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Laufberichte

44 Kilometer von Würzburg nach Gemünden

16.03.13

Es geht weiter auf dem Mainradweg und nach 8,5km kommen wir am Yachthafen von Margetshöchheim vorbei. Gegenüber auf der anderen Mainseite ist Veitshöchheim, die bekannte Faschingshochburg. Besonders sehenswert, aber von hier aus nicht zu sehen, ist die Sommerresidenz der Würzburger Fürstbischöfe sowie der Rokoko-Barockgarten. Das ursprüngliche Jagdschloss aus dem 17. Jh. wurde von Balthasar Neumann Mitte des 18. Jh. erweitert. Heute Morgen während der Bahnfahrt konnte ich das wunderschöne Schloss sehen.

Kurz danach ist dann bei km 9,5 auch schon Ende für die ersten 82 Teilnehmer. Hinter dem Ziel gibt es eine Super-Verpflegung mit Kuchen, Keksen und Hörnchen. Da ich aber noch über 34 km vor mir habe, greife ich lieber nicht zu, denn das könnte einem doch schwer im Magen liegen.

Vom Ort sehen wir leider nichts. Wir verlassen Margetshöchheim, links Wiesen, rechts der Main und auf der anderen Seite befinden sich Blaugrashalden, die sehr selten und extrem vom Aussterben bedroht sind. 

Wir folgen dem Fahrradweg parallel zur Landstraße und entlang des Flusses und passieren Erlabrunn. Unser nächster Verpflegungspunkt bei km 17 ist Zellingen, ein Markt mit rund 6500 Einwohnern. Das Wappen zeigt den heiligen Georg zu Ross, wie er einen Drachen tötet. Sehenswert im Ort ist der historische Torturm. Er wurde liebevoll restauriert und bildet zusammen mit der Kirche St. Georg die Sehenswürdigkeiten des Ortes.

Bei Kilometer 20 haben wir den Ortsrand von Himmelstadt erreicht. Hier endet der Halbmarathon. Das Läuferfeld reduziert sich um weitere 162 Teilnehmer. Leider sehen wir auch hier nichts vom Ort, denn der Laufweg führt über den Briefmarkenpfad am Main, sowie am Ökologischen Weinlehrpfad entlang.

Auch wenn wir gerade sehnsüchtig den Frühling erwarten, Himmelstadt ist eine erste Adresse für Weihnachten. Aufgrund des "himmlischen" Namens der Gemeinde existiert seit 1986 das "Weihnachtspostamt Himmelstadt", das gemeinsam von der Deutschen Post und der Gemeinde betrieben wird. Jeder Brief oder Wunschzettel ans Christkind wird angeblich beantwortet. Das ist die Adresse:  Christkind, Kirchplatz 3, 97267 Himmelstadt.

Am Ortsende stehen unter einem Schuppen noch die Reste vom Rosenmontagszug. Wir folgen dem Main in einer Linksschleife und erreichen bei km 25 Laudenbach. Hier läuft zu mir Daniel Basel vom LT Hemsbach auf.  Beim LT Hemsbach gibt es viele Marathonsammler, von denen die ersten 5 Läufer schon über 300 Marathons inkl. Ultras gesammelt haben. Daniel ist kurz davor die 400 zu knacken. Er erzählt mir das der Verein am Ostersamstag einen offenen Vereinsmarathon durchführt, zu dem Gäste herzlich willkommen sind. Start ist um 9 Uhr, Zielschluss ist wenn der letzte im Ziel ist und das alles für 5€.

Wir erzählen und laufen zusammen weiter. Auf der rechten Mainseite kommt Karlstadt in Sicht. Schon von weitem ist vor uns auf einem Berg die Burgruine Karlsburg zu sehen, die im Bauernkrieg 1525 zerstört wurde. Wir sind bei km 27. Es geht unter der Brücke durch und in einer Schleife auf die Brücke. Das Ortsschild von Karscht oder Karscht am Mee, wie es die Einwohner nennen, steht mitten auf der Brücke.

Auf der anderen Seite des Mains erreichen wir den Ort und biegen vor dem alten Brückenturm nach links ab in die Stadt. Es geht durch die Fußgängerzone auf den Marktplatz, der von vielen schönen alten Häusern umgeben ist. Hier ist auch das Ziel für die 28km Läufer. Jetzt reduziert sich das Feld um weitere 143 Teilnehmer. Noch schnell einen warmen Tee trinken und weiter geht`s für die restlichen 80 Läufer.

