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Laufberichte

Ende Mai ist Rennsteig-Time

 

Wenn es irgendwie geht, lasse ich mir den Rennsteig Supermarathon nicht entgehen. Das hat ganz gute Gründe:

1. Trotz der Länge finde ich die Strecke einfach zu laufen. Der Untergrund und das Streckenprofil stellen für mich keine großen Herausforderungen dar. Damit will ich nicht sagen, dass es einfach ist, knapp 74 km mit 1800 Höhenmetern zu laufen. Aber was die Organisation und Betreuung angeht, wird hier fürs Beste vorgesorgt.

2. Eisenach ist nicht zu weit entfernt. Mit einer Fahrzeit von 3 Stunden ist es für uns von Stuttgart aus gut zu erreichen.

3. Der Lauf zeigt mir sehr genau, wie mein Trainingszustand ist.

Und 4. Ob City-Lauf oder anspruchsvoller Bergtrail, der Rennsteig ist die optimale Vorbereitung auf alles, was im Jahr noch kommt.

Bereits am Freitag scheint Eisenach nur von Läufern bevölkert zu sein. Je näher wir dem Marktplatz kommen, desto auffälliger wird es, und der schmucke, zentrale Platz ist komplett in Läuferhand. Zu Füßen der ehrwürdigen Georgenkirche, wo damals Martin Luther predigte, steht ein großes Festzelt. Noch sind die Bierbänke draußen und drinnen spärlich besetzt. Dafür platzen die Cafes vor dem Rathaus aus allen Nähten.

Unser Weg führt zunächst zur Startnummernausgabe im Gebäude der Stadtverwaltung, das etwas nach hinten versetzt liegt. Hier herrscht geschäftiges Treiben, ohne aber in Stress auszuarten. Die Helferinnen versehen unsere Startertaschen gleich mit der Startnummer. So können wir sie morgen als Kleiderbeutel abgeben.

 

 
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Um 17 Uhr ist die Kloßparty. Der Bon für das Essen befindet sich an der Startnummer. Laura als Vegetarierin wird von den fröhlichen Helfern mit Knödeln versorgt. Norbert und ich nehmen das volle Programm mit Rotkohl und Gulasch. Irgendwann bemerkt Laura erstaunt: “Guckt mal, wie viele Leute hier sind. Laufen die Morgen wirklich alle den Ultra?“ Ja, natürlich ist auch die eine oder andere Begleitperson vor Ort. Aber die meisten hier werden doch auf der langen Strecke unterwegs sein. Die Kloßparty der anderen Läufe ist, wie auch die Ausgabe der Startunterlagen, in den jeweiligen Startorten.

Trotz der frühen Zeit ist es am nächsten Morgen bereits angenehm warm. Unter dem vergoldeten Drachentöter und Schutzpatron der Stadt Eisenach, dem Heiligen Sankt Georg, drängen sich die Läufer. Erwartungsvolle Blicke hängen wahlweise an der Uhr des Rathauses, der Kirchturmuhr oder profan an der eigenen Laufuhr. Wir wollen los.

 

 
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Endlich, der Hubschrauber mit Fernsehteam an Bord zeigt, dass es bald losgeht. Pünktlich um 6 Uhr wird gestartet. Unter dem Jubel der Fans rechts und links an der Karlstraße werden wir mit dem Rennsteiglied verabschiedet. Schnell erreichen wir den Karlsplatz und laufen am Luther Denkmal vorbei durch das Nikolaitor auf die Bahnhofstraße. Einmal scharf rechts auf die Wartburgallee und dann scharf links auf die Dr.-Moritz-Mitzenheimstraße. Jetzt führen Serpentinen nach oben.

Oben biegt die Straße auf einen Waldweg ein. Kurzer Stau, dann geht es schon weiter. Plötzlich lichtet sich der Wald und romantisch unter feinem Dunst liegt unter uns Eisenach in der Sonne. Auf der anderen Seite des Weges thront das monumentale 33 Meter hohe Burschenschaftsdenkmal. Es ist jenen gewidmet, die im 19. Jahrhundert unter Einsatz ihres Lebens für Einheit und Freiheit in Deutschland eintraten.

