Am vergangenen Wochenende (17. bis 18. Juli 2026) fand im Oberengadin die sechste Austragung des Engadin Ultra Trail statt. Hunderte von Läuferinnen und Läufern gingen unter dem Motto «Discover your power» auf den verschiedenen Strecken an den Start. Die Teilnehmenden erlebten ein gut organisiertes Sportwochenende auf abwechslungsreichen Pfaden vor einer schönen Bergkulisse, das von der Königsdistanz EUT102 bis hin zu den kürzeren Distanzen packenden Laufsport bot.
Die anspruchsvollste Herausforderung des Wochenendes war der EUT102, der über die Engadiner Panorama-Trails und über die 100-Kilometer-Marke hinausführte. Bei den Herren zeigte Tristan Blanchard ein starkes Rennen und sicherte sich in einer Zeit von 12:33:57 den Gesamtsieg auf dieser Distanz. Dahinter gab es eine Besonderheit auf dem Podest: Manuel Sprenger und Flavius Platon lieferten sich ein enges Rennen und überquerte nach 13:27:59 zeitgleich auf dem zweiten Platz die Ziellinie. Für Freude beim lokalen Publikum sorgte zudem der einheimische Läufer Tiziano Zeller, der das Ziel nach einem konstanten Lauf in 14:01:44 auf dem vierten Gesamtrang erreichte.
Im Feld der Damen holte sich Tanja Plaikner den obersten Podestplatz. Sie bewältigte die Strecke in 15:31:41. Ihr folgten Klara Schröder (16:33:44) auf dem zweiten und Cécile Zihlmann (17:43:39) auf dem dritten Gesamtrang.
Die 53-Kilometer-Strecke bot den Teilnehmenden eine abwechslungsreiche Route, verlangte ihnen durch die Höhenmeter aber einiges ab. Bei den Herren holte sich der Schweizer Christoph Seitz in 05:27:01 den Sieg. Er verwies Raphaël Niederhauser (05:34:02) und Samuel Manser (05:53:03) auf die Plätze zwei und drei.
Im Damenfeld des EUT53 sicherte sich Annabel Fisher den ersten Platz. Die in La Punt wohnhafte Läuferin passierte die Ziellinie nach 06:04:50. Den zweiten Platz erlief sich Caroline Dafflon in 06:14:23, gefolgt von Isabelle Anrig, die das Rennen nach 06:58:02 auf dem dritten Platz beendete.
Die Halbmarathon-Distanz ET23 zog viele Teilnehmende an und lieferte eine historische Marke. Bei den Damen feierte Flurina Eichholzer in 01:57:47 nicht nur ihren zweiten Sieg in Folge, sondern stellte gleichzeitig einen neuen, beeindruckenden Streckenrekord auf. Auf den weiteren Plätzen folgten Romain Pittet (02:21:26) und Cécile Lanz (02:21:33). Bei den Herren stürmte Loris Pellaz mit einer Zeit von 01:48:14 zum Sieg, gefolgt von Michael Eggenberger (02:00:39) und Luca Botti (02:01:13).
Ein schönes Bild bot der Start der 16-Kilometer-Strecke (ET16), die sich bestens für den Einstieg in die Trailrunning-Welt eignet. Hier liefen nicht nur Sportlerinnen und Sportler mit, denn zahlreiche Hunde begleiteten ihre Besitzer an der Startlinie und sorgten für eine lockere Stimmung im Teilnehmerfeld. Auf der Strecke setzten sich schliesslich die Schnellsten durch: Bei den Herren sicherte sich Thomas Granjou in 01:26:45 den Gesamtsieg, gefolgt von Sascha Hosennen (01:30:36) und Nicola Defila (01:31:40). Im Damenfeld holte sich Sabina Bigger in 01:31:43 den ersten Platz, vor Tamara Aderneuer (01:40:51) und Fabienne Schnellmann (01:40:51).
Die Veranstaltung war sowohl sportlich als auch organisatorisch ein Erfolg. Die sechste Ausgabe hat gezeigt, dass der Engadin Ultra Trail einen festen Platz in den ruhigeren Regionen des Oberengadins hat. Die Stimmung entlang der Strecken und im Zielbereich in der Promulins Arena in Samedan war sehr gut, resümiert OK-Präsident Reto Franziscus zufrieden. Ein grosses «Grazcha fich» des Organisationskomitees gilt den zahlreichen Voluntari sowie den Sponsoren und regionalen Partnern, ohne deren Unterstützung ein solcher Event nicht durchführbar wäre.
Das OK-Team blickt bereits auf das kommende Jahr und kündigt eine Neuerung an. 2027 wird das Programm um eine Kategorie erweitert, bei der sich Teams die Strecke von 102 Kilometern als Stafette aufteilen können. Damit wird die Langdistanz auch für Läuferinnen und Läufer geöffnet, welche die Faszination dieser Strecke gemeinsam als Team erleben möchten.
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| 19.07.25 | ![]() |
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Klaus Sobirey | ||