Der 33. Jungfrau-Marathon bot ein hochemotionales und packendes Rennen vor einer Traumkulisse. Bei meist sonnigem Wetter gingen 3924 Läuferinnen und Läufer auf die legendäre, 42,195 Kilometer lange Strecke von Interlaken hinauf zum Eigergletscher. Entlang der Strecke herrschte dank rund 20'000 Zuschauerinnen und Zuschauern eine sensationelle Stimmung.
Die 4'000 verfügbaren Startplätze waren bereits innerhalb weniger Wochen restlos ausverkauft. Ein historischer Meilenstein: Mit 1'040 angemeldeten Frauen stand ein so hoher Frauenanteil wie noch nie am Start.
Für das sportliche Highlight unter den Debütanten sorgte der vierfache Langlauf-Olympiasieger Dario Cologna. Er absolvierte seinen allerersten Jungfrau-Marathon über die volle Distanz und finishte in einer starken Zeit von 3:40:01 Stunden auf dem 39. Gesamtrang.
Herren:
1. Jack White (Großbritannien) – 3:08:27 Stunden
2. Erik Hille (Deutschland) – 3:09:37 Stunden
3. Sammy Rotich Chelangat (Kenia) – 3:09:59 Stunden
Damen:
1. Laura Hottenrott (Deutschland) – 3:20:56 Stunden
2. Kirsten De-Baey Ruszin (Deutschland) – 3:28:16 Stunden
3. Gerda Steyn (Südafrika) – 3:29:01 Stunden
Finisher
Damen gestartet 1021 im Ziel 898
Herren gestartet 2903 im Ziel 2704
Der Startschuss fiel pünktlich um 08:30 Uhr auf dem Höheweg in Interlaken.
• Bei den Herren entwickelte sich ein echter Krimi. Lange Zeit drückte der 50-jährige kenianische Routinier Mark Kiptoo mit einem horrenden Tempo dem Rennen seinen Stempel auf. Doch beim brutalen Aufstieg ab Kilometer 25 – auf dem noch 1'500 Höhenmeter bewältigt werden müssen – veränderten sich die Kräfteverhältnisse. Ab Wengen drehte der Brite Jack White mächtig auf, kämpfte sich nach vorne und übernahm auf dem allerletzten Kilometer die Spitzenposition, um einen fulminanten Überraschungssieg zu feiern. Vorjahressieger Erik Hille musste sich knapp geschlagen geben. Als bester Schweizer verpasste der Thuner Jerome Furer das Podest als Vierter nur haarscharf.
• Bei den Damen verlief das Rennen deutlich weniger dramatisch. Die deutsche Vorjahressiegerin Laura Hottenrott setzte sich bereits kurz nach dem Start an die Spitze und dominierte das Feld nach Belieben. Sie feierte einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Dahinter komplettierten ihre Landsfrau Kirsten De-Baey Ruszin und die Südafrikanerin Gerda Steyn das internationale Podest. Die Schweizerin Martina Strähl lief als beste Eidgenossin auf den starken 4. Platz.
Unterstützt wurde das gesamte Event von rund 1'500 freiwilligen Helfern, die diesen Tag zu einem unvergesslichen Lauffest im Berner Oberland machten. Die vollständigen Daten können auf der offiziellen Seite von Datasport eingesehen werden. [