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Laufberichte

Jokerthon: Neuburg statt Altenburg

 

Es wäre die fünfte Teilnahme beim Skatstadtmarathon in Folge und meine sechste insgesamt gewesen, ja, wenn nicht dieser Sch...Virus unser aller Pläne über den Haufen geworfen hätte. So muss ich meine nächste „Live-Reportage“ aus Altenburg auf den 12. Juni 2021 verschieben. Shit.

Doch das OK-Team des Skatstadtmarathons beweist Erfindergeist und zieht einen Trumpf aus der Jackentasche, einen Joker. Die Idee, eine virtuelle Veranstaltung in Altenburg, in Thüringen, ja, in der ganzen Welt zu zelebrieren, zündet. JOKERTHON soll der Event heißen und teilnehmen können alle, die laufen und walken können. Jeder wählt sich eine Distanz über 5,4 - 13,3 oder 21,1 Kilometer aus. So können auch nicht ganz so ausdauernde Läufer und Kinder eine Distanz erlaufen, die sie am Stück nicht packen können. Denn, das ist der Clou, man kann die Strecken an einem beliebigen Tag in einem Zeitraum von zwei Wochen laufen und addieren. Also drei Kilometer täglich walken oder joggen, macht in den zwei Wochen einen ganzen Marathon. Wer sich zum JOKERTHON anmeldet und weiterläuft, muss halt in den 14 Tagen als Summe 42,2 Kilometer unterwegs gewesen sein.

Laufen kann man überall. Um die Distanz nachzuweisen, wird eine App zur Verfügung gestellt, auch eigene Nachweise über die Länge der gelaufenen Strecke werden durch Screenshots akzeptiert. Die Teilnahme kostet zehn EUR und spült ein wenig Geld in die Kasse des gebeutelten Vereins, aber darum geht es in erster Linie nicht. Denn ein Teil des Startgeldes geht an den Verein KinderStärken e.V., der seelisch kranke Kinder mit sportlichen, kreativen und handwerklichen Workshops hilft. Als Lohn der Mühe warten auf die Teilnehmer eine Urkunde (zum Ausdrucken), eine hochwertige spezielle Medaille und der Nachweis der gelaufenen Strecken und Kilometer auf der App.

Da will ich dabei sein und habe mich vorab mit einer möglichen Laufstrecke beschäftigt. Mein Idee ist, eine Halbmarathonstrecke von der Haustür zu finden, die Ähnlichkeiten mit dem Kurs in Altenburg hat, wie z. B. den Stadtwald, den Poschwitzer Park, das Industriegebiet, das Schloss mit Schlossgarten und dann natürlich in der Stadt der Markt. Natürlich müssen alle Arten von Untergrund, Asphalt, befestigte Wege, Graspfade, Kopfsteinpflaster und auch Höhenmeter enthalten sein. Wälder, Schlösser, eine schöne Altstadt, die Pfarrkirche auf dem Kirchberg finden sich in meiner Heimat auch. 21,1 Kilometer kommen da schnell zusammen. Kommt einfach mit.

2009 reise ich zum ersten Mal in das Land mit dem Autokennzeichen ABG (Altenburg). Ich weiß wenig über die Stadt in Thüringen auch nicht, dass das Skatspiel hier erfunden wurde. In meinem Bericht schaffe ich den Sprung vom Skat zum Schafkopf , schuld daran ist unser ehemaliger Pfarrer. Dem waren die Karten nach der Pfarrgemeinderatssitzung lieber als die Bibel. Unser Start war damals zusammen mit dem Halbmarathonis. Eng war es im Startbereich, zumal es gleich hoch zur Brüderkirche ging und dann durch eine Gasse, die durch Blumenkübel auf einen Meter verengt war. Ich kann mich auch noch an treue Helfer erinnern, die in der zweiten Runde im Regen ohne Schirm alleine standen, uns zujubelten und warten mussten, bis wir durch waren. Ordentliche 3.37 Stunden betrug meine Laufzeit, die werde ich nicht mehr verbessern. Damals war ich so verrückt, dass am nächsten Tag noch den Schlössermarathon in Potsdam gelaufen bin. Ich Schafskopf.

