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Schnellster Marathonläufer der Welt am Start

10.07.12
Quelle: Pressemitteilung

Geoffrey Mutai aus Kenia ist der schnellste Marathonläufer der Welt. Im April 2011 lief er als Sieger des Boston Marathon mit 2:03:02 Stunden die schnellste Zeit, die je über die Marathonstrecke von 42,195 km gelaufen wurde.

Dass diese Zeit nicht als Weltrekord anerkannt wird, hängt mit der Streckenführung des ältesten Marathons der Welt zusammen, denn zwischen dem Start in Hopkinton und dem Ziel in der City von Boston liegt ein Nettogefälle von 139 m*. Ein halbes Jahr nach seinem Triumph von Boston siegte Mutai beim ING New York City Marathon und stellte dabei mit 2:05:06 Stunden einen fabelhaften Streckenrekord auf (davor 2:07:43 aus dem Jahre 2001).

Der Marathon-Weltrekord steht bei 2:03:38 Stunden, aufgestellt beim BMW Berlin-Marathon 2011 durch den Kenianer Patrick Makau. Geoffrey Mutai kennt die schnelle Berliner Strecke aus dem Jahre 2010, als er bei Dauerregen Zweiter war, knapp hinter dem Sieger Makau (2:05:08/2:05:10). Davor war Mutai im Frühjahr 2010 in 2:04:55 ebenfalls Zweiter beim Rotterdam Marathon (wiederum knapp hinter Makau).

„Wir freuen uns, dass Geoffrey Mutai beim BMW Berlin-Marathon startet. Er zählt zu den besten Marathonläufern der Welt und will dies auf der schnellen Berliner Strecke einmal mehr beweisen“, erklärte Race Director Mark Milde.
Überraschenderweise wurde Geoffrey Mutai vom kenianischen Leichtathletik-Verband nicht für das Marathon Team bei den Olympischen Spielen in London nominiert (auch Weltrekordhalter Makau blieb außen vor).

Mutai fühlt sich durch diese Nichtberücksichtigung besonders herausgefordert, zu zeigen, was er kann und geht daher hochmotiviert in Berlin an den Start. „Ich kenne ja bereits die schnelle Berliner Strecke und weiß, dass man hier sehr schnell laufen kann. Wenn dann auch noch das Wetter stimmt, steht einer schnellen Zeit nichts im Wege“, meinte der Kenianer.Dass er in Topform ist, zeigte er Ende Juni bei einem 10-km-Straßenlauf in Boston, wo er unbedrängt in 27:29 Minuten siegte.

*Als „Rekord“ anerkannt werden bei Straßenlaufstrecken nur Leistungen, die auf Strecken erzielt wurden, die bestimmten Kriterien genügen. So darf der Abstand zwischen Start und Ziel nicht mehr als 50 Prozent der Gesamtstreckenlänge (21 km beim Marathon) betragen. Außerdem darf das Gefälle zwischen Start und Ziel nicht mehr als einen Meter pro Kilometer betragen (42 m beim Marathon).

Der Boston Marathon wurde Ende des 19. Jahrhunderts erstmals ausgetragen, und die Veranstalter orientierten sich beim Layout der Strecke am Vorbild der Strecke des Olympiamarathons von Athen 1896, die von Marathon nach Athen führte. Vom Start bis zur Streckenhälfte verläuft die Strecke von Boston mehr oder weniger abfallend bis flach, bevor sie zwischen den Kilometermarken 26 und 34 mit einigen Steigungen aufwartet, die es in sich haben (Newton Hills, „Heartbreak Hill“). Die letzten acht Kilometer weisen ein leichtes Gefälle auf.

 


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