Nach diesem ersten Anstieg bin ich schon durchgeschwitzt. Das kann ja heiter werden. Weiter im Wald ist es zwar schattig, aber kein Grad kühler. Bereits auf den ersten Kilometern treffe ich viele Bekannte. „Hallo wie geht’s? Lange nicht gesehen.“ Man kann sich in einer Minute ja so viel mitteilen. Noch sucht jeder sein Tempo. Erst später wird man sich zu längeren Gesprächen zusammenfinden. Eine Laufkollegin berichtet von größerem Verletzungspech: „Warum bist Du trotzdem hier?“ - „Ich will den Rennsteig-Spirit genießen. Was draus wird, wird man sehen.“

Ja, der Rennsteig-Spirit. In den folgenden Stunden werde ich ihn auch wieder spüren. Er liegt hier auf diesem Weg, den schon so viele Menschen aus den verschiedensten Gründen erlaufen oder erwandert haben. Der Wald ist immer gleich und doch immer anders. Der Spirit kommt durch die Helfer, die mit viel Ehrgeiz und Engagement Becher füllen, Obst schneiden und Brote schmieren. Und er überträgt sich auf die Läufer, die zusammen diesen Weg gehen.

 

 
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Judith und Andreas, eingespieltes Marathon4you-Team, kommen von hinten. Sie sind zum ersten Mal auf dem Rennsteig und noch nie so lange gelaufen. Ich bin gespannt, wie es ihnen gefallen wird. Es gibt einen Fotostopp an einer Öffnung im Wald, von wo aus man die Wartburg sehen kann.

Am Waldsportplatz bei km 6,4 liegt die erste Getränkestation. Ich hab im Pulk Heimvorteil und weiß, dass der süße warme Tee ganz hinten auf den letzten Tischen bereitgestellt ist. 500 m weiter an der Hohen Sonne streifen wir kurz die B19 um dann aber sofort wieder im Wald zu verschwinden. Ab jetzt laufen wir offiziell auf dem Rennsteig und haben seit dem Start bereits 200 Hm geschafft.

Das km 10 Schild wird von den Läufern freudig begrüßt. An der Getränkestation Ascherbrück bei km 12,7 greife ich erneut zum Becher. Mir ist heiß und das noch vor 8 Uhr morgens. Bei km 18 kommt dann die erste richtige Verpflegungsstelle. Auf der Glasbachwiese gibt es das volle Programm: Äpfel, Bananen, Zitronen, Schmalz- und Butterbrote, liebevoll mit Schnittlauch bestreut. Und dann natürlich Schleim. Keine Angst, das ist nichts Ekeliges. Haferschleim kennt man vielerorts zwar nur als bewährte Babynahrung, aber in auch Läuferkreisen weiß man den bekömmlichen Energiespender zu schätzen. Beim Rennsteig gibt es verschiedene Sorten. Hier ist er Heidelbeere oder Orange.

Die folgende Wurzelstrecke leicht bergauf, ist fast schon ein Markenzeichen des Rennsteig und auf vielen Bildern zu sehen. Nach weiteren 100 Hm Anstieg zur Hirschbalzwiese und dann zur nächsten Getränkestelle Dreiherrenstein bin ich ein bisschen außer Puste. Hier, bei km 20,6 wird jeder vorbeikommenden Frau ihre aktuelle Platzierung angesagt. Ich bin 311te.

 

 
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Der große Inselsberg ist mit 916,5 m der vierthöchste Berg Thüringens und die zweithöchste Erhebung des Rennsteiglaufs. Mit seinen drei markanten Türmen kann man ihn bereits von Weitem erkennen. Der Anstieg erfolgt in Etappen, immer wieder durch kleine Bergabstücke unterbrochen. Das letzte Stück ist dann ziemlich steil. Oben empfangen uns Mitglieder von Lauffeuer Fröttstädt, die Werbung für ihren wunderbaren Thüringen Ultra machen. Es geht noch über eine Kuppe, eine Zeitmessmatte und dann auf der anderen Seite gleich wieder hinunter. Ich bin geblendet vom Gegenlicht der Sonne und kann die prächtige Aussicht gar nicht genießen. Lieber wende ich mich dem Abstieg zu.