 

 

Am ersten Tag des virtuellen JOKERTHONs  will ich eine Runde auf meiner Halbmarathonstrecke laufen. Punkt 08.50 Uhr stehe ich vor dem Haus, starte gleich zwei Laufapps (zur Sicherheit) und mache mich ohne Getränke und Rucksack auf den Weg. Es ist bedeckt, hat etwa 15 Grad und es soll bis zum Mittag trocken bleiben.  Optimales Laufwetter also. Ach ja, ich muss euch noch sagen, von wo ich aus starte. Joshofen, das ist meine Heimat, da bin ich geboren und da bin ich dahoam. Gut 300 Einwohner hat der Ortsteil der Großen Kreisstadt Neuburg an der Donau, die liegt fast in der Mitte Bayerns.1197 wurde mein Ort erstmals in einer Urkunde erwähnt, noch früher wurden Fischfangrechte in einem Dokument festgehalten. Fischfang in der Donau, das war lange gefährlich. Der Fluss kam oft mit Hochwasser. Als Kind kann ich mich noch erinnern, dass im Juni 1965 über Nacht eine ungeheurer Hochwasserscheitel kam und das halbe Dorf unter Wasser setzte. Das eigene Haus war vom Wasser umgeben, und der kleine Anton wurde mit dem Boot zu den Großeltern evakuiert.

Nach nur wenigen Minuten verlasse ich den Ort am westlichen Ende. Ein Marterl erinnert an das Fährunglück im August 1945, bei dem zwei Personen und die Ochsen, noch an den Karren gekettet, in der Donau ertrunken sind. Nur kurz geht meine Laufstrecke durch den Wald und dann geht es hoch zum Donaudamm. Die nächsten 4,5 Kilometer wird die Donau mein Begleiter. Nur zwei Walker sehe ich bei ihrem Morgensport, ansonsten bin ich allein. Fast, denn einige Wasservögel, Enten, Schwäne und Wildgänse, teilweise auch mit Nachwuchs, sind auf dem Gewässer unterwegs. Ein Fischreiher muss noch im tiefen Gras auf der Donauseite geschlafen haben, urplötzlich fliegt er davon.

 

 

Einen halben Kilometer vor der Staustufe sehe ich Bergheim auf der Nordseite der Donau. Markant prägt die Pfarrkirche St. Mauritius aus dem 18. Jahrhundert das Ortsbild. Der Sportplatz Bergheim liegt direkt am der Donauseite, geschützt durch den Damm. Fünf Kilometer habe ich beim Kraftwerk Bergheim hinter mir. 1970 wurde die Anlage erbaut, sie erzeugt mittels dreier Turbinen Strom für die DB Energie. Ich überquere die Straße, da der Fußweg auf der jenseitigen Seite liegt, und laufe über die Donau an die Südseite des Stromes, der insgesamt 2587 Kilometer lang ist und damit der zweitlängste (nach der Wolga) in Europa ist. Einige Marathonläufe finden an der Donau statt. Auf die Schnelle fallen mir Tuttlingen, Ulm, Regensburg, Linz, Krems (Wachau), Wien, Bratislava, Budapest und Belgrad ein. Wir werden wohl noch einige Monate warten müssen, bis ein Marathon in einer Großstadt wieder möglich ist.

"Herz ist Trumpf", so lautet bei meiner zweiten Teilnahme in Altenburg die Überschrift meines Laufberichts. Dieses Mal steht der Paar-Marathonlauf bei Henny und mir auf der Agenda. Zum Paarlauf sind zwei Läufer notwendig, jeder läuft eine Runde. Da ich damit nicht ausgelastet bin, begleite ich meine Holde auf ihrer Runde und kann so einiges auf den Chip der Kamera bannen. Einen Anschiss krieg ich auch, als ich ihr ein Bier wegschnappe, das sie sich auserkoren hat. Dann sehen wir noch den verrückten Thomas, der die Marathondistanz rückwärts laufen will. Auf einem buckligen Grasweg heißt es für ihn auf einem Schild: „Altenburg ist kein Marathon light!“ Auf meiner zweiten Runde, nunmehr ohne Begleitung und mit Gas, sehe ich vor mir eine große, schlanke Frau mit der Aufschrift „Deutschland bewegt sich“, Heike Drechsler! Ich laufe auf und mir gelingt mit der sympathischen Heike ein Selfie, das ich lange als Bildschirmschoner auf dem PC habe. Am Abend feiern wir mit Reporterkollege Markus in einem Steakhaus und hauen uns den Bauch voll.

