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Laufberichte

PZU Warschau Marathon: Im Zeichen der Nixe

24.09.17 Special Event
 

Zum 39. Mal wird in diesem Jahr der PZU-Marathon in der polnischen Hauptstadt veranstaltet. Schon länger stand er auf meiner Wunschliste und endlich hatte ich das Glück, einen günstigen Flug für ein verlängertes Wochenende zu ergattern. Die Anreise per Auto aus dem Süden Deutschlands erschien mir mit fast 1000 Kilometern doch etwas zu weit. Nach Judiths und meinen Marathons in Danzig und Krakau freue ich mich sehr, in Warschau zu starten und die Stadt nach einem Besuch vor 19 Jahren und einer seitdem rasant fortschreitenden Entwicklung wiederzusehen.

Vom Flughafen Frédéric Chopin geht es für umgerechnet einen Euro mit der S-Bahn ins Zentrum.  Die Tageskarte kostet 4 Euro. Da brauche ich nicht weiter zu erwähnen, dass Schnäppchenjäger hier auf ihre Kosten kommen. Auch in Restaurants zahlt man meist nur die Hälfte im Vergleich zu Deutschland. Wie interessant mag das Ganze dann erst für Touristen aus der Schweiz sein? Lediglich die Umrechnerei nach Zloty (1 € = 4,25) macht es etwas schwieriger. Und das, obwohl der polnische Staatshaushalt schon seit Jahren die Kriterien für eine Euro-Einführung erfüllt. Aber so kann man halt noch einfacher währungspolitisch taktieren.

 

 

Dieses Jahr liegt die Marathonmesse im Sportzentrum Tamowar südlich der Innenstadt, das dank unzähliger Tram- und Buslinien von überall her leicht zu erreichen ist. Die Pastaparty mit Nudeln, Salat und Getränken sowie das Laufhemd von Adidas konnte man bei der Anmeldung hinzubuchen. Leider kommen wir zu spät, um die Vorstellung von 13 Läufern der “ersten Stunde” zu erleben, die morgen zum 39. Mal am Maraton Warszawski teilnehmen werden.

Frisch gestärkt unternehmen Judith und ich eine erste Sightseeing-Tour durch Alt- und Neustadt und genießen abends die Spezialitäten der polnischen Küche in Form von schmackhaft gefüllten Teigtaschen.

 

Marathontag

 

Wir machen uns mit der U-Bahn auf den Weg. Seit einigen Jahren garantiert ein spezieller Erlass die kostenlose Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel für Marathonläufer am Wettkampftag.  Der Start liegt heute an einer großen Palme beim Rondo Charles’a de Gaulle’a, der Kreuzung zweier wichtiger Straßenmagistralen. Dies sind die Aleje Jerozolimskie von West nach Ost, unter der auch die Eisenbahntrasse Richtung Hauptbahnhof liegt, und der Nowy Świat, der Warschauer Königsweg, Richtung Norden zum alten Stadtzentrum. Der Spaziergang von hier bis zur Altstadt ist ein touristisches Highlight, das wir gestern schon erlebt haben. Wunderschöne einheitliche Häuser aus dem vorletzten Jahrhundert, Kirchen, Regierungssitz, Universitätsgebäude, Geschäfte, Bars und Restaurants. Leider kann der Marathon aufgrund von Straßenbauarbeiten heute hier nicht vorbeigeführt werden.

 

 

Richtung Süden liegt die Startaufstellung vor der St.-Alexander-Kirche, die nach dem Vorbild des römischen Pantheons aus Anlass des Warschau-Besuchs von Zar Alexander I errichtet wurde. Der überdachte Eingangsbereich wird heute von Marathonis frequentiert, die dem Nieselregen entgehen wollen. Viel Raum ist auf dem großen Platz für Toilettenhäuschen und unzählige Kleintransporter, welche die Kleiderbeutel ins Ziel bringen sollen. Im ausführlichen Infoheft auf Polnisch und Englisch werden auch zahlreiche Pacemaker vorgestellt. Für alle 5 bis 10 Minuten sind bis zu drei Pacer zuständig. Judith und ich peilen eine Zielzeit von 3:55 h an. Es fällt auf, dass sich die Sportler ganz ohne Kontrollen den Laufgruppen zugesellen. Dazwischen ist noch viel Luft.

