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Laufberichte

Warum in die Ferne schweifen?

15.10.11

Nach etwa 30 km kommen uns die führenden Halbmarathonis entgegen und verengen das Feld erheblich, wir müssen rechts ranlaufen, haben aber immer noch genügend Platz, schließlich sind wir ja nicht so viele. Überhaupt grenzt es an ein Wunder, daß ich bei einem Ein-Runden-Kurs und 129 Finishern nicht mutterseelenalleine laufe. Übrigens ist die Strecke wirklich idiotensicher (also für mich gerade so ausreichend!) ausgeschildert, wer hier falsch läuft, dem ist nicht zu helfen.

Die letzten acht km geht es weitgehend moderat bergab ins Ziel nach Hachenburg zurück, von dem jedoch akustisch absolut nichts zu vernehmen ist, erst etwa 300 m vor dem Ende kann ich Stimmen und Moderation vernehmen. Diese 300 m haben es allerdings in sich, durch enge Gassen mit schönsten Fachwerkhäusern ist es ein Genuß zu laufen. Leider ist dieser viel zu schnell vorbei, und schon bin ich am „Alter Markt“ – nicht mit dem kölsche zu verwechseln! -, dem Hauptplatz zwischen den beiden Kirchen und schönen renovierten Giebelhäusern am Rande des Schlosses, eingetroffen. Marathonis links, „Gedöns“ rechts, das garantiert volle Aufmerksamkeit und namentliche Nennung. 3:56, prima, Haken dran. Sehr freundlich und mit einer netten Gratulation auf den Lippen hängt mir eine Helferin die wohlverdiente Medaille um.

Der Moderator fragt mich, ob ich als Vertreter führender deutscher Presseorgane etwas sagen möchte. Welch eine Frage! Und so nutze ich die Gelegenheit, die tolle Organisation, die attraktive Strecke und das hervorragende Wetter zu loben. Ganz nebenbei rühre ich natürlich für unsere Seite die Werbetrommel. Ganz toll finde ich die Einrichtung eines separaten kleinen Verpflegungszelts für uns Marathonläufer, wo die Verpflegung gut ist und die Hachenburger Brauerei so ziemlich ihre komplette Angebotspalette zur Verkostung bereitgestellt hat. Und da wir schön sitzen können, wird das auch ausgiebig genutzt. Dank vorausgegangenen Kleidertransports findet hier jeder auch seinen Beutel mit Wechselkleidung. Danach hätten wir sogar den Shuttleservice zur Rundsporthalle nutzen können, ziehen aber das Dahinhumpeln vor. Die Halle ist brechend voll, die Siegerehrung in vollem Gange. Froh, hier gewesen zu sein, ziehe ich, unterstützt von Iron Maiden in Konzertlautstärke, wieder heimwärts.


Startgeld:
20 € (2 € Nachmeldegebühr)

Streckenbeschreibung:
Einrundenkurs mit 455 Höhenmetern, manuelle Zeitnahme

Rahmenprogramm:
Im Rahmen des Löwenfestes von Freitag bis Sonntag (u.a. Vortrag von Herbert Steffny)

Weitere Veranstaltungen:
Bambiniläufe (600 und 1.200 m), Schülerlauf (1.800 m), 6 km-Lauf/-Walking, 10 km-Lauf, Halbmarathon

Auszeichnung:
Medaille, Urkunde vor Ort und übers Netz. Die Klassensieger erhalten Sachpreise und die größte Teilnehmergruppe bekommt als Bonus ein 50-l-Fass Bier der Hachenburger Brauerei.

Logistik:
Wechselkleidung wird zum Ziel transportiert, Shuttleservice zurück zum Start (Duschen)

Verpflegung:
Tee, Wasser, Cola, Bananen, Äpfel und Riegel an 6 Punkten (inkl. Ziel)

Zuschauer:
Außer an Start und Ziel Fehlanzeige.

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Informationen: Hachenburger Löwen-Marathon
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