Zuerst geht es über hölzerne Treppen, über einen Parkplatz und dann eine steile unebene Straße hinunter. Endlich hören ich Musik. Die Verpflegungsstation Grenzwiese bei km 26,8 ist erreicht. Ich plaudere ein bisschen mit den Mädels am Stand, sie bieten mir Kräutersalz auf mein Butterbrot - lecker!

Bis zur Getränkestation Possenröder Kreuz bei km 33,6 geht es immer wieder rauf und runter. Eine  Gott sei Dank leicht bergab führende Betonstraße ist unangenehm für meine Füße. Früher konnte man auf feinem Trail neben der Straße laufen. Vermutlich ist es für die Natur besser, wenn sich die Läufer auf der Straße halten. Bis km 30 gibt es kaum Schatten.

Am Possenröder Kreuz haben die Lauffreunde Seligenthal live Musik durch die „Rosataler eV“. Gerade macht die Kapelle eine Pause und der Dirigent teilt sein Köstritzer Dunkel mit mir: Ehrlich, ich hatte ihn nicht darum gebeten!

Das folgende Stück ist zäh. Wenig Schatten und leichte Wellen zehren an meinen Kräften. Dafür ist der Untergrund schön weich. Ich sehne mich nach der Ebertswiese. Dort ist die Hälfte geschafft. Höre ich von Ferne nicht schon Musik und Sprecheransagen? Doch, genau: noch eine letzte Kurve und der herbeigesehnte Platz liegt unter mir. Beschwingt laufe ich den breiten Weg hinunter. Es geht über die Zeitmessmatte und ich werde gleich vom Sprecher namentlich begrüßt.

Die Ebertswiese gilt wegen seiner üppigen Vegetation, als die schönste Bergwiese des Thüringer Waldes und ist nach Eberhard, dem ersten Abt von Georgenthal, benannt. Früher trafen sich hier alten Handelsstraßen, die die die Messestädte Frankfurt, Nürnberg, Erfurt und Leipzig verbanden. Anfang Juli, wenn die Wiese in voller Pracht erblüht, kommt hier auch der Thüringen Ultra vorbei.

Heute sieht es hier aus wie auf dem Jahrmarkt. An den Ständen werden übersichtlich die verschiedenen Spezialitäten angeboten. Die heißen Brühwürste aus dem Kessel lasse ich liegen, mich zieht es zum Stand mit dem Schleim. Normalerweise mache ich hier am Tisch Pause. Heute bin ich irgendwie spät dran. Noch ein Becher Tee und ich mache mich an den folgenden Aufstieg. Mir fallen die vielen Mülleimer auf, die bis oben hin aufgestellt sind. So muss ich meine Getränke nicht stürzen und kann trotzdem die Becher ordnungsgemäß entsorgen.

Die nächste Station ist die „neue Ausspanne“ bei km 41. Während ich so dahin laufe, ziehen dunkle Wolken auf. Das hatte der Wetterbericht nicht angesagt. Jetzt am Mittag ist es fast kühler als morgens. Ich genieße das und hoffe auf ein paar Regentropfen. An der Getränkestation sind die Mädels gut drauf. Sie scherzen mit den Läufern und bieten „echte“ Thüringer Bananen an. Es geht erneut bergauf. Hinter einer Kurve öffnet sich der Wald und macht einer weiten Wiesenfläche Platz. Unsere Lauffreundin Judith kommt von hinten. Sie muss allen Ernstes heute Abend noch auf den Zug und hat nach anfänglichen Trödeleinheiten einen Zahn zugelegt.

Die VP Neuhofer Wiesen bei km 45,4 liegt idyllisch im Wald. Das DRK Zelt ist umlagert, einige Läufer müssen wohl kleine Probleme behandeln lassen. Der weitere Weg verläuft durch ein Feuchtgebiet. Heute ist der Untergrund jedoch weitgehend trocken. Rechts und links sieht man ein paar Tümpel.