Um kurz vor 9:00 Uhr starten die Wheeler, dann leicht verspätet wir. Am Startbogen erwarten uns viele Zuschauer und die Flaggen der teilnehmenden Nationen. Wir begeben uns heute zuerst auf eine große Runde nach Süden. Das Botschaftsviertel und viele Ministerien liegen auf der Strecke. Die amerikanische Botschaft wirkt relativ ungesichert. Ihr deutsches Pendant liegt eine Parallelstraße weiter links. Vor allen staatlichen Gebäuden sieht man die polnische und die europäische Fahne, anders als bei Auftritten der polnischen Ministerpräsidentin Beata Szydlo von der PIS-Partei, die gerne auch mal auf Europaflaggen verzichtet und ganz auf Rot-Weiß setzt. Wobei die Polen sehr europabegeistert sein sollen. Überall sieht man kleine Schilder mit Hinweisen auf eine Mitfinanzierung durch die EU, so auch in den schicken nagelneuen Straßenbahnen. Der schöne Präsidentenpalast, das ehemalige Stadtschloss, liegt hinter uns am Königsweg.

Auf zwei bis drei Fahrspuren geht es jetzt recht kompakt dahin. Links von uns ein abgetrennter Bereich der Straßenbahn, auf dem viele Züge verkehren. Da habe ich schon mal allerhand zu sehen. Und an den Fußgängerquerungen zahlreiche Zuschauer, die uns anfeuern.

Am Plac Unii wurde 1962 der erste Selbstbedienungs-Supermarkt Warschaus eröffnet, nun steht dort das Hochhaus einer Bank. Zwei kleine Torbögen, vor denen auch die erste Trommelgruppe Aufstellung genommen hat. Viel Musik und sonstige Animation erwartet uns auf den nächsten 42 km. Meist unter Brücken, regengeschützt.

An einem Denkmal für den polnischen Historien- und Schlachtenmaler Jan Matejko vorbei. Eines seiner Gemälde, die „Schlacht bei Grunwald“, hängt im polnischen Nationalmuseum, und das liegt gleich hinter der Plastikpalme.

Die Polen sind eine sehr stark vom Katholizismus geprägte Nation. Erst beim genaueren Betrachten des riesigen Betonblocks erkenne ich eine Kirche, wohl dem Erzengel Michael geweiht. Von dem Vorgängermodell ist nur der kleine Turm übrig geblieben.

 

 

Auf den ersten Kilometern machen die 6.000 Teilnehmer das Überholen zu einem schwierigen Unterfangen. Auch nach Fotostopps brauche ich einige Zeit, bis ich mich wieder zu Judith vorarbeiten kann. Ideal, wenn nur unsere drei Pacer nicht gefühlt etwas zu langsam wären.

Wir kommen nun in Plattenbaugebiete, deren Bewohner in nicht geringer Anzahl an der Strecke stehen. Besonders die Kleinen haben einen Mordsspaß daran, abgeklatscht zu werden.

15 Verpflegungsstellen gibt es, eigentlich immer von Schulklassen betreut. Wasser wird ausgeschenkt und ein Isogetränk in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, das, wie ich später erfahre, vom Lieferanten des Fußballvereins Borussia Dortmund stammt. Bananen, Zuckerwürfel und oft auch Traubenzucker. Leider fehlen Infotafeln, was an welchem Tisch angeboten wird. Also zuhören, was die Helfer so rufen: Woda -Iso. Nach einigen V-Stellen kenne ich die Anordnung.  Positiv auch, dass sage und schreibe acht Toilettenhäuschen pro VP zur Verfügung stehen.