 

 

Auf der Südseite der Donau sehe ich ein Marterl, das an Feldwebel Wilhelm Gruber erinnert, der bei einer Ausbildung im Luftkampf den Fliegertod starb. Donauabwärts laufe ich noch etwa einen Kilometer, bevor ich dann vom Uferweg in den Auwald abbiege. Diese Auen werden seit einigen Jahren immer wieder reguliert überflutet, nicht nur wenn Hochwasserwellen kommen. Damit können viele Pflanzen- und Tierarten wieder heimisch werden.

 

 

Nach zwei Kilometer gelange ich an den Waldrand, wo ich gleich das Jagdschloss Grünau vor mir sehe. Dieses liegt in dem größten zusammenhängenden Auwaldgebiet Mitteleuropas. Der Wittelsbacher Pfalzgraf Ottheinrich ließ das Schloss ab 1530 für seine Ehefrau Susanna von Bayern errichten. Ursprünglich wurde der Bau als Wasserschloss errichtet, die Gräben sind mittlerweile verlandet. Das Auenzentrum Neuburg/Ingolstadt ist hier beheimatet. Alles was mit Auen zu tun hat, findet man hier, sowie ein Portrait der Donau von der Quelle bis zur Mündung. Ein Besuch lohnt sich.

 

 

2017, meine dritte Teilnahme in Altenburg, ich bin nun restlos überzeugt von der Veranstaltung. Frühzeitig sind wir vor Ort und können sogar noch den Vortrag eines Prominenten am Vortag lauschen. Florian Neuschwander, einer der besten Trailrunner in unserem Land, berichtet aus seinem Erlebnisschatz. Hier will er den Halben „ballern“, und anschließend auf der 13,3 Kilometer langen Strecke auslaufen. Wahrscheinlich bräuchte ich bei seinem Auslauf schon ein Sauerstoffzelt. Das Rennen wird dann verdammt heiß. Die Wärme können wir mit den zahlreichen Trinkstellen gut kompensieren. „Das ist ja pervers“, meint Alexander von den Roten Socken, als ich ihm die Vorzüge des Schwarzbier erklären will, das im Stadtwald ausgeschenkt wird. Im Ziel sind es dann zwei Läuferinnen, die „aktiven Reha-Sport“, so Moderator Stefan Bräuer, auf der Bühne mit der Band „Die Unkomplizierten“ betreiben: Henny und Tanya.

 

 

Die Kernstadt Neuburg ist vom Schloss Grünau gut sechs Kilometer entfernt. Und diese Strecke zu überwinden, braucht es ein wenig Langmut, denn kerzengerade läuft man auf der Grünauer Straße auf dem Radweg. Wenn man Augen wie ein Adler hätte, könnte man das Neuburg Schloss weit entfernt erkennen. Dann rennt man durch ein Industriegebiet, eine Tafel listet die Firmen auf, die hier Arbeit bieten. Auf der Hälfte der Entfernung durchlaufe ich den Stadtteil Herrenwörth, der erst in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts bebaut wurde. Heimatvertriebene fanden damals ein neues Zuhause, doch mittlerweile ist aus dem eigentlichen Zweck, die Landwirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg zu fördern, kaum mehr etwas zurückgeblieben.

Ich laufe weiter westlich Richtung Stadtkern, doch am Stadtrand verlasse ich die Grünauer Straße und biege in den Englischen Garten ab. Der ist zwar nicht so groß wie der in unserer Landeshauptstadt, doch eine Beziehung mit dem hat er doch. Denn der Neuburger Garten entstand nach dem Vorbild des Parks in München. In den Jahren 1803 bis 1807 wurde die Anlage nach den Plänen des Oberförster Luz gestaltet. Im letzten Jahrhundert wurde ein Teil zu Tennisplätzen und zu einem Volksfestgelände umgestaltet und eine Schule und ein Bad errichtet. Wer genau hinschaut, den wird die Vielzahl der gut 250 Jahre alten Eichen auffallen.

