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Robbie Simpson gewinnt erneut den Jungfrau-Marathon

07.09.19
Quelle: Pressemitteilung

Robbie Simpson sicherte sich beim traditionsreichen Jungfrau-Marathon erneut den Sieg. Der Schotte blieb mit 2:59:29 Stunden unter der Drei-Stunden-Marke und distanzierte den Marokkaner Abdelhadi El Mouaziz um 2:35 Minuten und den Kolumbianer William Rodriguez Herrera um 2:47 Minuten. Bei den Frauen siegte Simone Troxler (Chardonne) vor Theres Leboeuf (Aigle) und Sara Willhoit (GBR).

Robbie Simpson kennt die Strecke, die von Interlaken auf die Kleine Scheidegg auf 2061 m.ü.M. führt, in- und auswendig. Bei seiner fünften Teilnahme kam der Titelverteidiger aber erst am Schluss auf Touren. Bis Kilometer 38 führte ein Trio mit El Mouaziz, dem Eritreer Petro Mamu und Rodriguez Herrera. El Mouaziz, der schon die Marathons in London und New York gewinnen konnte, debütierte bei der 27. Austragung in Interlaken. Knapp vier Kilometer vor dem Ziel drehte Simpson auf und hängte in einem unglaublichen Finish seine Konkurrenten ab. «Ich habe mich heute gar nicht so gut gefühlt. Erst am Schluss ging es für mich auf. Deshalb freut mich dieser Sieg umso mehr», so Simpson.

Von den 4000 Läuferinnen und Läufern, die in Interlaken von der fünffachen OL-Weltmeisterin Judith Wyder auf die Strecke geführt wurden, klassierte sich der Zürcher Stephan Wenk als bester Schweizer im sechsten Rang. Der 36-Jährige, der dieses Jahr bereits den Swissalpine-Marathon gewann und beim «Eiger Ultratrail» Zweiter wurde, war mit seiner Platzierung mehr als zufrieden: «Ab Kilometer 10 habe ich mich immer wohler gefühlt und es lief mir wirklich sehr gut. Das Wetter spielte für mich heute keine grosse Rolle. Trotzdem fehlte mir ganz am Schluss die Substanz und ich büsste noch zwei Plätze ein. Meine Zeit von 3:05:23 Stunden ist mein bestes Resultat überhaupt», freute sich der erschöpfte Wenk.

 

Eine «superglückliche» Siegerin


Von der Atmosphäre auf den 1829 Höhenmetern schwärmte Simone Troxler, die Favoritin und Siegerin bei den Frauen. «Es war einfach ein wunderschönes Erlebnis. All die Glocken, Alphörner und so vieles mehr – es war genial.» Die Waadtländerin gab im vergangenen Jahr ihr Debüt am Jungfrau-Marathon und ist auch eine starke Strassenläuferin, wie sie 2018 mit Rang 2 am Lausanne-Marathon bewies. Die Strecke auf die Kleine Scheidegg verlangte der 23-Jährigen alles ab. «Ich musste ab Wengen sehr leiden. Die Kälte war krass und ich hatte Krämpfe. Ich wusste wirklich nicht, wie ich da noch den Berg hochkommen soll und es war auch mental schwierig, weil ich das Feld allein anführte», gab Troxler zu. Mit ihrer Zeit von 3:36:13 Stunden war sie trotz aller Schwierigkeiten nur drei Minuten langsamer als im Vorjahr. Auf dem zweiten Platz klassierte sich Theres Leboeuf aus Aigle mit einem Rückstand von 1:34 Minuten.

 

Grosse Herausforderung mit dem Wetter


Der Kälteeinbruch und Schneefall der vergangenen Tage stellte das Organisationskomitee vor grosse Herausforderungen. «Wir haben auf der Strecke dank grossartigen Helfern den Schnee weggeräumt und wir wussten, dass wir mit etwas Regen und viel Nebel zu kämpfen haben würden», sagte OK-Präsident Toni Alpinice. Sein Team hat in den letzten Stunden unermüdlich daran gearbeitet, dass alle Läuferinnen und Läufer im Ziel auf der Kleinen Scheidegg ankommen. «Wir haben über 5000 Wärmefolien bereitgestellt und zusätzlich dafür gesorgt, dass wir noch mehr warme Getränke verteilen konnten».

 

Populäre Rennen auf der Höhematte in Interlaken


Am Tag vor dem grossen Marathon nutzen jeweils etliche Para-Athleten die Möglichkeit, ihre Schnelligkeit unter Beweis zu stellen. So dominierte einmal mehr die Pararace-Meile Marcel Hug vor Beat Bösch und Heinz Frei. Bei den Frauen siegte Manuel Schär vor Sandra Graf.

 

Jungfrau-Minirun und Mini-Marathon – die Rennen für alle


Kurz nach 15 Uhr machten sich auch die Kleinsten auf zu ihren Rennen. Der Jungfrau-Minirun in Kategorien von MuKi und VaKi bis zu den U16-Kids stösst immer auf viel Interesse. Ein Erlebnis war bestimmt nicht nur der Lauf. Vielen Kindern wurden die Medaillen vom ehemaligen Weltcup-Skirennfahrer und Weltmeister Marco Büchel übergeben.

 

Informationen: Jungfrau-Marathon
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