Es geht hinauf zum Aussichtspunkt Hoher Schorn und auf der anderen Seite wieder hinunter, km 50. An der Getränkestelle Gustav-Freytag-Stein ist es ruhig, auch die Helfer der Bergwacht haben nichts zu tun. Ein kleiner Grill zeigt, dass es den Helfern an nichts fehlt.

Bis zum Grenzadler ist es nun nur noch ein Katzensprung. Zweimal überqueren wir die Rollerskatingstraße, die im Sommer den Biathlethen und Langläufern als Trainingsstrecke dient. Der Grenzadler bei Oberhof bezeichnet eigentlich den mannshohen Grenzstein mit preußischem Adler, der die frühere Grenze auf der Schützenwiese zwischen Preußen und Kurhessen kennzeichnete. Heutzutage ist der Name mit bekannten Wintersportstätten verbunden: dem Biathlonstadion, einer Rodelbahn, dem Skihang und etwas weiter unten zwei Skisprungschanzen.

Wir werden über die Parkplatzzufahrt zur Skisporthalle geleitet. Die Zeitnahme hier bietet für die Supermarathonläufer die Möglichkeit auszusteigen. Man bekommt trotzdem eine Urkunde und die Medaille. Der Transport zum Zielort Schmiedefeld wird hier vom Organisator bereitgestellt. Zwei Sprecher begrüßen jeden Läufer und sprechen kurze persönliche Worte.

 

 
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Ich sollte etwas essen, aber mein Magen streikt. Also gibt es für mich nur Cola und mein eigenes Gel. Hinter der Straße befindet sich der Einstieg auf den Wanderweg. Hier steht neben dem km 55 Schild auch das km 1 Schild für den Halbmarathon. Hoffentlich müssen wir nicht noch 20 km laufen. Der Weg führt zunächst bergauf. Dann folgt ein langes Stück bergab. Ich lasse es rollen.

Unten befindet sich das Rondell, ein steinerner Obelisk an der Kreuzung der B 247 mit dem Rennsteig. Der Name Rondell rührt von einem runden Rasenstück, das früher den Obelisken umgab. Wir überqueren die B 247 auf einer futuristischen Bogenbrücke. Ein Fotograf liegt hier auf der Lauer. Leider kommt gerade eine Wandergruppe entgegen. Während mich die Schar anfeuert, kann der Fotograf leider kein vernünftiges Foto machen.

Bis zur Getränkestelle Sommerwiese km 58,6 geht es wellig weiter. Es gibt Getränke im Überfluss, dazu Äpfel und Bananen. Langsam beruhigt sich mein Magen. Wir biegen scharf rechts ab. Der breite braune Rennsteig Skiwanderweg führt wie eine Schneise durch den Wald, wellig, tendenziell aber hinunter. Hinter km 60 liegt eine Weiche: Halbmarathon rechts, Supermarathon geradeaus den Berg hinauf. Die Helfer hier haben für jeden Läufer ein nettes Wort parat. Schilder weisen auf das Biosphärengebiet hin, das sich um den Gipfel des Großen Beerberges erstreckt. Bald haben wir den höchsten Punkt der Strecke mit 973 m erreicht. Wir genießen im Vorbeilaufen „Plänckners Aussicht“.

Jetzt geht es bergab und der Weg ist gut zu laufen. Ein Helfer steht oberhalb, an der Straße, und feuert uns an bis wir die Rampe hinauf überwunden haben. Es geht über die Straße auf einen netten schmalen Weg. Scharf rechts und wir laufen auf Schotter der VP Schmücke (Goldlauter Heidersbach) entgegen. Dann geht es über die Zeitmessung zur VP.

Mit einem Frischkäsebrot und einem Becher Bier in der Hand marschiere ich langsam weiter. Ich bin gerade fertig und habe meinen Becher im Mülleimer entsorgt, da geht es erneut über die Straße, km 65. Dahinter liegt mein Lieblingsstück, ein schmaler wurzeliger Trail parallel zur Straße abwärts.

