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Laufberichte

Mit Irxn-Schmoiz bergauf

09.07.11

 

Bad Alexandersbad – Wunsiedel (Ziel)

 

Im Ort finde ich endlich das, was ich mir immer erhoffe. „Böhm’s Weißbierrast“ heißt es da an einem Biertisch. Doch ein wenig von dem Gerstensaft steht da nicht herum und auch auf Nachfrage lässt man mich im Regen, äääh trocken stehen. Wir sind doch in der Gegend der höchsten Brauereidichte! Oder haben die Kurzarbeit?

Mittlerweile bin ich arg müde geworden, denn die Sonne zieht gehörig die Kraft aus der Muskulatur. Kurz nach Kilometer 38, wir laufen jetzt im Kurgarten von Bad Alexandersbad, finden wir an einem kleinen Tempel die Versorgungsstelle 11. Cola ist jetzt gerade recht. Bekannt ist der Ort für die erste Kaltwasserheilanstalt in Bayern (1838 gegründet). Als Sehenswürdigkeit gelten das Schloss und das historische Alte Kurhaus.

Nach der Ortschaft geht es unter der B 303 hindurch. Nochmals eine Steigung. Die nächsten zwei Kilometer verlaufen recht wellig, zum Teil über Graswege über Felder mit wenig Schatten.

An der letzten V-Stelle, die zwölfte jetzt, nach Kilometerschild 40, greife ich mir nochmals die schwarze Brause. Man kann schon den Gewerbebetrieb von Dronco und den Ostteil von Wunsiedel sehen. Und das baut auf.

Die Stadt mit rund 10000 Einwohnern ist bekannt für die Luisenburg-Festspiele. Der Name der Stadt kommt wahrscheinlich von wunne (Waldwiesenland) und sedel (Edelsitz). 1163 als Sitz eines Ministerialen wurde der Ort erstmals beurkundet. Die Stadtrechte wurden 1326 von Burggraf Friedrich III verliehen und zwei Jahre später vom Kaiser Ludwig dem Bayern bestätigt. Touristisch interessant sind neben den Festspielen (jeweils Juni bis August auf der ältesten Freilicht- und Naturbühne Deutschlands) der Bürgerpark Katharinenberg mit der Kirchenruine St. Katharina, das Rathaus (von 1835/1837), das Geburtshaus von Jean Paul und das Koppetentor (errichtet 1471), das einzig erhaltene Stadttor der ehemaligen Stadtbefestigung.

Der letzte Kilometer führt dann auf geteerter Strecke durch ein Wohngebiet. Die Häuser aus den 50er Jahren schauen alle gleich aus und unterscheiden sich nur durch die Farbe. Noch 1000 Meter besagt ein Schild. Über den Betriebshof von Dronco und der leicht ansteigenden Zufahrt zur Hauptstraße nähern wir uns dem Ziel. Feuerwehrkameraden sichern uns die Vorfahrt. Noch 500 Meter. Rechtskurve, dann folgt die letzte Steigung hoch zum Fichtelgebirgsstadion. Von vorne ist keiner in Schlagweite, nach hinten schaut’s genauso aus.

In der Zufahrt zum Stadion können wir unter einer Wasserdusche hindurchlaufen. Und dann geht es schon auf die Tartanbahn, wo am Ende Birgit unseren Zieleinlauf fachkundig kommentiert. 3.54 Stunden ist meine Zeit, da bin ich zufrieden, auch wenn ich am Ende noch ein paar Minuten auf der Strecke liegengelassen habe. Die Zielläufer sind freudiger Stimmung und zeigen es auch mit Armheben, Winken und Juchzern.

Im Verpflegungsbereich ist an alles gedacht, was das Läuferherz begeht. Ich halte mich jedoch an die Hopfenkaltschale von Maisel aus Bayreuth. Die Oberfranken können gutes Bier brauen. Im Stadion gibt es Kaffee und Kuchen und wer Deftiges mag, fränkische Bratwärscht kommen heiß vom Grill. Meine Empfehlung von 2009 gilt uneingeschränkt. Hier organisieren Läufer für Läufer. Und die Teilnehmer danken für das Naturerlebnis „Fichtelgebirgsmarathon“.

Teilnehmer:
181 Marathonis im Ziel. 253 Halbmarathonis im Ziel., darunter der Oberbürgermeister von Hof, Dr. Harald Fichtner.

Streckenbeschreibung:
Punkt-zu-Punkt-Kurs von Weißenstadt nach Wunsiedel. Fast durchgängig asphaltierte oder befestigte Laufstrecke. Nach dem Einrollen um den Weißenstädter See geht es über den Schneeberg und um die Kösseine. Etwa 850 Höhenmeter. Strecke und Landschaft zum Genießen.

Wettbewerbe:
Marathon, Halbmarathon.

Zeitnahme/Ergebnisse:
Manuell.

Auszeichnung:
Medaille, Buff, Urkunde. Sachpreise für die Schnellsten und Klassensieger.

Logistik:
Busfahrt von Wunsiedel nach Weißenstadt im Startgeld enthalten. Gepäcktransport zum Ziel. Genügend Parkplätze am Fichtelgebirgsstadion und bei Firma Dronco. Massagemöglichkeit im Stadion.

Verpflegung:
Alle fünf Kilometer Iso, Wasser, Obst, Riegel, Brot, mitunter Tee und Cola. Im Ziel zusätzlich alkoholfreies Weizen. Zum Schluß hin engere Abstände.

Zuschauer:
Hauptsächlich in den Orten und im Ziel.

Fazit:
Ein familiärer Lauf. Hier organisieren Läufer für Läufer. Jetzt verstehe ich, warum viele Läufer für diese Veranstaltung schwärmen. Birgit und ihre Helfer laden schon für 2012 ein. 

Marathonsieger

Männer

1. Wießner Klaus Lauffreunde Gößweinstein 02:56:51
2. Speer Ronald LG eXa e.V. 03:03:51
3. Dr. Beha Daniel CIS Amberg 03:04:40

Frauen

1. Hempel Bärbel ESV Lok Döbeln 03:21:44 
2. Lehmann Kati 03:41:45
3. Hundrieser Sabine Alfterer SC 03:50:17


181 Finisher

 
 

Informationen: Fichtelgebirgsmarathon
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