 

 

Auf Höhe der Parkschule endet der Englische Garten, meine Laufstrecke mündet nun wieder an die Donau. Am Donaukai bietet sich ein herrliches Panorama auf das Neuburger Schloss. Und ab hier beginnt die Zeremonie meines Kurses, ähnlich wie in Altenburg, als es vom Lindenaumuseum hoch geht zum Teehaus und später noch das Schloss tangiert wird.

Ein paar Gedanken zu Neuburg möchte ich auch loswerden: Knapp 30.000 Einwohner zählt die Große Kreisstadt, die seit der Gebietsreform zu Oberbayern gehört. Neuburg war unter Bischof Simpert von Augsburg sogar kurze Zeit Bischofssitz. 1505 entstand das Herzogtum Pfalz-Neuburg, man regierte von Neuburg aus bis in die Kurpfalz um Heidelberg und Mannheim. Mindestens einmal im Jahr schafft es die Stadt zur Primetime in die Nachrichten. Immer dann, wenn es um das Neuburger Donauschwimmen geht, das als größtes Winterschwimmen in Europa gilt. An die 2000

Gusseiserne wagen sich in die kalte Donau. In besonders harten Wintern musste sogar die Wasserwacht am Einstieg beim Kraftwerk Bittenbrunn das Eis weghacken, damit die Leute zum Baden konnten.

Das zehnjährige Jubiläum feiert der Skatstadtmarathon im Jahr 2018. Mittlerweile sind wir Stammgäste geworden. Die Teilnehmerzahlen zeigen von Jahr zu Jahr, rund 4000 Meldungen sind es in diesem Jahr, davon knapp die Hälfte Kinder. Die Begeisterung die Kids ist riesig, da braucht man um den Laufsport keine Angst haben.

Es wird eine Hitzeschlacht, denn schon am Start des 130köpfigen Marathonfeld zeigt das Thermometer über 20 Grad. Der steile Weg hinauf zum Teehaus wird wieder von zig Motivationstafeln gesäumt, alle gestaltet und gemalt von den Kindern. Ein Pärchen macht vor dem Schild mit der Aufschrift „Aufgeben ist keine Option“ halt. Es ist ihnen gewidmet. Dann werde ich auch noch ausgelacht, als ich die Herolde und Polizisten auffordere, mich anzuschieben. Bei der zweiten Runde werden die 30 Grad am Thermometer gerissen. „Eine infernalische Reise“, so ein Transparent beim Stadttheater. Pressesprecher Helmut, der seinen 50. Marathon „dahoam“ läuft, kämpft die letzten Kilometer und kann es kaum glauben, wie stürmisch er im Ziel von Kinder, Zuschauern empfangen wird. Dem Hartgesottenen wird eine La-Ola-Welle bereitet, ihm rollen Tränen der Freude über beide Backen.

 

 

Für ein paar Bilder muss ich ein wenig Zeit beim Donaukai liegen lassen, denn die Ansicht auf die Altstadt ist herrlich. Unter der Elisenbrücke (1907/1908 als Steinbrücke erbaut) laufe ich auf den Nachtbergweg unterhalb der Altstadt donauaufwärts. Bis ins 19. Jahrhundert wurden hier Schiffe stromaufwärts mit Menschen- und Pferdekraft gezogen (getreidelt). An einem Fels neben einer Infotafel sieht man noch die Spuren der Seile knapp über dem Boden. Später geht es zum Oberen Brandl hinauf zum Descartes Gymnasium, wo ich ein paar Jahre zur Schule gehen musste. Besonders mit dem Lateinischen hatte ich meine liebe Mühe. Naja, lang ist es her.

 

 

Am Gymnasium grenzt das Studienseminar mit der Studienkirche an. Dort biege ich ab, es geht auf grobem Kopfsteinpflaster hoch in die Altstadt. Am Äußeren Oberen Tor (Bürgertor), das um 1530 durch Pfalzgraf Ottheinrich erbaut wurde, betrete ich schnaufend wie ein Lastesel die Altstadt. Am Ende der Steigung stehe ich vor der Stadtpfarrkirche St. Peter, eine dreischiffige Hallenkirche, erbaut von Johann Serro in den Jahren 1641 bis 1646. Fast jedes Haus schreibt seine eigene Geschichte, wie das Weveldhaus (16. Jahrhundert), das heute das Stadtmuseum beherbergt. Oder das Gasthaus zur Blauen Traube (Eckhaus aus 1701), da kann man gut einkehren.