Von den Kilometern hier draußen bleibt wenig zu berichten: Hochhaussiedlungen, schön hergerichtet. Dazwischen kleine Einkaufszentren und U-Bahnstationen der ersten Linie. Ein Linksschwenk bei km 11 bringt uns dann für einen Kilometer auf ein kleines Sträßchen zwischen Einfamilienhäusern hindurch und 15 Höhenmeter nach unten. Eine Marienstatue am Wegesrand. Durch die Felder windet sich ein verträumter Kanal. Die Straße ist in schlechtem Zustand. Irgendwie fühle ich mich an die Marathons in Italien erinnert. Dort gibt es auch öfter mal so idyllische Passagen. Hier dauert das aber nur kurz, denn ein Highlight der Strecke und bekanntes Warschauer Sightseeing-Objekt taucht auf: Der Tempel der Göttlichen Vorsehung, ein riesiger Kirchenbau mit hoher Kuppel, der am 11.11.2016 eingeweiht wurde. Unterirdisch beherbergt er ein Pantheon für die Großen Polens, das laut Beschluss vom 5. Mai 1791 eingerichtet wurde. Das Gebäude, dessen Hauptschiff 4000 Gläubigen Platz bietet, verwirklicht die Idee einer polnischen Nationalkirche und ist nicht unumstritten. Kritiker nennen den Tempel eine geschmacklose Machtdemonstration der katholischen Kirche, die damit versuche, ihrem Autoritätsverlust im Land entgegenzuwirken. Wegen der Form der Kuppel wird das monumentale Bauwerk gern respektlos als “Zitronenpresse” bezeichnet.

 

 

Wir sind in Nowy Wilanów, einem Neubaugebiet mit  Mehrfamilienhäusern. Schick, hier wohnt sicher die junge Warschauer Mittelschicht. Sambatruppe, dann auf die Jana III Sobieskiego-Einfallstraße Richtung Centrum. Sobieski war ein polnisches Adelsgeschlecht. Jan III versuchte im 17. Jahrhundert eine Allianz mit Frankreich gegen Brandenburg-Preußen einzugehen, was aber nicht gelang. In der Schlacht am Kahlenberg schlug Jan Sobieski als Befehlshaber von  königlich-polnischen, kaiserlichen, bayrischen, sächsischen und südwestdeutschen Einheiten am 12. September 1683 die osmanische Armee unter Großwesir Kara Mustafa vernichtend und zog als Türkenbefreier unter dem Jubel der Einwohner in Wien ein. So gesehen sind Süddeutsche und Polen schon lange befreundet.

Judith und ich unterhalten uns ein wenig mit Heiko, einem der 30 deutschen Starter. Dann wird noch Ilie Rosu überholt. Der Rumäne mit seinen zwei Fahnen ist auch bei Marathons in Italien oft zu sehen.

In den Regenwolken vor uns kann man die Hochhäuser der City erahnen. Die breite Einfallsstraße wird oft von Fußgängerbrücken überquert, da kann man sich ja denken, was in der “rush hour” hier los ist. Heute sind die Straßen meist verkehrsfrei.

Bei km 19 tauchen wir wieder in dichtere Bebauung ein, bevor sich mit Pauken, Trompeten und einem Bogen das nächste Highlight ankündigt. Wir biegen in den Łazienki-Park ein. Der königliche Bäderpark ist mit 80 ha Fläche die größte der vielen schönen Warschauer Grünanlagen. Schnurgerade geht es voran. Gesäumt von Blumenbeeten in rosé/weiß. Dann vorbei an der der neuen Orangerie, die  das “Belvedere” beherbergt, eines der besten und teuersten Restaurants der polnischen Hauptstadt.

Der Weg davor wird Chinesischer Weg genannt, Zeichen des kosmopolitischen Polen. Er führt uns zu einigen Pavillons in chinesischem Stil. Davor Schlachtenbummler mit japanischer Fahne. Die Musikanten im Pavillon lassen sich durch das dichte Grün nur erahnen. Aber wichtig ist ja, dass man sie hört. Dann schon wieder hinaus aus dem Park. Auf einer Brücke sehe ich rechts noch ein schönes Schloss, den Pałac Łazienkowski oder Pałac na Wodzie, Schloss auf dem Wasser. Dann muss ich mich um die polnischen Cheerleader kümmern – fototechnisch. Ich denke, an einem schönen Tag sollte man diesen Park mal ausführlicher erkunden.

Kilometer 23: Legia Warszawa, das Fußballstadion des großen polnischen Vereins mit den Farben Grün-Weiß-Rot kann jemand wie ich schon mal versehentlich als italienisch bezeichnen. Gut, dass mich hier keiner versteht. Im Torwar-Gebäude auf der anderen Straßenseite fand gestern die Marathonmesse statt. Unter einer Autobrücke, die dringend eine Betonsanierung gebrauchen könnte, stehen die “Ultras Legia”. Dann wieder an einem Park vorbei. Schick finde ich die hohen Brückenbögen mit ihren Häuschen. Zwischen Stadtzentrum und Weichsel befindet sich ein kleiner Abhang. Die Jerusalemer Alleen- Brücke als Verlängerung der großen Ost-West-Achse samt Palme führt nun zwischen den Häusern an der Weichsel hindurch und dann über den Fluss Richtung Stadteil Praga.

