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Eliud Kipchoge will es wissen

11.06.18
Quelle: Pressemitteilung

Beim Berlin Marathon am 16. September 2018 will der Kenianer Eliud Kipchoge (33) zunächst einmal seine persönliche Marathon-Bestzeit unterbieten. Die steht seit 2016 bei 2:03:05 Stunden, erzielt bei seinem Sieg beim Virgin Money London Marathon. Das war gerade einmal acht Sekunden langsamer als der Weltrekord seines Landsmannes Dennis Kimetto (2:02:57) 2014 beim Berlin Marathon. Diese Marke scheint für den vollkommensten Marathonläufer aller Zeiten nicht außer Reichweite, im Gegenteil.

Mit am Start in Berlin ist auch der ehemalige Marathon-Weltrekordhalter Wilson Kipsang (36), ebenfalls aus Kenia, der 2013 bei seinem Start in der deutschen Hauptstadt die Weltrekordzeit von 2:03:23 erreicht hatte.

Kipchoge und Kipsang hatten vor einem Jahr an gleicher Stelle versucht, schneller als 2:03 Stunden zu laufen, scheiterten aber am Dauerregen, der einem solchen Unterfangen abträglich ist. Kipchoge siegte damals trotz widrigster Bedingungen in 2:03:32 Stunden, Kipsang gab das Rennen auf.

Dritter im Bunde im Rennen um den Weltrekord ist der Eritreer Zersenay Tadese, seines Zeichens fünffacher Halbmarathon-Weltmeister sowie Halbmarathon-Weltrekordhalter.

 

 
Eliud Kipchoge
© marathon4you.de

 

Eliud Kipchoge gilt als der unumstritten beste Marathonläufer aller Zeiten. Er ist amtierender Olympiasieger (Rio 2016), gewann dreimal den Virgin Money London Marathon (2015, 16, 18), zweimal den Berlin Marathon (2015 und 2017) sowie den Bank of America Chicago Marathon 2014. 2013 war er in Berlin Zweiter (beim Weltrekordrennen von Wilson Kipsang, siehe oben). Bei einem Weltrekordversuch unter Spezialbedingungen (wechselnde Tempomacher) auf der Formel-1-Strecke von Monza (Italien) erreichte er im Mai 2017 die Fabelzeit von 2:00:25 Stunden. Am 16. September will er in Berlin zeigen, was unter normalen Wettbewerbsbedingungen und bei günstigem Wetter möglich ist. Kipchoge: „Meine Trainingsvorbereitung ist voll und ganz auf den Berlin Marathon am 16. September ausgelegt. Ich bin zuversichtlich, dass es auf dieser schnellen Strecke und bei hoffentlich günstigen Witterungsbedingungen klappen kann, meine bisherige Bestmarke zu unterbieten.“

Wilson Kipsangs beste Leistung über die Marathondistanz ist keineswegs sein Weltrekord aus dem Jahre 2013. Drei Jahre später war er in Berlin sogar zehn Sekunden schneller (2:03:13), und doch reichte es nur zum zweiten Platz hinter dem Äthiopier Kenenisa Bekele, der bei seinem Sieg in persönlicher Bestzeit (2:03:03) Kimettos Weltrekord um sechs Sekunden verpasst hatte.

Der Eritreer Zersenay Tadese (36) ist der Älteste und erfahrenste Läufer der Drei, allerdings auch der mit der geringsten Erfahrung über die Marathonstrecke. Dafür war er überaus erfolgreich auf der Halbdistanz: Sein Halbmarathon-Weltrekord (58:23 Minuten), aufgestellt 2010 in Lissabon, wurde seither nicht mehr erreicht. Seine persönliche Marathon-Bestzeit steht bei 2:06:51, allerdings erzielte er sie in jenem „gemachten“ Rennen von Monza im Mai 2017, weswegen sie nicht für Bestenlisten zählt. Am schnellsten war er 2012 in London mit 2:10:41, daneben lief er drei weitere Marathons zwischen 2010 und 2017, zuletzt 2017 in Chicago, wo er in 2:12:19 den achten Platz belegte.

Der Berlin Marathon ist einer der größten Marathons der Welt. Auf der superschnellen Strecke wurden bisher zehn Weltrekorde aufgestellt (3 von Frauen, 7 von Männern). Seit 2003 wurden alle sechs Weltrekord der Männer auf der Berliner Strecke erzielt inklusive der aktuellen Marke von 2:02:57 (Dennis Kimetto, siehe oben), aufgestellt vor vier Jahren. 2001 gelang es hier erstmals einer Frau, die Traum-Marke von 2:20 Stunden zu unterbieten. Die japanische Olympiasiegerin von 2000, Naoko Takahashi, siegte damals in 2:19:43 Stunden.

Aufgrund der hohen Beliebtheit ist der Lauf ist seit 2006 regelmäßig ausgebucht. Bewerberinnen und Bewerber um einen Startplatz registrieren sich im Oktober des Vorjahres; die Startplätze werden zum Großteil per Los ermittelt.  Dazu erhalten Reiseveranstalter, Charity-Partner und Sponsoren feste Kontingente. Beim Berlin Marathon 2017 wurden 43.852 Teilnehmer registriert.

Der Berlin Marathon zählt zur Vereinigung der Abbott World Marathon Majors (AWMM), dem Zusammenschluss der bedeutendsten Marathons weltweit (gegründet 2006). Zur AWMM zählen die Marathonläufe von Tokio, Boston, London, Berlin, Chicago und New York.

Sieger und Platzierte bei den sechs AWMM-Läufen sammeln entsprechend ihrer Platzierung Punkte, deren Addition im Jahres-Turnus je einen Sieger bei Männern und Frauen ergibt. Die Prämie beträgt 250.000 US Dollar. Dazu gibt es seit 2016 eine Serienwertung für Rennrollstuhl-Athleten. Neu ist eine Altersklassen Wertung für Freizeit-Athleten, bei der nach einem Wertungssystem Punkte gesammelt und jeweils Sieger ermittelt werden. Die Serie XII startet bzw. endet beim Berlin Marathon 2018 bzw. 2019. Nähere Infos zum Wertungssystem bei Profis und Amateuren gibt es hier.

 


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