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Laufberichte

Durch Wald und Flur

21.08.10

An einem Grundstück ist eine Hecke mit einer doppelten Girlande auf sicher 20 Meter geschmückt. Beim näheren Hinsehen kann ich entdecken, dass diese aus leeren Zigarettenschachteln besteht. Hier hat der „Arbeitskreis Sucht“ noch einige Aufklärungsarbeit zu leisten.

In Bissendorf können wir uns nochmals verpflegen bevor es auf die westliche 7 Kilometerrunde geht. Die Staffelläufer wechseln und können wieder frisch durchstarten. Hier hat sich auch meine Frau postiert um alles fotografisch festzuhalten. An der Schnittstelle der Runden kann sie die Läufer auf wenigen Metern gleich viermal beobachten.

Zuerst kommt mir der führende Staffelläufer bereits entgegen, dann geht es wieder aus Bissendorf hinaus. Auf den Wiesen tummeln sich Pferde und Kühe und ich habe einen schönen Blick über die weite Landschaft. Bald erreichen wir die Ortschaft Eistrup. Hier gibt es ein kleines Einkaufszentrum in dessen Nähe eine weitere Verpflegungsstelle auf uns wartet und es geht nun wieder nach Bissendorf zurück.

Dort durchlaufen wir den Start/Zielbereich  und damit die Halbmarathonmarke. Der Moderator hat wohl im Internet nachgesehen, denn er nennt nicht nur meinen Namen sondern auch meine Teilnahme beim 100er in Biel. Oho, da werden meine Schritte doch gleich wieder leichter. Hier gibt es auch wieder Zuschauer, die uns anfeuern. Meine Uhr zeigt 2:04.

Die Volksläufer und Walker sind gerade auf ihre 5 oder 11,3 KM Strecke gestartet. Da sie sich auf der Straße aber ziemlich rechts halten, kann ich problemlos überholen.  Schon bald trennen sich unsere Wege und ich kann wieder die schöne Landschaft genießen.

Die Verpflegungsstellen sind auch jetzt noch gut bestückt und die Helfer harren geduldig aus, um die Wünsche der Läufer zu erfüllen. Neben Wasser und Iso gibt es noch Cola, Bananen- und Melonenstücke.

Am Wasserschloss haben die Frösche bereits ihr Abendkonzert begonnen. Bis zum Zielschluss um 21 Uhr ist noch genügend Zeit. In Nemden ist es bereits sehr ruhig geworden und noch einmal geht es den Feldweg hinauf. Ich merke schon, dass dies heute nicht mein Tag ist. Die Beine werden schwer und der Rücken schmerzt. Ist es die Wärme? Auch andere Läufer in meinem Umfeld scheinen Probleme zu haben und die kurzeitigen Walker nehmen zu. Ich laufe vorsichtig weiter und kann noch einige überholen.

An der Verpflegungsstelle in Bissendorf lege ich auch eine Gehpause ein, und schon bald schließt Johann zu mir auf. Er hat sich das Tempo wohl wieder genau richtig eingeteilt. Hier wartet auch meine Frau auf mich und feuert uns nochmals für die letzten 7 Kilometer an. Zum Ziel ist es von hieraus nur 300 Meter aber ich muss ja nochmals auf die Westrunde. Die entgegenkommenden Läufer haben es bereits fast geschafft. Über den Wiesen breitet sich eine schöne Abendstimmung aus.  In Eistrup beeilen sich die Kunden, noch zum Einkaufszentrum zu kommen und schauen verwundert den Läufern zu. Johann muss ich ziehen lassen und nochmals eine Gehpause einlegen.

Dann verpflege ich mich ausgiebig und nehme die letzten 4 Kilometer in Angriff. Der Bissendorfer Kirchturm ist schon von weitem zu sehen aber irgendwie will er nicht näher  kommen. Dann habe ich aber doch die  Begegnungstrecke erreicht und ich kann auch noch Läufer entgegenkommen sehen. Nochmals um die Kurve dann geht es aufs Ziel zu. Der Sprecher nennt meinen Namen und Verein und die Zuschauer applaudieren auf den letzten Metern. Bei 4:28:46 halte ich meine Uhr an, dies ist für mich Platz 1 in meiner Altersklasse.

Ich erhalte eine Medaille und kann die Urkunde und Ergebnisliste später aus dem Internet ausdrucken. Hier im Ziel kann man sich nochmals verpflegen und zur Belohnung für die Anstrengung gibt es ein alkoholfreies Weißbier. Ich komme mit Jürgen Lehmann ins Gespräch. Auch er musste heute der Strecke ein wenig Tribut zollen, ist aber auch von der Veranstaltung sehr angetan.

Meine Frau hat mich schnell gefunden. Natürlich hat sie wieder meinen Zieleinlauf fotografisch festgehalten und bringt nun meine Sachen zum Umkleiden. Wir schauen uns noch den restlichen Zieleinlauf an, und bald taucht auch HaWe auf. Doch er bleibt vor dem Ziel stehen und wartet noch auf eine passende Zeit für seine Hahn-Sammlung.

In der nahe gelegenen Sporthalle kann ich mich duschen und umziehen. Heute ist das Wasser noch angenehm warm. Als ich die Sporthalle verlasse, ist man bereits mit dem Abbau beschäftigt, aber es kommen immer noch Läufer ins Ziel.

Inge hat mir noch ein Funktionsshirt von der Veranstaltung gekauft und schenkt es mir nun zur Erinnerung an meinem 70sten Marathon.

Zufrieden machen wir uns dann auf den Heimweg, haben wir doch wieder einen schönen erfolgreichen Tag in Bissendorf erleben können.    

Marathonsieger

Männer

1 Sebrantke, Oliver LC Hansa Stuhr GER 2:46:26,7
2 Lüesse, Peter Dinklage GER 75 3:17:37,8
3 Kiffmeier, Ulrich Harsewinkel GER  3:21:20,8

Frauen

1 Köhne, Manuela TV Georgsmarienhütte GER 3:54:45,0
2 Hekkers, Mieke MarathonPlus NL  4:07:30,9
3 Erdmann, Claudia 100 Marathon Club GER  4:27:57,6

69 Finisher

12
 
 

Informationen: Osnabrücker Land-Marathon
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