter nach den Verlusten aufgrund der diesjährigen Absagen und den zu erwartenden Mehrbelastungen durch behördliche Auflagen, mit denen bei künftigen Genehmigungen von Laufveranstaltungen zu rechnen ist, die Startgelder erhöhen und einen "Corona-Zuschlag" verlangen? 

Darum geht es in der aktuellen Umfrage auf Marathon4you.de
Hier kann man mitmachen.

 


 

 


 

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