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John Komen gewinnt überraschend Athen-Marathon

10.11.19
Quelle: Pressemitteilung/Race News Service

John Komen ist der Überraschungssieger des Athen-Marathons. Der Kenianer war nach 2:16:34 Stunden als Erster im Ziel, nachdem er rund zehn Kilometer vorher noch deutlich hinter den führenden Läufern gelegen hatte. Doch auf der schweren Marathon-Originalstrecke überholte der bereits 42-Jährige seine Konkurrenten noch. Der schon wie der sichere Sieger aussehende Felicien Muhitira (Ruanda) wurde in 2:16:43 Zweiter. Rang drei belegte der Grieche Konstantinos Gkelaouzos in 2:19:02. Bei den Frauen triumphierte eine Griechin in Athen: Eleftheria Petroulaki hatte frühzeitig die Führung übernommen und gewann in 2:45:50.

Der Marathon-Olympiasieger von Athen 2004, Stefano Baldini, war zurückgekehrt, um das Rennen erstmals nach seinem Triumph vor 15 Jahren zu laufen. Der 48-jährige Italiener erreichte beachtliche 2:57:07 Stunden und belegte damit Rang 98 in der Gesamtwertung. „Anfangs war ich etwas unsicher, denn ich laufe heutzutage im Training nicht länger als 30 km. Ich habe mich auf die zweite Hälfte konzentriert und wollte besonders die letzten zehn Kilometer genießen“, sagte Stefano Baldini.

Im Rennen der Männer passierte die fünfköpfige Spitzengruppe den 10-km-Punkt nach 31:23 Minuten, was auf eine Endzeit von rund 2:12:30 Stunden hindeutete. Der Streckenrekord steht bei 2:10:37 und war somit frühzeitig außer Reichweite. Nachdem der Marokkaner Khamis Bakari zurückgefallen war, erreichten die Kenianer Daniel Muteti, Rhonzas Kilimo und John Komen zusammen mit Felicien Muhitira (Ruanda) die Halbmarathonmarke nach 67:46 Minuten. 

Auf der schweren, insgesamt rund 20 Kilometer langen Bergauf-Passage verlor dann zunächst der Debütant Kilimo den Kontakt. Der Kenianer gab das Rennen bald darauf auf. Dann konnte Komen nicht mehr mithalten. Nach 30 km lag er bereits knapp eine halbe Minute hinter seinem Landsmann Muteti und Muhitira. Als der Läufer aus Ruanda dann 10 Kilometer vor dem Ziel, abwärts nach Athen laufend, Muteti hinter sich ließ, sah er wie der sichere Sieger aus.  

 

 

John Komen jedoch kam wieder heran. Er überholte zunächst Muteti, hatte aber bei Kilometer 40 noch 15 Sekunden Rückstand auf Muhitara. Doch der Läufer aus Ruanda brach ein, so dass Komen, der in Athen vor zwei Jahren schon einmal Vierter war, zum bedeutendsten Marathon-Sieg seiner Karriere laufen konnte. „Es bedeutet mir viel, dieses historische Rennen gewonnen zu haben. Ich wusste von meinem ersten Start in Athen, dass der erste Teil der Strecke schwierig ist. Deswegen musste ich das Rennen entsprechend einteilen“, sagte John Komen. „Ich war mir nicht sicher, ob ich gewinnen könnte.“

Das Rennen der Frauen verlief gegenteilig zu dem der Männer. Lediglich auf den ersten Kilometern konnte Stefania Leontiadou mithalten, dann löste sich ihre favorisierte Landsfrau Eleftheria Petroulaki. Am 10-km-Punkt hatte 27-jährige mit einer Zwischenzeit von 39:33 Minuten bereits einen Vorsprung von 19 Sekunden auf Leontiadou. Nach einer Halbmarathon-Zwischenzeit von 1:23:33 Stunden konnte Eleftheria Petroulaki, die vor einem Jahr in Athen Dritte war und ihre Bestzeit von 2:44:01 in diesem Jahr in Rotterdam gelaufen war, die zweite Hälfte etwas schneller laufen. Mangels internationaler Konkurrenz war sie ungefährdet. „Es war eines meiner schwersten Rennen. Ich danke den Zuschauern, die mich sehr unterstützt haben“, sagte Eleftheria Petroulaki.

Eine Rekordzahl von 20.000 Läufern hatte für den ‘Athens Marathon. The Authentic’ gemeldet. Rahmenwettbewerbe hinzugerechnet, verzeichneten die Veranstalter sogar 60.000 Läufer. 20.000 von ihnen gingen bei dem erstmals am Samstagabend veranstalteten 10-km-Rennen an den Start. Hier liefen die Griechen George Tassis (31:50 Minuten) und Gloria Priviletzio (35:59) als Sieger ins Panathinaikon-Stadion.

 


 

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