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Laufberichte

Zum Jubiläum viel Glück

16.05.10
Autor: Olaf Ulmer

Ein Alphornbläser und etliche jubelnde Zuschauer hießen uns am Kulminationspunkt willkommen. Es ging nun wieder bergab in Richtung Talheim und wir konnten es ordentlich rollen lassen. In Talheim wurden die Halbmarathonis in Richtung Klingenberg geleitet. Uns Marathonis erwartete in Richtung Lauffen die nächste Rampe, so dass zum Erholen nicht allzu viel Zeit blieb.

Am Ortsausgang von Talheim verabschiedete uns dann ein weiterer Alphornbläser. Wellig, aber tendenziell bergab liefen wir zum Zementwerk in Lauffen. Kurze Zeit später kamen wir in den Ort, wo der nächste Stimmungshöhepunkt auf uns wartete. Wir machten einen kurzen Abstecher in die Fußgängerzone, bevor es auf der Neckarbrücke die nächste Trollinger-Verköstigung gab. Der Aufforderung „Nicht fotografieren, lieber probieren“ kam ich natürlich nach.

Kurze Zeit später verließen wir Lauffen und waren auf den Weg nach Meimsheim, wo uns die Frau von Peter mit frischem Hefezopf erwartete. Thomas, Peter und ich nahmen das Angebot dankend an und ließen es uns schmecken. Trotz all dieser kulinarischen Unterbrechungen konnten wir in Meimsheim die Halbmarathon-Marke genau im Zeitkorridor passieren. Die Strecke führte uns moderat ansteigend nach Hausen wo uns Bacchus, diesmal aber nicht der Laufende, mit einem großen Glas Wein willkommen hieß.

Peter und ich hatten aber nicht allzu viel Zeit, den Wein zu probieren. Thomas wollte vor den letzten Herausforderungen des Tages noch etwas Vorsprung auf die Zielzeit herauslaufen und hat daher das Tempo etwas angezogen. Also nahmen auch wir wieder die Beine in die Hand und machten uns auf die Verfolgung.

Über eine weitere Welle kamen wir kurze Zeit später nach Dürrenzimmern. Eine nicht endend wollende Steigung, die zum Gehen zu flach war, brachte uns schließlich nach Neipperg. Erstmals an diesem Tage drohten meine Kräfte zu schwinden und ich befürchtete, Thomas, dem Zugläufer, nicht mehr folgen zu können. Der Marathon vom Vorabend und die heute schon gelaufenen 27 Kilometern machten sich in meiner Muskulatur bemerkbar. Ich nahm mir aber trotzdem noch die Zeit, um die Burg zu Neipperg auf den Chip zu bannen.

Nachdem wir ein weiteres Weingut passierten, verließen wir wieder Neipperg und liefen entlang der Weinberge leicht wellig aber stetig bergab nach Nordhausen. Ich hatte mich einigermaßen erholt und konnte kurze Zeit später wieder den Kontakt zum Zugläufer herstellen. Wir liefen quer durch Nordhausen und erreichten kurze Zeit später, zunächst leicht ansteigend, dann stärker abfallend, Nordheim. Wir verpflegten noch mal ordentlich, bevor wir uns der letzten größeren Herausforderung des Tages stellten. Eine vierprozentigen Steigung auf einer Länge von rund einem Kilometer forderte nochmals alle Reserven.

Thomas konnte sich abermals etwas absetzen, doch war ich mir nun sicher, dass ich im Ziel unter vier Stunden bleiben würde.Über ein flaches Plateau und einem Gefälle erreichten wir kurze Zeit später Klingenberg, wo wir auf die Halbmarathonis trafen.

Die Stimmung war am Überkochen und die Zuschauer feuerten uns frenetisch an.
Auf diesen letzten vier Kilometern konnten wir noch etliche Halbmarathon-Läufer überholen. Über die flache Klingenberger Straße und einer weiteren kurzen Rampe erreichten wir die Fußgängerzone von Böckingen, wo wir zum letzten Male auf der Strecke verpflegen konnten.

Nachdem der Wein die Kehle hinuntergelaufen war, unterquerten wir die Bahntrasse durch einen Tunnel und kamen über eine allerletzte Rampe wieder auf die Badstraße, wo knapp vier Stunden zuvor unsere Reise begann. Wir passierten die Startlinie und erreichten nach einem Linksschwenk das Frankenstadion. Durch das Marathon-Tor kamen wir für die letzten zweihundert Meter auf die Kunststoffbahn des Stadions, wo uns im Ziel als Käthchen gekleidete junge Damen mit Medaillen begrüßten.

Vom Wein hatte ich  auf der Strecke genug genossen, jetzt gönnte ich mir ein alkoholfreies Hefeweizen aus dem nahegelegenen Distelhausen. Nach einer heißen Dusche fand der Tag im benachbarten Biergarten und einer Grillparty bei Zugläufer Thomas einen würdigen Ausklang.

Fazit: Der Lauf ist hervorragend organisiert. Es gab alle fünf Kilometer eine Versorgungsstelle mit Getränken wie Wasser, Iso, später auch Cola-Mix und  Bananen, Äpfel und Salzkekse. Zwischen diesen Punkten gab es zusätzlich noch Wasserstellen. Trotz der gerade am Morgen teils frischen Temperaturen waren besonders in den Ortschaften sehr viele Zuschauer an der Strecke, die einem unentwegt anfeuerten. Die Helfer an den Versorgungsständen waren immer hilfsbereit und freundlich.

Für die hervorragende Streckensicherung sorgten die Polizei und die Feuerwehren. Sanitätskräfte waren auf der gesamten Strecke in ausreichendem Umfang verteilt, so dass auch hier an die Sicherheit der Läufer gedacht wurde.

Kurze Wege am Frankenstadion und ein reibungsloser Ablauf sind ebenfalls positive Aspekte dieser Veranstaltung. Mein Dank gilt allen, die dazu beigetragen haben, dass diese Veranstaltung so hervorragend ablaufen konnte.

Ich bin nächstes Jahr sicherlich wieder mit dabei, hoffentlich wieder bei derart läuferfreundlichen Temperaturen. Vielleicht hat ja das Organisationsteam doch einen Draht zu Petrus.

Marathonsieger

Männer

1 Hendriksen, Jon-Paul (NZL)  Laufwerk Hamburg 02:28:53
2 Schuhmacher, Richard (DEU)  Deutsche Post AG NLB Göp... 02:29:27
3 Sitienei, Andrew Kipchirchir (KEN)    02:34:20

Frauen

1 Blatz, Regina (DEU) TV Salmünster 03:14:26
2 Weiblen, Iris (DEU)  Stahl Sport Shop Team 03:16:53 
3 Hofmann, Irene (DEU)  LSG Karlsruhe 03:27:54

12
 
 

Informationen: Heilbronner Trollinger Marathon
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