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„Ich will schneller sein als letztes Mal“

19.06.13
Quelle: Pressemitteilung/Jörg Greb

Der ehemalige Weltklasse-Langläufer Gion-Andrea Bundi will am diesjährigen Graubünden Marathon beweisen, dass mit der Kombination von Erfahrung und gezielten Reizen auch als Hobbyläufer ein Topergebnis möglich ist.

Es war vor vier Jahren, als Gion-Andrea Bundi den Berglauf-Spezialisten das Fürchten lehrte. Damals lief er nur wenige Kilometer vor dem Ziel auf dem Parpaner Rothorn an zweiter Position. Aber Bundi, das langjährige Mitglied der Schweizer Langlauf-Nationalmannschaft, brach im letzten, steilen Teilstück ein und fiel auf Position vier zurück. Das forderte ihn heraus. Der zweite Platz im Folgejahr bewies, dass er auch in seiner Fremdsparte rasch dazu lernte. Einziger Schönheitsfehler dabei: Wegen des Umbaus der Rothornbahn führte der Graubünden Marathon in jenem Jahr auf den Piz Scalottas. Eine Rechnung ist also für den mittlerweile 36-Jährigen noch offen.

Diese will Gion-Andrea Bundi in diesem Jahr, bei der elften Austragung des Graubünden Marathon, begleichen. „Ich habe aus den Fehlern bei meiner Premiere gelernt und will schneller als damals im Ziel sein“, sagt er. Gelingt es ihm, dürfte der angesteuerte Podestplatz Realität sein. Wobei Bundi dazu festhält: „Beeinflussen kann ich nur meine eigene Leistung. Wer die Gegner sind und wie sie unterwegs sein werden, liegt nicht in meiner Hand.“

 

Wie ein Hobbysportler


Der Ehrgeiz, das wird im Gespräch mit Bundi rasch klar, ist ungebrochen. In die Vorbereitung hat er in diesem Jahr sogar etwas mehr investiert als in der Vergangenheit. Vor allem lange, mehrstündige Einheiten hat er bestritten. Und ins Gewicht fallen dürften auch die drei Bergläufe, die er diese Saison bereits beendete:  den Gamperney  in Grabs (7. Platz bei Topbesetzung), das berüchtigte und erstklassig besetzte Skyrace Valmallenco-Val Poschiavo (3. Platz) sowie der Mittenberglauf in Chur (1. Platz). Diese boten ihm einerseits die Möglichkeit, seine Grenzen auszuloten, gleichzeitig aber vermittelten sie auch die Sicherheit ins eigene Körpergefühl. „Ich habe gesehen, dass ich in guter Form bin“, sagt Bundi. Das stärkt das Selbstvertrauen.

Auf den ersten Blick mag die Entwicklung bei Gion-Andrea Bundi erstaunen, sagt er doch: „Ich trainiere ohne austarierten Plan, nach Lust und Laune.“ Als Vollzeit-Berufstätiger (Cheftrainer Langlauf am Sportgymnasium Davos) und Familienvater hat der Wettkampfsport eine untergeordnete Stellung. „Das Training kommt dann, wenn Zeit dafür zur Verfügung steht“, sagt er darum. Am Wochenende ist dies in der Regel der Fall, ebenso an ein bis zwei Abenden unter der Woche. „Wie ein Hobbysportler“, sagt Bundi dazu. Wobei er als Trainer – und das ist nicht zu unterschätzen – täglich mehrere Stunden mit den Sportschülern unterwegs ist. Das stärkt die Basiskondition. 

 

Frisch bis Lenzerheide


Seine gute Verfassung möchte Gion-Andrea Bundi nutzen: am Graubünden Marathon, aber auch in den folgenden Wochen und Monaten. Sieben oder acht Rennen gedenkt er zu bestreiten. Sich messen, beweisen und sich immer wieder freuen über die eigene Leistungsfähigkeit, die Leistungsentwicklung – das sind die Absichten, die dahinter stecken. Der Graubünden Marathon bietet ihm diese Möglichkeit. Allein durch die Distanz und das Profil: 42,2 km mit 2‘682 m Steigung und 402 m Gefälle. Diese Eckdaten allein werden dem Parcours aber nicht gerecht, wie Bundi erkannt hat. „Der Graubünden Marathon besteht aus zwei Teilen“, sagt er: von Chur nach Lenzerheide, sowie der Aufstieg von Lenzerheide aufs Parpaner Rothorn mit 1‘414 Steigungsmeter auf 11,5 km. „Bis Lenzerheide muss meine Muskulatur frisch bleiben, damit ich meine Möglichkeiten im Schlusspart ausspielen kann“ sagt Bundi.

 

 

Informationen: Graubünden Marathon
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