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Laufberichte

Einstand gelungen!

 

Zum ersten Hülskens Marathon Wesel laden die Hadi Lauffreunde Wesel e.V. ein. Nachdem die LLG Kevelaer nach 17 erfolgreichen Jahren ihren im 35 km entfernten Twisteden durchgeführten Marathon aus organisatorischen Gründen eingestellt hat, will man den frei gewordenen Termin als ersten offiziellen Marathon des Jahres in Deutschland nach Wesel holen. Die Erfahrungen aus Veranstaltungen wie Moonlight Run, Paarlauf und Wesel Triathlon bieten die Grundlage, sich an die Organisation eines Marathons zu trauen. Und damit nicht genug, zum Marathon gesellen sich Staffel Marathon, Halbmarathon und Staffel Halbmarathon hinzu.

Und der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. Äußerte man in der ersten Pressemitteilung noch vorsichtig den Wunsch mit 500 Startern, hoffte man einige Zeit später schon auf 700. Aber auch dieses Ziel wurde schnell überschritten und die Anmeldung wurde am 26.12., 3 Tage eher als geplant, bereits geschlossen. Es lagen 1250 Anmeldungen vor! Ein Traum!

Für mich beginnt die Anreise am Samstag, ich habe mich in einem der empfohlenen Hotels in Wesel eingemietet, um entspannt starten zu können. Somit habe ich eine kurze Anreise von 800m zum Parkplatz beim Innogy Auestadion. Doch dafür brauche ich 15 Minuten. Eine lange Schlange anreisender Autos sorgt für einen Stau. Ein großes Plakat zeigt, wo sich was befindet, in einem beheizten Zelt findet die Startnummernausgabe statt. Hier vergehen weitere 10 Minuten, bis die lange Warteschleife überwunden ist. Wer mag, kann seine Unterschrift auf einer weißen Wand verewigen, in einem benachbarten LKW kann man seine Tasche parken. Hierzu beschriftet man einen Button mit seiner Startnummer.

 

 

Die Warteschlangen werden nicht kürzer, weder auf der Straße noch bei den Startnummern. Die Organisatoren beschließen eine Verlegung der Startzeiten um 30 Minuten nach hinten. Moderator Laurenz Thissen informiert über alles Wichtige, er wird die ganze Zeit mit vielen Informationen und Ankündigungen für Kurzweil im Zielbereich sorgen. Zeit sich im Zelt umzuschauen, Torsten läuft nach Verletzungspause wieder Marathon, Kollege Werner ist auf der Strecke, Marion und Jochen aus der Nachbarschaft sind am Start, und Clubkamerad Gerd lässt es heute ruhig angehen.

Um die amtlich vermessenen Distanzen zu erreichen, wurde der Start auf die Straße verlegt.  Hier steht auch genügend Platz zur Verfügung. Für den Marathon sind mit Nachmeldungen 352 Starter angetreten, es kommen noch die Staffeln hinzu. Es gilt 6 mal die 7,1 km Runde um den Auesee zu laufen, komplett flach mit zwei Verpflegungsstationen, zur Hälfte auf Asphalt und zur anderen auf befestigen Schotter. 

Um die halbe Stunde verschoben starten wir um 10 Uhr, die Halbmarathonis folgen um 10:30 Uhr. Es geht mit Startschuss los, TAF Timing sorgt mit Chip in der Startnummer für sekundengenaue Nettozeiten. Es ist trocken bei angenehmen 6 Grad und das Feld begibt sich auf die Reise.

 

 

Ich komme mit Jana ins Gespräch, ihre gelbe Jacke des 100 MC sorgt für Gesprächsstoff. So wie ich mit der Kamera immer wieder stehen bleibe, filmt sie immer wieder kurze Szenen für ihren YouTube Channel, um gerade Frauen zu zeigen, wie schön der Laufsport doch ist. Wir sind anfänglich auf einem Tempolevel und quatschen uns über die Strecke. Auch unser Tempo läuft Sandra, sommerlich kurz gekleidet geht sie heute ihren ersten Marathon.  Wir vertreiben ihr mit Anekdoten aus unserem Läuferleben einige Kilometer.

