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Laufberichte

Wenn der Sommer Pause macht

08.08.10
Autor: Klaus Duwe

Schon sind wir wieder mitten drin in der schönsten Eifellandschaft. Dunkle Wälder, Wiesen, blühende Hänge und dazu die unkontrolliert dahinplätschernde Rur. Wir sind im Grenzgebiet zu Belgien,  wo diese Gegend Hohes Venn heißt. Links die alte Steinbrücke gehört zur ehemaligen Vennbahn, genau wie das große Viadukt, das wir wenig später nach Gut Reichenstein erreichen. Die Vennbahn verband einmal die Industriezentren von Aachen und Luxemburg. Venn ist übrigens abgeleitet von Veen (niederl.) und bedeutet Moor. Und damit sind im Hohen Venn große Flächen bedeckt.

Wir sind auf einer schmalen Teerstraße im Leyloch, so heißt auch der kleine Gasthof links. Der gleichnamige Ort, man sieht ihn nicht, gehört zu Belgien. Die Straße zieht sich lange hin und ist auch ziemlich steil. 

Nach ungefähr 1,5 km haben wir den westlichen Zipfel von Mützenich erreicht. Offensichtlich auch so ein „langer“ Ort. Diesmal laufen wir aber nicht durch, sondern 3 km um den Ort herum. Höhepunkt ist dann der östliche Zipfel (km 39). Über die Straße ist ein Zelt gebaut, davor hängen an einer Leine die Shirts der örtlichen LG. Lustig geht es zu. Kaum kommt ein Läufer in Sichtweite, wird er mit allerlei Lärminstrumenten begrüßt. Süß lächelnd wird mir ein Löffelchen entgegengehalten. „Honig, ist gut für Dich.“ Ich weiß.

Es geht abwärts zur Rochusmühle und zum Troisdorfer Weiher (km 41). Dann kommt noch einmal ein beschwerliches Stück auf schmalem und rutschigem Pfad hinauf nach Konzen. Oben angekommen, sieht man schon den Kirchturm und man hört den Sprecher. Gleich ist es geschafft. Vorbei an der Kirche geht es zum Zieleinlauf. Viele Zuschauer sind jetzt nicht mehr hier. Die stehen für Gegrilltes, Pommes oder vor einem Zapfhahn Schlange. Die Marathonfete ist nämlich bereits voll im Gange.

Ich lasse mir die Medaille umhängen, mische mich unters Volk und fühle mich wie auf einer Kirmes. Dazu passt, was der Musikverein „Eintracht Konzen“ in vielen Abendstunden einstudiert hat und jetzt zum Besten gibt. Ich bin echt begeistert. Dass es wieder anfängt zu nieseln, stört keinen.

Die Siegerehrung hat Kultpotenial. Als Erster betritt der Sieger das Podest. Natürlich ist es André Collet. Knapp sei es diesmal gewesen und lange hätte es gar nicht nach einem Sieg ausgesehen. Umso mehr strahlt der sympathische Lockenkopf. Nicht weniger glücklich ist Antje Möller, die schnellste Marathonfrau. Als dann die Siegertrios auf dem Podest versammelt sind, erklingt als Siegerhymne „One moment in time“ live und in der Version des Musikvereins. Der Dorfplatz ist gerammelt voll und alles schaut zur Bühne. Wenn ich richtig sehe, muss der André zweimal schlucken. Applaus beim letzten Ton und Abgang. Olympia auf dem Dorf. Herrlich.

Marathonsieger 
Männer
1 Collet, Andre (DEU)    ATG Aachen  02:43:55 
2 Achten, Jörg (GER)    Stefflhof Adventures  02:45:16 
3 Werker, Markus (GER)    TV Konzen  02:45:41 

Frauen
1 Möller, Antje (GER)    ASV Duisburg  03:10:27   
2 Kalter, Irene (NEL)    MarathonPlus  03:19:53   
3 Rütters, Monika (GER)    TV Roetgen  03:27:29   

Streckenbeschreibung:
Landschaftlich überaus reizvoller Rundkurs, aber auch anspruchsvoll. Besonders die erste Hälfte es in sich.

Auszeichnung/Starterpaket:
Medaille, Urkunde, Funktions-Shirt

Logistik:
Alles bei der Schule konzentriert: Startnummernausgabe, Duschen, und Kleiderdepot. Parkplätze gibt es ausreichend in der Nähe. Zum Start bei der Kirche sind es ein paar hundert Meter.

Verpflegung:
8 Verpflegungsstellen mit Wasser, Tee, Ultra-Buffer, Obst und Riegel, Wasserschwämme. Dazu viele private Verpflegungsstellen

Zuschauer:
In Monschau, Kalterherberg und Mützenich geht richtig die Post ab. Sonst nur vereinzelt.

 

Weitere Impressionen

Monschau

 

 

Brather Hof

 

 

Kalterherberg

 

 

Ziel

 

 

123
 
 

Informationen: Monschau-Marathon
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