Durch die Marktgasse erreichen wir neben einem alten Turm einen Durchgang der alten Stadtmauer. Wir verlassen die Altstadt und blicken noch einmal auf die andere Mainseite, wo die Ruine Karlsburg auf einem Felsensporn steht. Es geht am Hafen entlang und weiter über die Mainpromenade flussabwärts. Wir folgen dem Mainradweg weiter, ab jetzt bis zum Ziel in Gemünden auf der rechten Flussseite.

Links der Main, rechts die Eisenbahnlinie Gemünden Würzburg dahinter die Bundesstraße und dahinter die Weinhänge. So geht es viele Kilometer weiter.

Hinter km 34 kommen wir an der Schleuse Harrbach vorbei. Die 1940 in Betrieb genommene Schleuse hat auch ein Kraftwerk zur Stromerzeugung. Kurz danach gibt es nochmal einen Versorgungpunkt mit Cola.

Km 37 - und das Bild ist noch genauso wie die letzten Kilometer. Wir erreichen das 1.000 Seelendorf Wernfeld, einen Stadtteil von Gemünden. Es geht über eine Brücke, auf der sogar noch Schnee und etwas Eis liegen. Hier fließt die Wern in den Main und das Tal wird enger. Am Sportplatz gibt es die letzte Versorgungsstation.

Dann folgt das Kilometerschild 40. Beim Blick nach hinten sehe ich Klaus Neumann, der mir immer näher kommt. Mein Akku ist leer und ich muss schon mal so 100 - 200m gehen. Er holt auf und wir schwätzen ein wenig, bis er sich beim Kilometerschild 42 nach vorne verabschiedet. Nach nur 195m kommt das Marathonschild 42,195km. Weiter geht`s,  noch 2km.

Am Ortsrand kommt dann auch noch Didi (Dietmar Beiderbeck) mit seinem Guide (Gerhard Albert) an mir vorbei. Jetzt bin ich doch noch Letzter. Macht nichts, ankommen nach 44km ist wichtig. Gerhard Albert (Jahrgang 49) aus Waldaschaff/Odenwald hat übrigens letztes Jahr in 80 Etappen Deutschland laufend umrundet und ist dabei ungefähr 5000 km glaufen.

Wir erreichen den Ortsrand von Gemünden. Unser Weg führt uns vom Main weg und am Mühlbach entlang. Schade, dass wir nicht durch die alte historische Stadt laufen. Heute Morgen auf dem Weg zum Bahnhof bin ich über den alten Marktplatz gegangen und konnte so wenigsten die schönen Fachwerkhäuser sehen. Sehenswert sind auch von der ehemaligen Stadtbefestigung eines von zwei Stadttoren (das Mühltor), zwei Wehrtürme (Eulenturm und Hexenturm) sowie einige von Wohnhäusern überbaute Mauerreste.

Wir überqueren den Mühlbach über eine Holzbrücke. Nun laufen wir ein Stückchen am Freibad entlang und kommen zur zweiten Brückensteigung der Strecke. In einer Schleife erreichen wir die Saalebrücke. Hierbei haben wir einen Blick zur Ruine Scherenburg, die oberhalb der Altstadt ist. Noch ein Blick zur Altstadt rüber und dann geht`s über die Fränkische Saale.

Ein paar 100 Meter noch dann endet der 44. Kilometer im Hofweg neben der Grund- und Hauptschule. Hier werde ich schon erwartet. Ich rufe den Helfern zu: „Feierabend“. Dann gibt es noch ein Zielfoto und ab in die warme Aula.

Im Umkleideraum wird dann mit den letzten Läufern noch ein Schwätzchen gehalten, geduscht und dann beginnt gerade die Siegerehrung in der Aula.

Teilnehmer im Ziel: 44km 80,  28km 143, 21,1km 162 , 9,5 km 82

44km-Sieger Männer:
1. Adam Zahoran  Clayton Umwelt-Consult  2.48.16
2. Florian Reus    LG Würzburg    2.58.26
3. Sebastian Apfelbacher TH Kitzingen    3.15.10

44km-Sieger Frauen:
1. Marika Heinlein  1. FC Geesdorf    3:51:02
2. Elke Czermin   TV1848 Erlangen/LG Erlangen  4.01.16
3. Franziska Pawlik  Reit- und Fahrverein Külsheim  4.06.14

Danke an die vielen Helfer entlang der Strecke, es war ein schöner und sonniger Lauf entlang des Mains von Würzburg nach Gemünden.

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Informationen: Würzburg Gedächtnislauf
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