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Laufberichte

Deutliche Veränderungen

 

Beeindruckend ist schon der Start an der großen Naturgalopprennbahn mit ihrem gepflegten Rasen. Alles ist bestens organisiert, und Bad Harzburgs Maskottchen Krodo ist auch wieder zum Start gekommen.

Gleich an der Startnummernausgabe begrüßt mich Kronsbergläufer Manfred vom 100 Marathon Club. Er wollte wissen, wer in seiner Altersgruppe startet und hat über den Namen auf der Startliste mein Foto auf dieser Website gefunden. Dann ermuntert er mich, zumindest einen Kurzbericht zu schreiben.

 

 

Nach dem Einstieg in den Wald laufen wir im Wesentlichen die Runde des Halbmarathons zwei Mal. Zunächst durch grünen Laubwald mit gelegentlichen Ausblicken ins Harzvorland, dann weiter nach oben mit freiem Blick auf Brocken und Wurmberg. Flur- und Wegenamen erinnern an den intensiven Bergbau, der den Harz über Jahrhunderte umgebaut hat. Abraumhalden kommen auf unserem Weg  in Sicht. Ein paar Klippen kommen auch ins Bild. Wer davon mehr möchte, dem empfehle ich den Brockenlauf, Brocken Marathon (Harzgebirgslauf) oder die Harzquerung.

Ob man den Bad Harzburger Bergmarathon als Traillauf bezeichnen möchte, ist Definitionssache. Für die, die alles abseits von Straßen dazuzählen, ja. Für alle, für die eine Forstautobahn nicht mitzählen, ist es ein gemütlicher Landschaftslauf. Wobei sich das gemütlich natürlich nur auf die Wegoberfläche bezieht und nicht auf die gut 1000 Höhenmeter, die wir überwinden dürfen. Die kürzeren Routen des Fit- und des Aktivlaufs sehen etwas trailiger aus.

 

 

Ich war ein paar Jahre nicht mehr im Harz, und die Veränderungen, obwohl aus Gesprächen bekannt, sind doch schockierend. Wenn man sich die Fotos in Bernd Neumanns zehn Jahre altem Bericht ansieht, mag man es kaum glauben: in dieser Zeit sind von damals üppig grünen Fichtenwäldern nur vereinzelte „Bestände“ von nadellosen Spargeln übriggeblieben. Wo Bernd die Brockenschneise sah, ist weit und breit kein Wald mehr, durch den eine Schneise führen könnte (der Stein mit dem Namen ist noch da).

Da ich wegen mangelndem Trainingsstand und hoher Neigung zu Krämpfen sehr zurückhaltend laufen muss, bezieht sich gemütlich bei mir auch auf das Tempo. So kann ich mich ausgiebig mit Ralf unterhalten, der auf der zweiten Runde zu mir aufschließt und bis zum Ziel mit mir läuft. Er hat es auch nicht eilig, da seine Kampfstrecken deutlich länger sind. Und für ein paar Fotos von den üppigen Blumen am Wegesrand reicht meine Zeit auch noch.

 

 

Das Wetter ließ nichts zu wünschen übrig. Die Lufttemperatur war sehr angenehm: 20 Grad wurden erst nach Zielschluss erreicht. Eine Kappe gegen zu viel Sonne auf der Birne hätte ich mitnehmen sollen. Organisation und Verpflegung sind top auf diesem Lauf in Bad Harzburg. Besonders hat mich das riesige Kuchenbuffet beeindruckt. Mit 74 Finishern auf der Marathonstrecke und 182 beim Halbmarathon ist die Atmosphäre familiär.

Es gibt Gutscheine für einen Besuch im Silberbornbad oder eine Fahrt auf den Burgberg. Leider habe ich heute keine Zeit dafür. Auch Besuche der Schaubergwerke und der Anlagen des Oberharzer Wasserregals könnte man rechtzeitig einplanen.

Fazit: eine schöne Runde (oder zwei) im Harz, wenn man den Anblick des vernichteten Waldes erträgt.

 

Informationen: Bad Harzburger Bergmarathon
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