 

 

Mich überrascht, dass der Auesee relativ weit weg von unserem Weg liegt, wir sehen ihn öfters, kommen ihm aber nie wirklich nah. Dafür sind wir autofrei unterwegs, auch Spaziergänger oder Fahrradfahrer stören nicht unsere Kreise. Der Regen der letzten Tage hat auf den geschotterten Wegabschnitten einige Pfützen und aufgeweichte Passagen hinterlassen. Ansonsten ist der Schotter so verdichtet, dass er fast so glatt wie Asphalt zu laufen ist.

6 Musik Hotspots beschallen abwechslungsreich fast die gesamte Laufstrecke, auf der sich nach dem Start des Halbmarathons rund 1000 Läuferinnen und Läufer befinden, rechnerisch alle 7 m eine(r). Viele laufen in Grüppchen nebeneinander, das passt fast immer. Nur bei Überrundungen, oder wenn man einer Pfütze ausweicht, kneift es schon mal. Mehrere Schilder mit „Hase links und Igel rechts“ erinnern daran, die „Fast Lane“ fair frei zu halten.

 

 

Die erste Runde ist schnell vorbei. Die meisten Zuschauer sind im Start-Zielbereich, wo auch der Staffelwechsel stattfindet. Ein Verpflegungspunkt ist mitten drin ist, da wird es schon mal etwas eng. Wasser, Iso, Cola, Obst, Gel, Riegel und Haribo, da ist für jeden was dabei.

Jana zieht von dannen, irgendwann überrundet mich Dirk. Es wird mit jeder Runde ruhiger auf der Strecke, die Halben und die Schnellen Marathonis sind im Ziel. Tapfer feuern uns an jedem Musik-Hotspot Betreuer und Zuschauer an.  Ich frage mich, was wohl anstrengender ist: Marathon laufen oder 5 Stunden klatschen, motivieren und Ratschen betätigen….

 

 

Die Strecke leert sich immer mehr, gleichzeitig werden die Runden (gefühlt) länger. Ich freue mich auf den Zieleinlauf, nehme mir noch vor der Zeitmatte Zeit für ein Foto und nehme meine Medaille entgegen. Es ist die wohl größte ist, die ich bisher erhalten habe. Sie ist auch deshalb etwas Besonderes, weil sie aus Keramik ist, hergestellt in Wesel. Ich werde einen Ehrenplatz dafür finden.

Die Zielverpflegung ist reichhaltig, aber das Finisher-Bier leider nicht ausreichend. Dazu passt, dass die Duschen kalt sind. Nicht schön, aber das ist auch schon bei anderen Veranstaltungen passiert. Ein Aufreger ist das nicht. Gerade bekomme ich noch mit, wie Sandra Richtung Ziel läuft. Herzlichen Glückwunsch zum ersten Marathon.

 

 

Insgesamt ist die Premiere in Wesel sehr gut gelungen. Hadi rief und die Läufer strömten herbei. Organisation und Abwicklung waren super. Ich bin sicher, nächstes Jahr kommen noch mehr Läuferinnen und Läufer. Der Hülskens Marathon in Wesel ist eine tolle Veranstaltung und eine Bereicherung des Marathon-Kalenders. Ich freue mich, dass ich bei der Premiere dabei sein und berichten durfte.

 

Männer:

  1. Sascha Hubbert – Bunert Kleve -  2:48:34
  2. Lukas Arnas Indicianskis – Ayyo Team Essen -  2:52:09
  3. Julius Wiggerthale – VFL Lingen –  2:53:17

Frauen:

  1.  Katrin Ochs – LG Filder –  2:58:09
  2. Carina Fierek – TuS Xanten – 3:01:30
  3. Mareike Eißmann –  LG Starlight Team Essen - 3:20:43
 

Informationen: Marathon Wesel
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