Unter der Brücke hat sich der schwedische Fanblock aufgebaut. 39 Landsleute sind heute unterwegs, zwei davon in unserem 3:55er-Grüppchen.  Wobei die Pacer inzwischen erkannt haben, dass sie bald von der Dame und den Herren mit der 4-Stunden-Fahne eingeholt werden und deshalb das Tempo verschärfen. Judith und ich müssen erkennen, dass wir heute nicht mehr genug Schwung haben, hier mitzuhalten.

So bleibt auf der im Jahr 2000 fertiggestellten Heilig-Kreuz-Brücke  Zeit für einen Blick auf das Polnische Nationalstadion, das zur Fußball-EM 2012 neu gebaut wurde. Wer sich umdreht, kann hinter dem VP die Spitze des Warschauer Kulturpalastes erkennen, ein Geschenk der Sowjetunion an die Republik Polen aus dem Jahr 1955 und mit 237 Metern das höchste Gebäude im Land. Wobei die umgebenden neuen Hochhäuser auch nicht viel kleiner sind.  Der Architekt Lew Rudnew versuchte seinerzeit, eine Synthese aus sozialistischem Klassizismus und traditioneller polnischer Architektur zu finden. Anfangs verspottet, ist der Kulturpalast heutzutage das wichtigste Monument Warschaus - abgesehen von einer gewissen Plastikpalme vielleicht...

 

 

Wir sind nun fünf Kilometer im Stadtteil Praga unterwegs. In diesem Viertel, das im Krieg wenig zerstört wurde, kann man noch viel alte Bausubstanz sehen. Wobei wir dafür etwas zu nahe an der Weichsel bleiben und nur am großen Warschauer Zoo vorbei kommen. Am Tag nach dem Marathon haben wir hier noch eine Tour durch das - laut Reiseführer - ehemalige Zentrum der Kleinkriminellen und jetzige Bohème-Viertel  gemacht. Am Park Praski gibt es eine schöne orthodoxe Kirche und ein kleines Gehege, in dem  Braunbären Werbung für den 800 Meter entfernten Zoo machen. Fast hätten wir keines der Tiere zu Gesicht bekommen. Erst eine Gruppe buddhistischer Mönche auf Sightseeing-Tour lockte einen der zotteligen Gesellen aus seinem Versteck hervor. Hatte der womöglich Appetit auf asiatische Küche? Egal. Auf jeden Fall ein Tipp für einen kleinen Ausflug.

Wir Läufer quälen uns hier bei Kilometer 31 eine Straßenbrücke empor, um dann wenigstens mit Musik der Band “High Blood Pressure“ und wunderbarem Blick auf die Silhouette der Altstadt empfangen zu werden.  Auf der anderen Weichselseite überqueren wir km 41 und sehen die Sportkameraden, die nach etwa 3 Stunden ins Ziel kommen. Man muss ja nicht hinunterschauen. Die 4:00-Pacer versuchen uns zu überholen, aber ich bleibe dran. Km 32, Staffelwechsel beim Stadion des Vereins Polonia. Der Club spielt zurzeit in der dritten Polnischen Liga. Die Pacer machen mächtig Stimmung. Immer wieder Sprechgesänge wie sonst nur in Italien. Meine Bitte um eine englische Version wird mit gutmütigem Gelächter quittiert.