Zentraler Punkt ist der Karlsplatz mit dem Rathaus (aus dem 17. Jahrhundert) linkerhand und der prächtigen Hofkirche „Unserer Lieben Frau“. Wer nach Neuburg zu Besuch kommt, dem empfehle ich eine Besichtigung. Dies gilt auch für das Schloss mit dem Innenhof. Ich laufe hinein und schieße für euch ein paar Bilder. Die Altstadt verlasse ich beim „Nadelöhr“ mit dem Unteren Tor. Ruppig auf einer Pferdetreppe und wieder auf grobem Pflaster geht es hinunter zur Donau.

 

 

Ab der Elisenbrücke, ich überquere die Donau, führen mich die letzten 3,5 Kilometer in Richtung Heimat. Auf einem malerischen Wanderweg erreiche ich nach wenigen Minuten die Große Grotte, an der nun eine österreichische Firma den Fels sichert.

„Die tun was“, so meine Feststellung bei meiner fünften Teilnahme in Altenburg 2019. Vom Kanu- und Laufverein ist die Verantwortung mittlerweile auf den Skatstadtmarathon e.V. übergegangen. Die Verantwortlichen bleiben aber die gleichen. Der Skatstadtmarathon war ursprünglich als einmaliger Event geplant und zählt längst zu den TopActs in Altenburg und hat eine ständig wachsende und treue Fangemeinde. Treu sind auch die Helferinnen und Helfer, man kennt sich inzwischen. Die Tischtennisspieler des SV Medizin Altenburg reichen mir inzwischen statt Wasser (das habe ich mir beim letzten Mal demonstrativ über den Kopf geschüttet), ein feines Schwarzes.

Der Empfang im Ziel ist wie immer bombastisch. Einmalig, was die Altenburger jedes Jahr auf die Beine stellen und wie die Bevölkerung mitzieht.

OB André Neumann schreibt in seinem Grußwort: „Der Lauf macht süchtig“. Stimmt, aber das ist eine positive Sucht. Eine, mit der ich gerne lebe.

 

 

Nach etwa einem Kilometer in Richtung Joshofen verlasse ich wieder den Auwald. Ein holpriger Wald- und Wiesenweg stellt sich mir entgegen. In der Ferne kann ich schon das letzte Zwischenziel sehen, die Pfarrkirche Hl. Kreuz. Zuvor kann ich noch einen Blick in die verschlossene Marienkapelle werfen und dann muss ich die letzte Steigung hoch zur Kirche laufen. Das Baujahr kennt man nicht, eine Altarweihe „Zu Ehren des Heiligen Kreuzes“ soll 1365 stattgefunden haben. Ein Gedenkstein an einen Pfarrer stammt aus 1092. Selbst Napoleon war in seinen Feldzügen der Jahre 1806 und 1809 hier unterwegs. Seine Soldaten sollen sogenannte „Napoleonsbäume“ wie hier an der Kirche gepflanzt haben.

Die letzten Meter gehen auf dem Kirchweg steil hinunter und nach einer kleinen Dorfrunde stehe ich vor meiner Haustür. 21,24 Kilometer zeigt mir die App an, die Zeit ist mit 2.13 Stunden zweitrangig. Die eine Runde genügt mir heute, Frühstück.

 

 

Nächstes Jahr werde ich in Altenburg am Markt mit den Sambamädels Faxen machen und dann in die zweite Runde geben. So schön es in meiner Heimat ist, ich habe auf meiner heutigen Runde nördlich und südlich der Donau die Stimmung und den Schwatz mit Kameraden und den vielen Bekannten schon sehr vermisst. Auch die jubelnden Zuschauer am Markt und am Teehaus, die vielen freundlichen Helfer und den eifrigen Moderator Stefan.

 

Merkt euch den 12. Juni 2021. Dann gibt es den Altenburger Skatstadtmarathon wieder in echt und nicht virtuell.

 

 

Informationen: Skatstadtmarathon Altenburg
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