Ich bekomme richtig Schwung und kann einige vorsichtige Geher überholen. Auch auf dem folgenden flachen Wanderweg läuft es prächtig. Mein Glück ist perfekt, als es nochmal richtig abwärts geht und ich trotzdem noch gut laufen kann. Wir verlassen den Wald auf einem Wiesenweg. Hier steht ein Rettungswagen mit einem Zelt für die Helfer. Anschließend führt der Weg scharf rechts zurück in den Wald immer weiter bergab. Hinter einer weiteren scharfen Linkskurve wird der Weg dann flach.

Vor mir kommt eine Karawane von gehenden Läufern kaum vom Fleck. Ich jogge immer noch, weiß ich doch, dass der letzte Anstieg noch aussteht. Dort wird natürlich gegangen.

Die letzte Getränkestation Kreuzwege/ Bierfleck liegt bei km 69. Da ich nun schon mal bei Bier bin, bleibe ich auch dabei, es ist ja sowieso nicht mehr weit. Ein breiter Waldweg schlängelt sich sanft nach unten. Ich sammle noch ein paar Geher ein, da sehe ich vor mir den Schmiedefelder Skilift. Die Sonne ist wieder da, Schmiedefeld liegt idyllisch im Tal unter mir.

Bis km 72 ist es nicht mehr weit und fließt nur bergab. Polizei sichert meinen Überweg über die Straße. Jetzt wird es sogar nochmal etwas steiler. Ein Fahrzeug der Bergwacht signalisiert: Achtung scharfe Linkskurve auf einen schmalen Weg. Eine kleine Steigung gehe ich hinauf, dann habe ich die ersten Häuser von Schmiedefeld erreicht. Der große rote Bogen ist leider noch nicht das Ziel, kündigt aber den letzten Kilometer an. Es geht nochmal links und rechts an Schrebergärten vorbei. Die Sonne strahlt jetzt wieder kräftig.

 

 
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Jeder der mir begegnet klatscht und motiviert mich weiter. Eine Gruppe Anwohner begrüßt mich mit Tamburintrommeln und lautem Beifall. Die Weiche für den Zieleinlauf der verschiedenen Wettbewerbe kommt in Sicht. Noch eine Kurve und ich sehe das schönste Ziel der Welt. Der Anblick ist gigantisch. Vorne ist der lange Zielkorridor und dann bereits das Zielbanner. Dahinter auf der Anhöhe das Zeltdorf mit den Wohnmobilen. An den Absperrungen stehen immer noch viele Zuschauer und klatschen und jubeln.

Für den Supermarathon ist ein extra Zielkorridor abgesperrt. Auf der anderen Seite laufen gerade zwei Läufer dem Ziel entgegen. „Die krieg ich noch“ und gebe Gas. Die beiden werden gerade von der Moderatorin angesagt. Als die Sprecherin bemerkt, dass ich von hinten angerannt komme, schwenkt sie sofort um. Kurz vor dem Ziel rausche ich an den beiden Marathonläufern vorbei - das Publikum tobt. Sorry Jungs.

Stolz nehme ich meine Medaille in Empfang. Am Getränkestand genehmige ich mir mehrere Becher Apfelschorle und Norbert besorgt mir mit dem Bon an der Startnummer mein Finisher-Bier, eine Flasche Köstritzer Dunkel.

Besorgt warten wir nun auf Laura. Auf Nachfrage bei der Zeitmessfirma wird mir versichert, dass sie alle Zeitmessungen passiert hat und für 18Uhr17 im Ziel erwartet wird. Das ist zwar nach dem Zielschluss um 18 Uhr, aber beim Rennsteiglauf wird jeder, der rechtzeitig den Grenzadler passiert standesgemäß im Ziel begrüßt, erhält natürlich eine Medaille und das Finishershirt.

Nun ist auch Laura eine Rennsteigläuferin. Sie hat gekämpft und gelitten, wie schon abertausende vor ihr. Und sie hat nicht aufgegeben - das ist der Spirit des Rennsteiglaufs.

 

 

 

Informationen: GutsMuths-Rennsteiglauf
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