Noch ein kleines Brückchen über die Eisenbahn, dann ist auch der letzte große Anstieg geschafft. Die Nordrunde bringt uns viel Neues: Eine wunderschöne Allee mit vielen Zuschauern. An stimmungsvollen Parkanlagen mit Seen und Kanälen vorbei werden wir bei Kilometer 38 auf die autobahnähnliche Schnellstraße geleitet. Drei bis vier Fahrspuren sind für die Marathonis reserviert, Gegenverkehr auf der anderen Seite. Dahinter müsste die Weichsel sein, die sehe ich aber nicht. Rechts ist es grün, gelegentlich sieht man Zuschauer. An der Mauer der Zitadelle vorbei, Militärgebiet. Ein Läufer wird von Sanitätern und anderen Sportlern versorgt. Wer Energie hat, kann nun wunderbar Platzierungen gutmachen. Ich habe keine mehr und verliere bei einer winzig kleinen Gehpause den Anschluss an die Pacer. Ein weißes Zelt mit einem Tunnel voller Nebel wartet auf uns - oder man läuft daran vorbei. Der letzte Kilometer wird im 100-m-Takt heruntergezählt. Unter der Brücke hindurch, oben ist bei km 31 noch einiges los. Die Zuschauerdichte nimmt erwartungsgemäß stark zu.

 

 

Noch 400 Meter: Stewardessen der polnischen Airline Lot - hier mit dem Slogan „Run a Lot“-  geben uns den letzten Schwung. Geschafft: Am Multimediapark Fontann unterhalb der Altstadt empfängt uns der Zielbogen. Überall sieht man Läufer mit Königskronen. Die Medaille zeigt in diesem Jahr die Syrenka, eine wehrhafte Nixe, die laut einer Gründungslegende Warschaus die Stadt beschützt.  Das Vorbild, eine romantisch geprägte Bronzeskulptur des Bildhauers Konstanty Hegel aus dem Jahr 1850, befindet sich im Zentrum des Altstadtmarkts.

Über 50 Kleintransporter warten mit unseren Beuteln. Judith und ich kämpfen uns zu Wagen 42 vor, um dann den ganzen Weg wieder in umgekehrter Richtung zurücklegen zu dürfen. Auf die Läufer warten viele Duschcontainer und Massagebänke mit langen Schlangen davor. Leckere Tomaten-Nudelsuppe, warmer Tee und alkoholfreies Bier, auch mit leicht gewöhnungsbedürftigem Pfefferminz-Zitronengeschmack, gibt eds zur Stärkung.
Die Sonne kommt heraus, und so genießen wir den Nachmittag. Die Altersklasseneinteilung umfasst hier Zehn-Jahres-Spannen, weshalb die Siegerehrung diesmal ohne Judith stattfindet. Ich freue mich auf einen weiteren Tag in Warschau, bevor wir mit LOT zurück nach Hause fliegen und natürlich vom Kabinenpersonal auf unser “Maraton Warszawski”- T-Shirt angesprochen werden.

 

Fazit:


–    Polen ist ein Marathonland, wie viele Berichte aus m4y belegen, und der PZU Warschau Marathon ist zwar nicht der teilnehmerstärkste, aber der traditionsreichste.
–    Die Preise sind  günstig.
–    Der Warschau Marathon freut sich besonders über Starter aus dem Ausland und stellt alle Informationen mindestens auf Englisch zur Verfügung.
–    Die Strecke ist ziemlich flach und verläuft auf meist sehr breiten Wegen.
–    Zusätzlich zum Marathon gibt es eine Viererstaffel, einen 5-km-Lauf und Kinderläufe.
–    Die Strecke in diesem Jahr sparte baustellenbedingt das Zentrum fast komplett aus, was ich schade finde, denn dort befinden sich viele Sehenswürdigkeiten auf engem Raum. Es gibt viele breite Straßen im Zentrum, die für einen Marathon geeignet sind. Hier muss man einen zusätzlichen Tag zum Sightseeing einplanen.
–    
–    Das 40. Jubiläum im September 2018 wäre ein idealer Termin, auch mal dabei zu sein.

 

Marathon Sieger


1 BRZEZIŃSKI BŁAŻEJ        POL        02:11:27.00    
2 KIPROTICH JUSTUS        KEN        02:11:52.00    
3 KIPNGETICH SANG SILAS    KEN        02:13:32.00
    
Marathon Siegerinnen


1 BEJI GELETU BEKELU    ETH        02:35:09.00    
2 JELAGAT CHEROP BEATRICE    KEN        02:36:13.00    
3 JAGIELSKA EWA        POL        02:41:51.00    

 

Teilnehmerzahlen:


Polen:         4999
Österreich:     4
Schweiz:     4
Deutschland:     30    
Frankreich:     39    
UK:         63
usw.   

 


 

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